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Nach den Ferien starten 
87 neue Ganztagsschulen

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gibt Genehmigung Nach den Ferien starten 
87 neue Ganztagsschulen

Mehr als 60 Prozent der Schulen in Niedersachsen werden ab dem nächsten Schuljahr Ganztagsschulen sein. Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hat am Mittwoch in Hannover 87 neue Ganztagsschulen genehmigt, größtenteils Grundschulen, aber auch neun Oberschulen und sieben Gesamtschulen.

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Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat 87 neue Ganztagsschulen genehmigt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Zudem wurde für 48 Schulen, meistens neugegründete Gesamtschulen, auch der Wechsel von einem freiwilligen zu einem verpflichtenden Ganztagsschulangebot erlaubt, was höhere Verlässlichkeit für Eltern bringt. Landesweit wird es ab August rund 1800 Ganztagsschulen geben – damit kämen etwa 1600 Lehrerstunden mehr pro Woche landesweit zusammen. Neue Stellen seien in einem mittelfristigen Finanzplan bereits abgedeckt. Bis 2018 sollen insgesamt rund 418 Millionen Euro in den Ausbau der Ganztagsschulen fließen.

Für Eltern bedeute dies eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für Kinder stiegen dadurch die Bildungschancen, sagte Heiligenstadt. „Wenn Flüchtlingskinder nicht nur vormittags im Unterricht zusammen lernen, sondern nachmittags auch mit Gleichaltrigen spielen und Sport treiben, sprechen sie besser Deutsch“, meinte die Ministerin. In Pflicht-Ganztagsschulen sei es auch möglich, nachmittags zu unterrichten und sich etwa am Vormittag mal Zeit zu nehmen, einen Konflikt in der Klasse zu lösen. Lehrer können sich Angebote am Nachmittag jetzt genau wie den Fachunterricht auf ihre Regelstundenzahl anrechnen lassen. Vorrang werde aber die Sicherstellung des Pflichtunterrichts haben, sagte Heiligenstadt: Mathematik- und Physiklehrer würde man wohl eher weniger für AG-Angebote einsetzen können.

Anstatt über Reitunterricht zu reden, sollte Heiligenstadt lieber die Unterrichtsversorgung sichern, sagte FDP-Schulpolitiker Björn Försterling. Kai Seefried (CDU) sagte, dass die Einbindung außerschulischer Kooperationspartner wie Vereine und Musikschulen in den Ganztag noch völlig unklar sei.

Hier ändert sich was

In Hannover sind jetzt die Grundschulen Kronsberg, Kleefeld, An der Feldbuschwende sowie die Fichteschule im Ganztagsbetrieb. Weiterhin werden das Gymnasium Burgdorf, die IGS Burgdorf, die Grundschule Godshorn in Langenhagen sowie zwei Grundschulen in Seelze ganztägige Betreuung anbieten. Das offene Ganztagsangebot des Gymnasiums Goetheschule sowie der Heisterbergschule wird künftig an zwei Tagen verpflichtend, ebenso an der IGS Badenstedt an mehr als drei Nachmittagen.

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