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Lehrergewerkschaft klagt gegen neue Arbeitszeit

Mehrarbeit an Gymnasien Lehrergewerkschaft klagt gegen neue Arbeitszeit

Die Lehrergewerkschaft GEW will noch im Oktober gegen eine höhere Arbeitsbelastung von Lehrern klagen. „Das Arbeitszeitgesetz ist möglicherweise verletzt“, sagte GEW-Rechtsexpertin Heidemarie Schuldt in Hannover. 

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Seit Anfang des Schuljahres müssen Gymnasiallehrer in Niedersachsen 24,5 statt 23,5 Stunden in der Woche unterrichten.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Hannover. Seit Anfang des laufenden Schuljahres müssen Gymnasiallehrer in Niedersachsen 24,5 statt 23,5 Stunden pro Woche unterrichten, zudem wurde eine versprochene Altersermäßigung für Lehrer ab 55 gekippt.
Im niedersächsischen Kultusministerium gibt man sich gelassen. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass die Regelungen auf einer korrekten rechtlichen Grundlage beruhen“, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Ähnlich hatte das Ministerium auf eine Klage des Philologenverbandes Niedersachsen reagiert.

Der hatte sich Anfang September an das Oberverwaltungsgericht Lüneburg gewandt. Die Philologen argumentierten, dass den Gymnasiallehrern ein sachlich nicht begründbares Sonderopfer abverlangt werde, welches auch gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes verstoße.

Bei der GEW stößt der Ansatz der Philologen nicht auf Begeisterung. „Das ist eine gefährliche Argumentation“, sagte GEW-Geschäftsführer Richard Lauenstein. Die Forderung nach Gleichbehandlung könne eine Erhöhung der Arbeitszeiten an anderen Schulformen zur Folge haben. „Wir hätten das nicht so gemacht.“ Die GEW-Klage wird hauptsächlich auf eine zu hohe Belastung der Lehrer abzielen. Auch Streiks werden nicht ausgeschlossen, obwohl sie laut Beamtenrecht verboten sind.

Um ihre Forderungen zu untermauern, will die Gewerkschaft die Arbeitsbelastung der Lehrer mit einer Studie belegen. Es ist nicht die erste Erhebung der GEW zu diesem Thema. An einem Gymnasium in Hannover gab es eine ähnliche Befragung. Ergebnis: Die 39 Gymnasiallehrer, die an der Studie teilgenommen hatten, arbeiteten im Schnitt etwa zwei Stunden und 40 Minuten pro Woche zu viel. Zudem sind zwischen dem 20. und 23. Oktober Protestaktionen gegen die Arbeitszeiterhöhung an Schulen geplant.

r.

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