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Niedersachsen Ministerin Özkan gilt als Vorbild für Migranten
Nachrichten Politik Niedersachsen Ministerin Özkan gilt als Vorbild für Migranten
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18:46 20.04.2010
CDU-Politikerin Aygül Özkan Quelle: dpa

Auch Integrationspolitiker sehen in der Ernennung der 38-jährigen Deutsch-Türkin aus Hamburg einen Ansporn für andere Menschen mit ausländischen Wurzeln.

Insgesamt wechselt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff vier CDU-Minister in seiner schwarz-gelben Regierungsmannschaft aus. Die CDU-Chefin in Brandenburg, Johanna Wanka (59), wird Wissenschaftsministerin. Für das Agrarressort holte Wulff die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (45) aus dem Kreis Oldenburg ins Kabinett. Das Kultusministerium übernimmt Bernd Althusmann, der bereits zehn Monate Staatssekretär in dem Ressort war.

Neue Minister sollen für frischen Wind sorgen

Wulff will mit der Deutsch-Türkin Özkan in der Integrationspolitik für frischen Wind sorgen. Er entzog Innenminister Uwe Schünemann (CDU), der als Hardliner gilt, dieses Feld. Zuletzt hatte es immer wieder Reibereien zwischen Wulff und Schünemann gegeben.

Während die neuen Kabinettsmitglieder sich auf ihre neuen Aufgaben in Niedersachsen vorbereiten, bleibt den entlassenen Minister nicht viel Zeit, ihren Arbeitsplatz zu räumen. Gehen müssen Elisabeth Heister-Neumann (Kultus), Hans-Heinrich Ehlen (Agrar), Lutz Stratmann (Wissenschaft) und Mechthild Ross-Luttmann (Soziales).

Am kommenden Dienstag startet die neue Regierung - dann werden die Minister vereidigt. Die neue Wissenschaftsministerin Wanka will nach Braunschweig ziehen. Auch Özkan, deren Vorname Aygül auf deutsch „Mondrose“ heißt, plant ihren Umzug nach Hannover.

 Kanzler mit Migrationshintergrund „nur Frage der Zeit“

Die Deutsch-Türkin stieß mit ihrem Karrieresprung auf viel Zustimmung. „Wir haben ein enormes Potenzial unter den 6,8 Millionen Migranten in unserer Gesellschaft. Deutschland muss sich in Zukunft darauf einstellen, dass Minister mit Migrationshintergrund Normalität werden“, sagte der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören. „Ein Bundespräsident oder ein Bundeskanzler mit Migrationshintergrund sind sicher auch nur noch eine Frage der Zeit.“

dpa

 

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