Volltextsuche über das Angebot:

25°/ 14° Gewitter

Navigation:
Neues Hundegesetz soll im Sommer kommen

Haftpflicht für Hunde Neues Hundegesetz soll im Sommer kommen

Nach langem Streit im vergangenen Jahr soll nun in diesem Sommer ein neues niedersächsisches Hundegesetz kommen. Nach einem vom Ministerium bestätigten Bericht der „Bild-Zeitung“ (Freitag) sollen alle Hundehalter eine Haftpflicht für ihr Tier abschließen.

Voriger Artikel
Städte und Opposition gegen Steuersenkungen
Nächster Artikel
Niedersachse bewirbt sich um Linke-Vorsitz
Quelle: dpa (Archiv)

Nach langem Streit im vergangenen Jahr soll nun in diesem Sommer ein neues niedersächsisches Hundegesetz kommen. Ein früherer Entwurf von Ex-Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) war an der Kritik des Koalitionspartners FDP gescheitert. Auch Hundehalter und Tierärzte protestierten. Auslöser für eine schärfere Regelung sind mehrere Beißattacken aggressiver Hunde.

Gekippt wurde der Plan, dass Hundehalter, deren Vierbeiner größer als 40 Zentimeter Schulterhöhe oder schwerer als 20 Kilo sind, ihre Kompetenz im Umgang mit dem Tier nachweisen müssen. Die Grünen im Landtag begrüßten die Korrektur.

Nun sollen nach einem vom Ministerium bestätigten Bericht der „Bild-Zeitung“ (Freitag) alle Hundehalter eine Haftpflicht für ihr Tier abschließen. Die niedersächsische Linksfraktion fordert eine solche Vorschrift schon seit langem und hatte einen eigenen Gesetzentwurf vorgelegt. „CDU und FDP hatten keine Lust sich damit zu befassen. Jetzt soll wohl die neue Ministerin zeigen, wo es lang geht“, kritisierte die Linke.

Neu angemeldete Hunde bekommen nach dem Plan des Ministeriums einen Chip implantiert mit Angaben zum Halter. Wer keinerlei Erfahrung hat und sich zum ersten Mal einen Hund anschafft, soll künftig einen Kompetenz-Nachweis erbringen. „Der Halter muss dann nachweisen, dass er grundsätzlich über die Hundehaltung Bescheid weiß“, sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Donnerstag. Wie genau der Nachweis aussehen muss und ob der Besuch einer Hundeschule vorgeschrieben ist, sei noch unklar.

Die neue Regelung sei mit der FDP abgesprochen, sagte der Ministeriumssprecher. Die Regierung wolle das Gesetz möglichst noch im Sommer durch den Landtag bringen. Der jetzige Entwurf sei aber erst einmal zur Abstimmung anderen Ministerien zugeleitet worden.

Die SPD im Landtag sind die Pläne der neuen Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) nicht konkret genug. „Frau Grotelüschen setzt die Ankündigungspolitik ihres Vorgängers nahtlos fort“, kritisierte Karin Stief-Kreihe, agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Befähigungsnachweis
Astrid Grotelüschen

„Ich verfolge das Thema schon als Mutter dreier Kinder seit Langem und sehe da Handlungsbedarf“, sagt Astrid Grotelüschen (CDU), Niedersachsens neue Landwirtschaftsministerin. Die Rede ist von der Haltung aggressiver Hunde. Die will die Ministerin mit einem Gesetz beschränken.

