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McAllister findet Abi nach acht Jahren richtig

Gymnasialzeit McAllister findet Abi nach acht Jahren richtig

Ministerpräsident David McAllister (CDU) steht hinter der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre. „Ich bin sehr optimistisch, dass sich die Leistungen der Schüler, die nach acht Jahren Gymnasium Abitur machen, nahezu kaum von denen der Abiturienten mit neun Jahren Gymnasialzeit unterscheiden werden“, sagte er.

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Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister.

Quelle: dpa

Es habe beim Umstellungsprozess zwar auch Probleme gegeben, sagte McAllister am Donnerstag in Hannover. Beispielsweise bei der hohen Belastung der Schüler oder bei der Gleichbehandlung des letzten neunjährigen Jahrgangs. „Da sind wir aber große Schritte vorangekommen“, sagte er.

Gemeinsam mit Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) stellte McAllister in Hannover eine Informationsbroschüre zum doppelten Abiturjahrgang vor. Das Abitur nach acht Jahren sei internationaler Trend und Antwort auf die demografische Entwicklung und die rückläufigen Schülerzahlen. „Manchmal hilft ein Blick über den deutschen Tellerrand“, sagte McAllister. „Ich stehe dazu: Die Verkürzung war und ist eine richtige Entscheidung.“

Kultusminister Althusmann rechnet nicht damit, dass die Qualität des Abiturs unter der Verkürzung leiden wird. „Ich bin sehr optimistisch, dass sich die Leistungen der Schüler, die nach acht Jahren Gymnasium Abitur machen, nahezu kaum von denen der Abiturienten mit neun Jahren Gymnasialzeit unterscheiden werden“, sagte er. Es seien die inhaltlichen Voraussetzungen dafür gegeben, dass alle Abiturienten 2011 die gleichen Prüfungen zu gleichen Bedingungen ablegen könnten.

Rund 50.000 Schülerinnen und Schüler werden im kommenden Schuljahr 2010/11 ihr Abitur ablegen, etwa 20.000 mehr als im vergangenen Jahr. Hinzu kommen mehr als 50.000 Abgänger der anderen Schulformen. Die Landesregierung sieht sich gut auf den Ansturm der Schulabgänger vorbereitet. Die Universitäten hätten zusätzliche Studienplätze eingerichtet, aus der Wirtschaft haben man zudem die Zusage für ausreichende Ausbildungsplätze, sagte McAllister.

Es gelte allerdings, einen Verdrängungswettbewerb um die Ausbildungsplätze zu vermeiden. So dürften beispielsweise Abiturienten, die keinen geeigneten Ausbildungs- oder Studienplatz bekämen, den Realschülern nicht die Plätze wegnehmen. Zudem müsse man versuchen, den Schülern eine Stelle möglichst in Niedersachsen anzubieten. „Wir sind aufgrund der demografischen Entwicklung auf alle jungen Menschen angewiesen“, sagte McAllister.

Die Linksfraktion im Landtag befürchtet im kommenden Jahr dagegen einen harten Kampf um die Studien- und Ausbildungsplätze in Niedersachsen. „Die Aussage des Ministerpräsidenten, niemand, der ausbildungswillig und -fähig sei, müsse fürchten, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen, ist offenkundig falsch“, sagte die bildungspolitische Sprecherin der Linken, Christa Reichwaldt. Besonders im von Abiturienten stark nachgefragten Dienstleistungsbereich kämen auf einen Bewerber gegenwärtig nur 0,69 Plätze.

dpa

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