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Land skeptisch bei VW-Boni

Abgasaffäre Land skeptisch bei VW-Boni

Die Abgasaffäre hat Volkswagen in die größte Krise seit Jahrzehnten gestoßen. Dennoch wollen die Manager des Autokonzerns auf ihre Boni nicht verzichten. Die Landesregierung hat mit dieser Forderung "größtes Unbehagen" und deutet auch eine Ablehnung im Aufsichtsrat an.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil  (sitzend im Wagen) mit dem ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn.

Quelle: Jochen Lübke

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD), die das Land als Anteilseigner im Aufsichtsrat vertreten, hätten ein "größeres Unbehagen" gegenüber den Boni-Forderungen, sagte Weils Sprecherin. "Sie können daher davon ausgehen, dass die beiden ausgesprochen problembewusst sind."

Präziser wollte die Sprecherin die Kritik nicht äußern, zumal hinter den Kulissen die Verhandlungen um die Boni bereits begonnen haben und das Land sich wohl Hoffnung macht, dass die Zahlungen noch gekürzt oder ganz gestoppt werden könnten. Weil die Abgasaffäre Jobs im Unternehmen kosten und zudem auch noch die Dividende für die Aktionäre in diesem Jahr ausfallen könnte hatten Kritiker eine Bonuszahlung an die Manager als fatales Signal bewertet.

Nicht alle Zusatzzahlungen können aber vom Aufsichtsrat bestimmt werden. Das Festgehalt der Manager ist vertraglich festgelegt, ebenso ein Long-Term-Incentive, also eine auf einen Fünf-Jahres-Zeitraum angelegte Erfolgsprämie. Ein dritter Bestandteil der Entlohnung von Managern seien aber die Boni, sagte Weils Sprecherin. Diese würden vom Aufsichtsrat genehmigt und können auch abgelehnt werden. Darauf gebe es keinen Anspruch.

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