  • 11 Kommentare
mehr
  • Immer wenn das Geld knapp wird Kai H. – 25.08.10 Wer seine Hunde beim Züchter kauft, bekommt den Hund eh nur gechippt. Das man den Hund versichert bzw. versteuert ist doch sowieso klar. Anscheinend reichen diese Geldquellen nicht aus um irgendwo wieder mal ein Finanzloch zu stopfen, jetzt müssen die Halter auch noch einen Nachweis erbringen, der den Umgang mit Hunden klärt. Es muß endlich mal aufhören, dass gelangweilte überbezahlte Politiker Gesetze zur Abstimmung bringen können, die völlig sinnlos sind. Das Schlimmste daran ist, dass diesen Politikern auch noch zugehört wird anstatt sie des Amtes zu entheben.
  • Jetzt reichts ! Renate Schmid – 27.07.10 Erst die Hunde Chippen, dann uns Menschen, oder was sollen diese Experimente? Zwänge wohin wir schauen. Was soll das? Wir sollten uns aber darüber klar sein, das wenn wir immer alle nur einzeln protestieren nichts bringt, sondern Handlungen sind gefragt!
  • Hundeverordnungen Konstantin Darampoucas – 16.05.10 Heute ist mein Hund mal wieder gebißen worden. Zugegeben waren es keine schweren bzw. lebensbedrohlichen Verletzungen, aber das liegt allein am Zufall und/ oder an meinem friedlichen Hund. Und nein, es war kein böser und als gefährlich eingestufter "Kampfhund", sondern einer dieser scheinbar ungefährlichen Rassen, die von Geburt an friedlich und freundlich sind. Mein Hund ist der "Kampfhund" (Bullterrier), für den ich mir von anderen Nicht-Kampfhundhaltern dumme Sprüche anhören lassen muss, dass mein Hund ein duseliges Lamm wäre, dass von mir unnatürlich devot und verträglich erzogen wurde. Es ist kaum noch zu ertragen, dass man sich jeden Tag von wildfremden Leuten beleidigen und diskriminieren lassen muss, weil man einen Hund bestimmter Rasse hält, obwohl man seinen Hund zu einem Lamm erzogen hat und gleichzeitig andere Nicht-Listenhundhalter damit kokettieren, dass ihre Hunde autonom handeln, auch mal zubeißen wenn ihnen etwas nicht passt, oder sich bedroht fühlen, aber man als Listenhundhalter geächtet wird. Es reicht einem langsam, dass man sich als Kampfhundehalter an alle Vorschriften hält und seinen Hund nur angeleint und kontrolliert führt, während andere Nicht-Kmapfhundehalter weder Ahnung von Hundeerziehung haben, noch sich darum kümmern und sich auch ansonsten um die Verordnungen kümmern. Es wird Zeit, dass die Politiker die unzähligen wissenschaftlichen Studien nicht ignorieren, in denen klar und deutlich erklärt wird, dass Kampfhunderassen keine übersteigerte Aggression haben und endlich vernüftige Gesetze schaffen, die den Halter in die Verantwortung zieht. Solange das nicht passiert, werden weiterhin Schäferhund und Co. weiterhin für Vorfälle sorgen.
  • Sachkundenachweis H.P. Schnatz – 08.05.10 Früher noch wohnhaft in NRW, heute in Niedersachsen, habe ich einen Sachkundenachweis ablegen müssen, um einen sogenannten Kampfhund aus dem Tierheim zu bekommen. Einen tauben Hund habe ich aufgenommen, der durch viel Arbeit und Training letztendlich auch den in NRW vorgeschriebenen Wesenstest bestanden hat. Die Rasse meines Hundes steht im Gegensatz zu NRW hier in Niedersachsen nicht auf der sog. Rasseliste, was auch richtig ist. Schäferhunde von denen erwiesener Maßen die meisten Beissattacken ausgehen (Hessische Studie zwischen 2004 2007) stehen jedoch nicht auf der Liste. Hier hatten die Lobbyisten wie auch immer bei der damaligen Ministerin B. Höhn wohl ihren Einfluss geltend gemacht. Grundsätzlich plädiere ich aber für einen Sachkundenachweis, da viel Menschen gar nicht wissen was sie sich da ins Haus holen (z.B. Jack Russel=für mich einer der gefährlichsten Hunde)
  • Hundegesetz stan – 07.05.10 Wie schön für unsere Politiker, dass sie keine anderen Sorgen haben.
  • Hexen und Hundevervolgung, ein Zufall Der Vollstrecker – 07.05.10 Hexen und Hundeverfolgung, ein Zufall!!!

    Oder haben wir das einer Hexe zu verdanken??

    „...endlich - wenn es dem Staat mit der im Grundgesetz verankerten Achtung vor der Würde des Menschen ernst ist - einen Paragraphen im neuen Strafgesetzbuch aufzunehmen, der Frauen und Mütter davor schützt, als Hexen verfolgt zu werden.“

    Hamburg, 1954



    Mit der Verfolgung Unschuldiger hat es Hamburg schon immer gehabt. Erinnern wir uns an den Hexenwahn vor 200 Jahren. Heute weis man das die Hexen ein Hirngespinst war.
    Wann merken die Politiker in Hamburg heute, dass Kampfhundewahn auch ein Hirngespinst ist!!
  • Hundehetze Eddy – 07.05.10 Die ganze Welt brennt und unsere Politmarionetten verblöden die Hirne durch Kampfhund-Wahn etc.
    Von den Hunden geht keine Gefahr aus, doch durch diese primitive Hetze werden Gefahrenherde installiert.
    Wir haben jetzt 10 Jahre Hundeholocaust ertragen. Jetzt müssen sich die sogenannten Volksvertreter endlich in den Griff bekommen.
    Man kassierte uns ab, nahm uns unsere Hunde, klaute uns das soziale Leben und machte einige Halter krank und einige Halter starben.
    Also Volksgenossen, versucht es einmal mit Vernunft und schaltet euer Hirn ein!
  • Hundegesetz Argusauge – 07.05.10 Eine wage Ankündigung eines Gesetzes reicht ebenso wenig aus wie eine in der persönlichen Geschichte der Ministerin begründete Angst vor Hunden. Auch wir hatten kleine Kinder, denen wir zunächst den richtigen Umgang mit Hunden vermittelten und ihnen ab 6. Lebensjahr des Ältesten die Möglichkeit gaben, mit einem Hund verantwortungsvoll umzugehen.
    Da Frau Grotelüschen Besitzerin einer Putenbrüterei sein soll, in der dem Vernehmen nach zwischen 5 und 10 Millionen Puten durch Schnabelkürzen extrem gequält und durch andauernden Schmerz beim Picken fortwährend geschädigt werden, aber auch in ihrem Mastbetrieb Puten unter tierquälerischen Bedingungen hält, die, wie wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, Brustblasen und schmerzhafte Fußballengeschwüre zur Folge haben, sollte sich die smarte Dame sich erst einmal um den Schutz der Puten kümmern, die ihrer Gewalt und Willkür schutzlos ausgeliefert sind.
    Nein, mit Frau Grotelüschens Berufung machte Ministerpräsident Wulff in der Tat den Bock zum Gärtner, wie ein Tierschützer neulich auf N3 zutreffend beklagte.
  • Hundehaltung Schultheiss – 07.05.10 Leg Dich mit Politikern an und Du wirst (meist) belogen und betrogen!
    (Siehe z.B. auch: Erhöhung des Kindergeldes, jedoch NICHT für Kinder, die von der Sozialhilfe leben müssen!)

