Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Landesbergamtschef Pospich tritt zurück

Konsequenz nach Ölunfall Landesbergamtschef Pospich tritt zurück

Nach dem Ölunfall im ostfriesischen Etzel hat der Präsident des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie, Ralf Pospich, am Montag seinen Rücktritt erklärt. Ralf Pospich übernehme Verantwortung für Defizite im Krisenmanagement nach dem Austritt von 40.000 Litern Rohöl.

Voriger Artikel
Vor dem Absprung nach Europa
Nächster Artikel
Leise Töne in Moskau

Ralf Pospich (l.), hier mit Niedersachsens ehemaligem Wirtschaftsminister Jörg Bode, ist am Montagabend zurückgetreten.

Quelle: dpa (Archiv)

Hannover . Der Ölunfall im ostfriesischen Etzel hat personelle Konsequenzen. Mit Ralf Pospich muss der Chefaufklärer der Umweltkatastrophe vom vorvergangenen Sonntag seinen Hut nehmen. Entsprechende Informationen der HAZ bestätigte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Montagabend in Hannover. Pospich, seit Februar 2012 Präsident des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und damit primär zuständig für die Bewältigung des Unfalls, habe im Einvernehmen mit dem Ministerium seinen Rücktritt erklärt. Er übernehme Verantwortung für Defizite im Krisenmanagement nach dem Austritt von 40.000 Litern Rohöl aus dem Kavernenspeicher.

Nach dem Zwischenfall im ostfriesischen Etzel errichten Einsatzkräfte Ölsperren und pumpen ausgetretenes Rohöl aus den Gewässern.

Zur Bildergalerie

Der Rücktritt  hatte sich bereits angedeutet. Am Sonnabend hatte Wirtschaftsminister Olaf Lies dem LBEG das Krisenmanagement entzogen. Offenbar war der SPD-Politiker unzufrieden damit, wie die Behörde mit dem Unfall in seinem Wahlkreis umging. Eine Woche zuvor war zufällig aufgefallen, dass in der Anlage des Betreibers IVG Caverns mindestens 40.000 Liter Rohöl aus einem offen stehenden Entlüftungsventil ausgetreten waren. In der Folge wurden Gewässer über zehn Kilometer Länge mit Öl verunreinigt. Hunderte freiwillige Helfer konnten eine Verschmutzung des Wattenmeeres in letzter Minute verhindern.

Der Unfall war am Montag auch Thema im Umweltausschuss im Landtag. Der zuständige Abteilungsleiter im Wirtschaftsministerium erklärte, man habe das LBEG angewiesen, dem Betreiber strenge Auflagen zu erteilen. IVG Caverns müsse technische Systeme nachrüsten, die ein schnelles Erkennen von Ölaustritten erlauben. Außerdem muss der Betreiber so lange die Kontrollen seiner Betriebsplätze verstärken. Außerdem würden jetzt alle unterirdischen Kavernenspeicher auf ihre Schutzmechanismen gegen den Austritt von wassergefährdenden Stoffen kontrolliert. Davon gibt es in Niedersachsen etwa 100.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ölunfall in Etzel
Vor einer Woche waren aus einem Erdgasspeicher in Etzel mindestens 40 Kubikmeter Rohöl unbemerkt ausgelaufen.

Nach dem Ölunfall in Ostfriesland halten es die Behörden für ausgeschlossen, dass dadurch das Grund- und Trinkwasser in der Region verschmutzt wird. Das teilte das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie am Montag mit.

mehr
Mehr aus Niedersachsen
Reaktionen nach der Landtagswahl

Am Tag nach der Landtagswahl in Niedersachsen beginnt die Suche nach einer Regierungskoalition. Reaktionen auf das Ergebnis aus Hannover und Berlin.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr