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Debatte über künftigen Kurs der CDU

McAllister: „Es wird keine konservative Partei rechts von der CDU geben."


Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hat den Vorwurf zurückgewiesen, das Konservative komme bei der CDU zu kurz. Die Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach nahm er dabei in Schutz
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister

© dpa

Vor der Fortsetzung der CDU-Präsidiumsklausur geht die Debatte über den künftigen Kurs der Partei weiter. Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister wies Vorwürfe zurück, das Konservative komme bei der CDU zu kurz. „Es wird keine konservative Partei rechts von der CDU geben. Die CDU ist immer auch die Heimat der Konservativen gewesen, und das wird auch so bleiben“, sagte er am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. McAllister sprach von einer „eher virtuellen“ Debatte.

Er nahm die Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach, die sich als Konservative in der CDU isoliert fühlt und ihren Rückzug aus dem Vorstand angekündigt hat, in Schutz. „Frau Steinbach bleibt eine von uns.“

Der CDU-Fraktionschef im sächsischen Landtag, Steffen Flath, forderte hingegen eine Stärkung des konservativen Profils seiner Partei. Die CDU müsse konservative Nichtwähler zurückgewinne, sagte er im Deutschlandfunk. Das Stimmungsbild an Stammtischen und im ländlichen Raum gebe ihm zu denken, sagte Flath. Gerade bei den Fragen Lebensschutz und Familie müsse die CDU „deutlicher Flagge zeigen“. „Wenn nur noch die NPD die Leistungen der Mütter würdigt, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass man da etwas verkehrt gemacht hat.“

Das CDU-Präsidium setzt heute (Montag/09.00) in Berlin seine Klausur fort, bei der die politischen Weichenstellungen der nächsten Wochen vorbereitet werden. Im Anschluss an die Sitzung der engsten CDU-Spitze kommt am Vormittag der Bundesvorstand zusammen. Mit Spannung wird erwartet, ob Steinbach an diesem Treffen teilnimmt.

dpa

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