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Landtag will moderne Windräder für Niedersachsen

Atomausstieg Landtag will moderne Windräder für Niedersachsen

Um bis 2022 den Ausstieg aus der Atomkraft zu schaffen, sind viele Kraftanstrengungen nötig. Als Energieland Nummer 1 will Niedersachsen die Energiewende zum eigenen Vorteil nutzen: Neue Windräder sollen mehr Strom liefern und bessere Speicher die Versorgung sichern.

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Als Energieland Nummer 1 will Niedersachsen die Energiewende zum eigenen Vorteil nutzen: Neue Windräder sollen mehr Strom liefern und bessere Speicher die Versorgung sichern.

Quelle: dpa

Hannover. Nicht nur im Bundestag stand am Donnerstag die Energiewende auf der Tagesordnung. Auch im niedersächsischen Landtag dominierte die Debatte über den Atomausstieg, der zeitgleich in Berlin beschlossen wurde und der bis 2022 kommen soll.

In Niedersachsen sollen nach dem Willen des Landtags rund 2000 alte Windkraftanlagen durch 1000 neue Anlagen ersetzt werden. Die Parlamentarier sprachen sich einstimmig für eine Beschleunigung des sogenannten Repowerings von allen Anlagen aus, die älter als zehn Jahre sind. Dadurch soll die Leistungsfähigkeit der Windkraftanlagen verfünffacht werden.

Zudem könnte durch die Maßnahme der jährliche CO2-Ausstoß um sieben Millionen Tonnen reduziert werden, so die Hoffnung. Ferner erhoffen sich die Parteien unisono bundesweit 100.000 neue Arbeitsplätze in der Windkraftbranche. Die Kosten für die Modernisierung werden auf rund vier Milliarden Euro geschätzt. Die derzeit 5300 Windkraftanlagen im Land produzieren rund 6600 Megawatt.

Darüber hinaus votierte der Landtag mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen für einen Ausbau der Speicherkapazitäten von Wind- und Sonnenenergie. „Für eine verlässliche Stromversorgung muss aus erneuerbaren Energien gewonnener Strom Verbrauchern auch rund um die Uhr zur Verfügung stehen“, sagte der energiepolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Axel Miesner. Derzeit seien die technischen Möglichkeiten noch nicht ausreichend vorhanden.

Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) betonte, dass zwar einige Hochschulen im Land an Speichermöglichkeiten forschen. Insgesamt sei jedoch so gut wie nichts geschehen. „Deshalb ist jetzt eine erhebliche Kraftanstrengung nötig“, sagte der FDP-Politiker. Ohne Speichermöglichkeiten sei die Energiewende nicht zu schaffen. Die SPD kritisierte, dass die Forschung durch die von CDU und FDP im Vorjahr beschlossene Laufzeitverlängerung unnötig gebremst worden sei.

frx/dpa

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