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Niedersachsen Großen Parteien schwinden die Mitglieder
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15:40 18.01.2015
Niedersachsens mitgliederstärkste Partei bleibt die CDU. CDU-Generalsekretär Ulf Thiele verwies auf Anstrengungen der Christdemokraten, die Partei über inhaltliche und personelle Weiterentwicklung dauerhaft als Volkspartei zu verankern. Quelle: dpa
Hannover

Der Mitgliederschwund bei Niedersachsens großen Parteien hat sich 2014 fortgesetzt. Er nagte selbst bei den Grünen, die bis Ende 2013 kontinuierlich zugelegt hatten. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur schmolz ihre Mitgliederzahl bis Ende 2014 auf 6395 Mitglieder (Vorjahr: 6552). Schwund plagte auch den SPD-Koalitionspartner in der rot-grünen Landesregierung. Bis Ende September sank die Zahl auf 60.400 Genossen - ein Jahr zuvor waren es 61.900. Etwa ein Drittel davon sind Angestellte oder (Fach-)Arbeiter.

Niedersachsens mitgliederstärkste Partei bleibt die CDU, bei der die Zahl der Parteigänger allerdings um rund 2100 auf 64.657 Mitglieder sank. CDU-Generalsekretär Ulf Thiele verwies auf Anstrengungen der Christdemokraten, die Partei über inhaltliche und personelle Weiterentwicklung dauerhaft als Volkspartei zu verankern. „Erste Erfolge zeigen sich in einem Anstieg der Parteieintritte im Jahr 2014; in den letzten 12 Monaten konnten wir rund 1500 neue Mitglieder in der CDU in Niedersachsen begrüßen.“

FDP wertet Ergebnis als Erfolg

Ein ähnliches Bild ergab sich bei den kleineren Parteien. Die FDP hatte Ende 2014 in Niedersachsen 5231 Mitglieder (Vorjahr: 5488) - sie wertete das Ergebnis in einer Reaktion dennoch als Erfolg. „Damit haben in Niedersachsen im Jahr 2014 rund 300 Menschen weniger die FDP verlassen, als es jeweils in den Jahren 2010 und 2011 der Fall war.“ 2014 standen bei der Partei 220 neu aufgenommene 477 ausgeschiedenen Mitgliedern gegenüber - bei 61 davon handelt es sich um Todesfälle.

Die Linke zählte zum Jahresauftakt 2573 Mitglieder, machte aber keine Angaben zum Vorjahresstand. „Aufgrund der positiven Erfahrungen aus der Vergangenheit sind wir ganz optimistisch, dass wir schon 2015, spätestens zu den Kommunalwahlen 2016, wieder eine positive Mitgliederentwicklung zu verzeichnen haben werden“, meinte aber Manfred Sohn, der Vorsitzende der Links-Partei in Niedersachsen. Er würdigte den Mitgliederstand als „stabile Entwicklung in schwierigen Zeiten“, nachdem seine Partei bei der Landtags- und Bundestagswahl 2013 erhebliche Stimmen- und Mandatsverluste erlitten hatte.

Die einzige Partei, die entgegen dem Trend zulegt, ist die relativ junge Alternative für Deutschland (AfD). Nach Angaben von  AfD-Sprecher Daniel Biermann liegt die Zahl der Mitglieder bei 1816 in Niedersachsen (Stand: 16. Januar 2015). Bei der letzten Erhebung Anfang September 2014 seien es 1550 gewesen.

dpa

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