    Hundehaftpflicht ist gut, Hundeführerschein ist gut, doch die Gefährlichkeit eines Hundes an der Größe fest zu machen, ist Idiotie!
  • Die sind irre Maggy – 07.05.10 Warum habe ich das Gefühl, zunehmend mehr in eine faschistische Ordnung zu gleiten. Kennzeichnungspflicht, Versicherungspflicht, die Gefahr wird an Äußerlichkeiten festgezurrt, Regulierungswahn, Kontrollen, Verbote, die Kriminellen lässt man laufen, die Kleinen werden drangsaliert. Radrennfahrer dürfen alles, was im Wege steht, umnieten, die Hundehaltung wird zur kriminellen Handlung, das hier ist ein großes Irrenhaus.

    Während angesichts der offenen Grenzen der illegale Welpenhandel blüht, macht man gerade einer Welpenkäuferin wegen der Einfuhrpapiere das Leben schwer. DAS ist das gegenwärtige Deutschland. Und die Politiker? Keine Partei ist mehr wählbar.
  • Weg mit ihr! sapmi – 07.05.10 Als Mutter von drei Kindern verfolge sie das Thema schon lange ..., so die Grotelüschen. Diese Aussage beweist, dass dieser Dame jede Objektivität fehlt und sie somit ungeeignet ist, ihr Amt neutral auszuüben.
    Frau Grotelüschen, in der Politik haben Lobbyisten und Leute, denen es an Objektivität mangelt, nichts zu suchen! Treten Sie zurück!
    Herr Wulff, in der Politik haben Grotelüschen nichts zu suchen, entfernen Sie die Dame aus dem Amte!
  • Angeklagter – 06.05.10 Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.
  • Politiker und Hunde Rubber Duck – 06.05.10 Leg' Dich mit Hundehaltern an und Du kannst Dein Amt begraben."
    (Konrad Adenauer, 1876 - 1967, deutscher Bundeskanzler 1949-1963 und ROTTWEILERHALTER )
  • Können vor Lachen Der grosse boese Wolf – 06.05.10 Natürlich wäre es begrüßenswert wenn alle Hundehalter eine Haftpflichtversicherung für ihre Tiere abschließen würden. Können viele aber nicht, jedenfalls nicht zu bezahlbaren Prämien.

    Nach der Hexenjagd auf sogenannte "Kampfhunde", die unfähige SPD-Politiker wie Runde, Funke und Bartels seit 2000 losgetreten haben, sind einige Rassen vormals unverdächtiger Familienhunde nämlich gar nicht mehr versicherbar.

    Auch ein Sachkundenachweis für Tierhalter wäre begrüßenswert denn er würde sehr viel Tierleid verhindern das durch falsche Haltung und Behandlung verursacht wird. Aber bitte nicht nur für Hundehalter sondern für alle Tierhalter, und zwar auch sogenannte "erfahrene"! Denn das ein "erfahrener" Tierhalter seit 30 Jahren alles falsch macht erleichtert dem betroffenen Tier das Leben keineswegs. Und auch ein Kanarienvogel oder Goldhamster hat ein Anrecht auf artgerechte Haltung und Behandlung.

    Doch es gibt sowohl für Hundehalter wie auch für andere Tierhalter bisher keinerlei Möglichkeiten einen solchen Sachkundenachweis überhaupt abzulegen da es an fachkundigen Stellen mangelt bei denen man dies tun könnte. Erst einmal die notwendige Infrastruktur schaffen, Frau Großelusche, dann große Töne spucken.

    Viel wichtiger als solche Placebogesetze wäre es, die Haltung gefährlicher Tiere und Wildtiere aller Art in Privathand zu verbieten. Aber für sinnvolle Gesetzgebung reicht es wohl auch bei Ihnen nicht, Frau Großelusche, da stehen Sie vollständig in der Tradition Ihrer Vorgänger aus SPD und CDU.
Mehr aus Niedersachsen
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.