Die derzeitigen Vorgaben für die Verfolgung selbst geringfügiger Delikte im Zusammenhang mit dem Eigenanbau und Kleinhandel von Marihuana oder Haschisch führten zu einer „irrationalen Kifferjagd“, sagte der Linke-Abgeordnete Victor Perli am Donnerstag in Hannover.
Der Staat müsse sich die Frage stellen, ob der finanzielle und personelle Aufwand für die Strafverfolgung in einem sinnvollen Verhältnis zur tatsächlichen Bedrohung stehe. Perli fügte hinzu, Cannabis sei im öffentlichen Bewusstsein längst akzeptiert: „Zahlreiche Wissenschaftler wie auch das Bundesverfassungsgericht haben schon in den 1990er Jahren darauf hingewiesen, dass Suchtpotenzial und Gesundheitsgefährdung bei Cannabis geringer sind als bei den legalen Massendrogen Alkohol und Tabak“, sagte der Linke-Politiker.
Mit einer Großen Anfrage im Landtag will sich die Fraktion von der Landesregierung erklären lassen, wie weit die Droge in Niedersachsen verbreitet ist und was an Präventions- und Verfolgungsmaßnahmen unternommen wird. Die Anfrage solle eine Diskussion anstoßen und Reformen zugunsten einer „modernen Drogenpolitik“ voranbringen, die Aufklärung und Prävention in den Vordergrund stelle anstatt Repression und Strafverfolgung, hieß es.
ddp
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Kommentare
@err Antje TüX – 22.10.09
Was du beschreibst ist die gute alte Pur Pfeiffe mit einem Kawum.Bleibt immer noch ein Problem.Es Qualmt immer noch.Außerdem habe ich keine Ahnung wo es in Hannover was zukaufen gibt.Früher gab es das Mobby Dick und den Maschpark.Aber das ist Geschichte.Heute bin ich wohl zu alt für so was.Sonst knackt mir noch die Gehhilfe weg.Rauchfrei kiffen Herr Antje – 17.10.09
In den Niederlanden gibt es auch den Widerspruch zwischen den Kiff-Erlaubnis einerseits und dem Rauchverbot in Kneipen andererseits.Dies führte zu einer wie ich finde gesunden Lösung:
Und zwar gibt es die Möglichkeit das getrocknete Kraut zu vaporisieren, das heisst man stopfe kleine Mengen des Krauts in den "Vaporisierer" der nur die ätherischen Dämpfe frei setzt, frei von Verbrennungsstoffen und dem giftigen Tabak der so oft mit geraucht wird. Der Dampf wird per Schlauch inhaliert.
Der Geschmack soll auch viel intensiver sein.
Zudem sehen die Coladosen-grossen Geräte zum Teil recht futuristisch aus.
Die Geräte gibt es inzwischen zuhauf.
Wo ein Wille, da sei manchmal ein gesünderer Weg.
@Zippel Tüx – 16.10.09
Das geht leider nicht weil meine Frau dann durchdreht.Vielleicht wären Haschiskekse eine Lösung.Ich habe zwar eine Menge davon gehört aber nie einen gesehen oder einen gegessen.Manchmal denke ich das daß ein Märchen ist.Oder kennt einer ein Rezept?Aber bitte eins was auch funktioniert hat.@ Tüx Zippl – 16.10.09
Naja Du könntest ihn in deinen eigenen 4 Wänden rauchen ;-)Aber im Grunde wäre ein etwas liberalerer Umgang mit Cannabis schon sinnvoll. Wie schon mehrfach erwähnt, stehen die Kosten der Verfolgung in keinerlei Verhältnis zum Nutzen. Ebenso sollte zeitnah eine vernünftige Lösung zum Umgang mit THC und Führerscheinen gefunden werden. Dass man nicht stoned fährt, versteht sich eigentlich für jeden halbwegs vernünftigen Kiffer von selbst, aber dass man 2 Tage nach dem letzten Joint immer noch das Risiko eingeht, seinen Führerschein zu verlieren, ist unverhältnismäßig hart!
Stoned wolfsmond – 16.10.09
Wenn ich grad einen Joint genossen habe und entsprechend stoned bin, dann fordere ich auch so manches......Sagt mir später zumindest meine Freundin......
Drogen Tüx – 16.10.09
Da würde die Alkoholindustrie und die Drogenbarone Amog laufen.Die einen wollen keine Konkurenz und die anderen keinen Preisverfall.Diese Allianz ist mächtig deshalb wird das nie was.Außerdem ist ein Leben ohne Drogen einfach besser. Und überhaubt? Wo soll ich meinen Joint rauchen wo doch überall Rauchverbot ist.Längst überfällig Henning – 15.10.09
Es muss ja nicht sofort zur Kommerzialisierung wie im holländischen Modell kommen.Doch es kostet den Staat und vor allem uns Steuerzahler unnötiges Geld und die Justiz sowie Polizei unnötigen Aufwand diese Delikte mmer und immer wieder zu ahnden, wo sie doch am Ende eh meist im Sande verlaufen.
Über den Vergleich der Negativfolgen mit "legalen Drogen", wie Sucht oder Gesundheitsschäden, haben Wissenschaft und, wie im Artikel steht, das Bundesverfassungsgericht längst geurteilt.
Es wird also Zeit dass der Gesetzgeber sich diesen Ergebnissen öffnet und die Praxis entsprechend anpasst
Wollen dürfen die Linken das, Ein Leser – 15.10.09
aber liberalisiert wird trotzdem nix. Die stocksteife konservative Regierung wird bzgl. Cannabis nämlich niemals den Finger aus dem Po nehmen. Alles bleibt beim Alten.