Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Weil will gegen Islamfeinde demonstrieren

Pegida-Demo in Hannover Weil will gegen Islamfeinde demonstrieren

Der Widerstand gegen die angekündigte Pegida-Demo in Hannover wächst. Jetzt hat auch Ministerpräsident Stephan Weil seine Zusage für die Teilnahme an einer Gegenveranstaltung gegeben. Am kommenden Montag wollen Islamfeinde durch die Landeshauptstadt ziehen, erwartet werden bis zu 1000 Teilnehmer.

Voriger Artikel
Grünen-Landeschef Haude tritt ab
Nächster Artikel
Weil prangert Ausländerfeindlichkeit an

Foto: Wollen gemeinsam auf die Straße gehen: Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (l.), Ministerpräsident Stephan Weil (m.) und Innenminister Boris Pistorius (r.).

Quelle: dpa

Hannover. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will sich am kommenden Montag an der Gegenveranstaltung zur angekündigten Pegida-Demonstration in Hannover beteiligen. Unterstützung bei der Demonstration soll er von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Wirtschaftsminister Olaf Lies erhalten. "Wenn es aus Niedersachsen deutliche Signale gegen Pegida gibt, freut mich das. Bei einer Demonstration gegen Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung bin ich gerne auch selbst dabei", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. Für den 12. Januar hat die islamkritische Pegida-Bewegung erstmals in Hannover eine Demonstration angemeldet. Die Polizei rechnet für den Aufzug der Gruppe Hagida ab 18 Uhr in der Innenstadt von Hannover bislang mit 500 bis 1000 Teilnehmern. „Die genaue Route steht bisher noch nicht fest“, sagte Polizeisprecher Holger Hilgenberg.

Gegen die Veranstaltung in der Innenstadt hat sich ein breites Bündnis aus Politik und Wirtschaft formiert. Auch Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hat zum Protest aufgerufen. "Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Breite der Stadtgesellschaft zu einer Gegendemonstration zusammenzubringen", sagte Schostok am Dienstag. Auf die demokratiefeindlichen Ansichten, die die bundesweit agierenden Strippenzieher auf den Pegida-Kundgebungen verbreiteten, müssten Parteien und Parlamente mit Eindeutigkeit reagieren. Hannover sei eine weltoffene Stadt, die sich seit Jahren konstruktiv um die Integration von Einwanderern aus 170 Nationen bemühe. Schostok will auch selber an der Gegendemonstration teilnehmen.

Die Initiative „Hannover sagt: Licht aus für Rassisten“ hatte bereits vor dem Bekanntwerden der Hagida-Veranstaltung eine Aktion geplant. Ursprünglich sollte Solidarität mit Hannovers Partnerstadt Leipzig gezeigt werden, wo die sogenannte Legida demonstriert. Nachdem gestern eine Privatperson die Kundgebung des hannoverschen Pegida-Ablegers die Demo für den 12. Januar angemeldet hatte, wird die Solidaritätsbewegung für Leipzig nun zur Gegendemo.

Ein Vorbild, wie man sich erfolgreich der Pegida-Bewegung entgegenstellt, könnte Köln sein: Dort wurde am Montagabend zuerst der Dom aus Protest verdunkelt, wenig später sagten die Pegida-Veranstalter ihren Marsch ab, weil die Zahl der Gegendemonstranten zu groß gewesen war.

dpa/jki/frs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Pegida-Ableger in Hannover
Das Vorbild kommt aus Dresden: Hier demonstrieren Menschen gegen die angebliche Überfremdung durch Flüchtlinge und schwenken Deutschlandfahnen.

Der hannoversche Ableger der islamkritischen Pegida-Bewegung hat für kommenden Montag eine Veranstaltung in der Innenstadt angemeldet. Zu der Hagida-Demo erwarten die Veranstalter 500 bis 1000 Teilnehmer. Gegen die Veranstaltung formiert sich ein breites Bündnis aus Politik und Wirtschaft.

mehr
Mehr aus Niedersachsen
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.