Eine Mammutaufgabe wartet auf den neuen niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister und sein Kabinett: Am Sonntag und Montag wird der Haushaltsplan für 2011 aufgestellt, und dabei sind drastische Einschnitte nicht mehr abwendbar. Ein Betrag von 1,3 Milliarden Euro muss bei den Ausgaben gekürzt werden.
Wo genau der Rotstift angesetzt wird, bleibt vorerst unklar. Aus Regierungskreisen sind allerdings erste Überlegungen bekannt geworden. So dürfte das Kabinett ein Personalabbaukonzept anschieben, das bis zum Jahr 2030 den Abbau von rund 12 000 Stellen aus dem Landesdienst vorsieht. Schon allein wegen der schrumpfenden Bevölkerung sei das nötig, heißt es.
Weil das Land bei den eigenen Einnahmen höchstens die Förderabgabe für Gas und Erdöl anheben oder die Wasserentnahmegebühr erhöhen kann, beides aber wegen der nachteiligen Auswirkungen auf Unternehmen umstritten ist, könnten auch Bundesratsinitiativen des Kabinetts beschlossen werden, die sich etwa um eine Vermögenssteuer drehen. Gegen solche Pläne habe der kleine Partner in der CDU/FDP-Koalition allerdings starke Bedenken. Auch eine drastische Verwaltungsreform, die eine Übertragung von Aufgaben an die Kommunen vorsieht (von Schulämtern bis hin zu Polizeidirektionen) käme zu früh, wird eingewandt. Noch seien viele Landkreise für eine solche Operation zu schwach, und eine Debatte über eine Kreisfusion beginne erst vorsichtig.
Da der Spielraum für Kürzungen etwa bei Beamten oder im Sozialetat begrenzt ist, kommt der Verkauf von Landesvermögen stärker in Betracht. Diskutiert wird, ob ein Teil der Liegenschaften und Gebäude an eine neue Gesellschaft übertragen wird, die dann privates Kapital einbezieht und den Verkauf, Umbau und Neubau von Gebäuden rascher löst als bisher im staatlichen Baumanagement. Über diese Idee, die bereits seit 2008 in der Regierung kurisert, könnte der Landesetat um einen dreistelligen Millionenbetrag entlastet werden.
Sondiert wird gegenwärtig zwischen Finanzministerium, Sparkassen und Trägern auch darüber, ob die bisher vier öffentlichen Versicherungen unter dem Dach der VGH vereinigt werden können. Da dann Oldenburger und Braunschweiger mit Hannover fusionieren müssten, gab es bisher erhebliche Widerstände. Die VGH könnte Landesanteile abkaufen, was dem Land eine beträchtliche Einnahme brächte – und den öffentlichen Charakter der Versicherungen dauerhaft garantieren könnte. Auch über eine Verringerung des Landesanteils an Volkswagen wird nachgedacht.
Kürzungen im Bildungsetat, so heißt es, werden weitgehend vermieden.
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Kommentare
schon wahr ! Zecke – 31.07.10
Tja, da hat der Lollypopper schon recht !Zuwenig Kohle für ur-niedersächsische Interessen und viel zuviel Kohle für Migranten- und Asylantenbelange.
Diese immensen Kosten fressen das ganze Geld für die funktionierenden Gesellschaftseinrichtungen und Infrastrukturnotwendigkeiten weg.
Traurig, aber man muss der Wahrheit ins Auge sehen. So und nicht anders sieht es aus !
Zeit das unsere Politik sicht nicht vor den Wahrheiten verschließt, sondern die Aufgaben in Angriff nimmt, sonst wird es böses enden.
Selbsteinsparung Landespolitiker Heinrich-Hans – 31.07.10
An den richtigen Stellen sparen, heißt auch die Möglichkeit bei sich selbst -Landespolitik- zu sparen, nicht auszuschließen.Also liebe Landespolitiker: Schafft Euch selber ab. Es werden zwar mit den Ministern und Abgeordneten ca. 4.500 bis 5.000 Mitarbeiter in den Ministerien, der Staatskanzlei und der Landtag mit arbeitslos. Aber bei jährlichen Einsparungen von 500 Millionen im Jahr ohne Nebenkosten wäre das ein Beitrag den die Politik ruhig leisten könnte.
Tipp ! Lollypopper – 31.07.10
Sparen bei:-Sozialzuwendungen Migranten und Asylanten (Exorbitant hoch)
-caritative Leistungen aller Art, insbesondere Finanztransfers an dritte Länder
-Finanztransfers EU und diverse andere ominöse Institutionen die nichts mit Niedersachsen zu tun haben.
-Streichung von Therapien und sonstigen medizinischen Leistungen an nachweislich verurteile Täter und Verbrecher
-Streichung Deutschkurse auf Kosten des Steuerzahlers an Migranten und Asylanten
-Streichung an allem was außerhalb finanziell außerhalb Niedersachsens fließen "soll".
Ganz, ganz einfach Freunde. Und schon geht´s bedeutend besser.
Sparen!!! ....! – 30.07.10
1. Die Steuer auf Luxusgüter auf mindestens 50% erhöhen! 2. Die Diätenerhöhung wird zurückgegeben u. am Jahresende auf die 2. Erhöhung verzichtet! 3. Der Plenarsaal wird behutsam renoviert! Das bringt doch wieder ein klein wenig Geld ins Stadtsäckel, oder???Fusioniert ... Oke Bandixen – 30.07.10
... mit Hamburg und Bremen, und schafft euch selbst ab! Das spart Geld! Immer noch zu wenig, aber immerhin!Ausgabenliste Bilanzprüfer – 30.07.10
Vorschlag: Mal prüfen, wo prozentual das meiste Geld hinfliesst. Das sind leider keine Kindergärten, Schulen, Sozialeinrichtungen, Jugendzentren etc. - sondern es wird in die Richtung des ersten Kommentars gehen.Für mehr Bildung für Nazis bäääm – 30.07.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenWo ? ACR – 30.07.10
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