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Land erlässt Investoren 15 Prozent des Darlehens

Förderung von Sozialwohnungen Land erlässt Investoren 15 Prozent des Darlehens

Niedersachsen weitet seine Förderung des sozialen Wohnungsbaus aus: Investoren bekommen künftig 15 Prozent eines Darlehens erlassen. Sozialministerin Cornelia Rundt forderte die Kommunen auf, mehr Bauland auszuweisen.

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Sozialwohnungen: Für die Jahre 2016 bis 2019 hat Rot-Grün insgesamt 800 Millionen Euro bereit gestellt.

Quelle: dpa

Hannover. Die Landesregierung will dem sozialen Wohnungsbau in Niedersachsen mehr Schwung geben. Wer mithilfe eines Landesdarlehens günstigen Wohnraum schafft, dem werde 15 Prozent der Tilgungssumme erlassen, teilte das Sozialministerium mit. Bislang hatte das Land bei der Förderung lediglich auf Zinsen für die Darlehen verzichtet.

Für die Jahre 2016 bis 2019 hat Rot-Grün insgesamt 800 Millionen Euro bereit gestellt. Das ist eine Verzehnfachung der alten Fördersumme. Den gewünschten Erfolg hat diese Aufstockung bisher jedoch nicht gebracht. Zwar wurden im vergangenen Jahr 1671 Sozialwohnungen gebaut oder renoviert und damit doppelt so viele wie im Jahr 2012. Gleichzeitig verschwanden aber allein in der ersten Jahreshälfte 2016 rund 2000 Sozialwohnungen vom Markt, weil die Mietpreisbindung auslief.

Bestand an Wohnungen sinkt

Wer mit staatlichem Fördergeld preisgünstige Wohnungen baut ist bislang verpflichtet, sie für 20 Jahre als Sozialwohnung für Menschen mit Wohnberechtigungsschein anzubieten. Danach kann er eine höhere Miete verlangen. Auf diese Weise hat Niedersachsen zwischen den Jahren 2000 und 2015 über 42.000 Sozialwohnungen verloren – aktuell bestehen noch rund 90.000.

Es werde wieder mehr gebaut in Niedersachsen, bei den preisgünstigen Mietwohnungen sehe sie aber noch Verbesserungsbedarf, sagt auch Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD). Sie hofft nun, dass der Tilgungszuschuss von 15 Prozent die Wende bringt. „Die Wohnungswirtschaft in Niedersachsen hat weitere Investitionen zugesagt für den Fall, dass das Land eine Zuschussförderung anbietet. Dieser Ankündigung sollten jetzt Taten folgen“, forderte Rundt. Die großzügigere Förderung ist allerdings auch an Bedingungen geknüpft: Unter anderem wird die Mietbindung für die Wohnungen von 20 auf 30 Jahre verlängert.

Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen begrüßte die Einführung des Tilgungszuschusses. „Das haben wir seit langer Zeit gefordert“, sagte Sprecher Carsten Ens. Nun müsse sich aber noch zeigen, ob die Förderbedingungen praxistauglich seien. Ministerin Rundt mahnte darüber hinaus die Kommunen, mehr Bauland auszuweisen und einen Teil davon für sozialen Wohnungsbau zu reservieren.

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