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Sexuelle Belästigung

Lehrer soll nach Missbrauch nicht mehr unterrichten


Ein wegen des sexuellen Missbrauchs einer Schülerin vorbestrafter Lehrer soll nun doch keine Kinder mehr unterrichten dürfen. Nach Kritik am niedersächsischen Kultusministerium prüft die Behörde nun, ob der Beamte in der Verwaltung eingesetzt werden kann.
Kultusminister Bernd Althusmann

Kultusminister Bernd Althusmann

© Nancy Heusel (Archivbild)

Es sei auch mit Blick auf den Lehrer ein solcher Druck entstanden, dass das Ministerium notwendigerweise handeln müsse, begründete Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) seine Entscheidung. Am Montag hatte der Minister noch bedauert, dass der Fall rechtlich bereits abgeschlossen sei und das Ministerium keine Handhabung mehr habe.

Er gehe davon aus, dass der Lehrer bis Ende der Woche aus dem Schuldienst entfernt werden könne, sagte Althusmann. Nach seinem Wissen unterrichte der Beamte bis dahin nicht mehr weiter.

„In Zukunft werden wir das Entfernen aus dem Dienst immer als erste Priorität prüfen“, sagte Althusmann. Das Kultusministerium habe die Landesschulbehörde aufgefordert, in Disziplinarverfahren mit sexuellem Hintergrund gegen Lehrer immer das Kultusministerium zu informieren. Seit Mai werde bei Neueinstellungen von Lehrkräften in Niedersachsen zudem ein erweitertes Führungszeugnis verlangt.

Der Lehrer stand 2008 vor Gericht, weil er eine 15-jährige Schülerin wiederholt missbraucht hatte. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Mann hatte damals freiwillig einen Antrag auf Rückstufung um zwei Besoldungsgruppen gestellt, weshalb auf seine Entfernung aus dem Dienst verzichtet worden war. Er unterrichtete daraufhin an einer anderen Schule im Land weiter.

dpa

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