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Therapie für Schwerkranke

Landesregierung für Cannabis auf Rezept

Von Karl Doeleke

Patienten, die unter multipler Sklerose leiden, können in Zukunft darauf hoffen, Symptome der Krankheit mit Cannabis behandeln zu dürfen.
Rauschmittel und Medikament: Cannabis

Rauschmittel und Medikament: Cannabis

© dpa

Die Landesregierung hat ihren Widerstand gegen die Verwendung der berauschenden Pflanze Cannabis auf Rezept aufgegeben. Man unterstütze die Initiative von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Erweiterung des medizinischen Gebrauchs von Cannabis und werde der Änderung des Betäubungsmittelrechts im Bundesrat zustimmen, heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf Anfrage der Linksfraktion. Im April hatte sie den Einsatz von Cannabis zu therapeutischen Zwecken noch abgelehnt.

Zur Begründung schreibt die Landesregierung, damit werde für einen kleinen Kreis von Schwerstkranken die therapeutische Nutzung von Cannabis als Arzneimittel möglich. In Großbritannien gibt es bereits eine Zulassung für eine Arzneimittel mit Cannabisextrakt zur Therapie von Spastiken bei multipler Sklerose. Nachdem der Bundesrat zugestimmt hat, kann dieses Medikament auch in Deutschland angewendet werden. Handel und Besitz der Droge zu Rauschzwecken bleibe aber verboten, betont die Regierung.

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