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Landesregierung zeigt weiter Flagge gegen Pegida

Protestaktionen gegen Islamfeinde Landesregierung zeigt weiter Flagge gegen Pegida

Die niedersächsische Landesregierung will auch bei weiteren Protestaktionen gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung präsent sein. Zwar könnten nicht alle Minister des rot-grünen Kabinetts jeden Montag mitdemonstrieren, sagte eine Sprecherin am Dienstag in Hannover: „Aber wir prüfen was möglich und sinnvoll ist.“

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Ministerpräsident Stephan Weil positionierte sich klar gegen die Pegida-Bewegung.

Quelle: Wilde

Hannover. Am vergangenen Montag hatten rund 19.000 Menschen in Hannover gegen eine Kundgebung des Pegida-Ablegers Hagida („Hannoveraner gegen die Islamisierung des Abendlandes“) demonstriert, unter ihnen zahlreiche Politiker.

Hagida hat der Polizeidirektion Hannover unterdessen mündlich mitgeteilt, künftig regelmäßig am Montagabend auf die Straße zu gehen. Die Polizei bestätigte auch, dass der Anmelder und Versammlungsleiter der Hagida-Demonstration vom Montag der Bewegung der „Identitären“ angehöre.

Hannover, 12. Januar 2015: Tausende zeigen Flagge gegen die Demo der Hagida, des hannoverschen Ablegers der islamfeindlichen Pegida.

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Diese 2012 über das Internet gegründete Bewegung werde vom niedersächsischen Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft, sagte dessen Sprecher Frank Rasche. Sie vertrete „stark islamfeindliche und völkisch nationalistische“ Ziele und übe starke Systemkritik. Unter den rund 200 Teilnehmern der „Hagida“-Demonstration sei eine nicht näher zu beziffernde Zahl von Sympathisanten rechtsextremer Gruppen gewesen. Neben Anhängern der „Identitären“ seien dies einzelne NPD-Mitglieder sowie Angehörige der Hooligan-Szene gewesen.

Unterdessen gründen sich in Niedersachsen und Bremen nach epd-Recherchen immer mehr örtliche „Pegida“-Ableger, unter anderem in Northeim, Hameln, Oldenburg, Bremen und Ostfriesland. Der Braunschweiger Ableger „Bradiga“ will bereits am kommenden Montag auf die Straße gehen. Die Pegida-Gegner planen bereits mehrere Gegenveranstaltungen. So soll es nach den derzeitigen Planungen am Montag um 17 Uhr im Braunschweiger Dom eine Friedensandacht mit dem evangelischen Landesbischof Christoph Meyns geben.

epd

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