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Pistorius will Asylunterkünfte „einmotten“

Flüchtlingszahlen Pistorius will Asylunterkünfte „einmotten“

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) warnt davor, angesichts aktuell stark gesunkener Flüchtlingszahlen, Asyleinrichtungen zu schließen. Pistorius sagte der HAZ, die Entwicklung der Flüchtlingszahlen sei derzeit nicht planbar: „Wir müssen uns auf alles gefasst machen.“

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Weil die Flüchtlingszahlen derzeit stark gesunken sind, will Innenminister Boris Pistorius einige Flüchtlingseinrichtungen "einmotten".

Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Das Land Niedersachsen gehe auch in diesem Jahr vom Zuzug von 100.000 Flüchtlingen aus, für die 40.000 Plätze in Erstaufnahmeinrichtungen und Notunterkünfte bereit stehen. Derzeit sind nach Pistorius’ Angaben in diesen Asylunterkünften nur 10.000 Plätze belegt. Der Landesinnenminister sagte, es wäre in dieser ungewissen Situation aber „unverantwortlich, die Kapazitäten drastisch herunterzufahren“. Pistorius erarbeitet derzeit ein Konzept, wie die Asyllager „so eingemottet“ werden können, dass sie im Bedarfsfall sofort bereitstehen.

Nach der jüngsten Berechnung des Statistischen Landesamtes sind im vergangenen Jahr so viele Menschen aus dem Ausland nach Niedersachsen gekommen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Rund 183 000 Menschen zogen 2015 insgesamt nach Niedersachsen. Nur Anfang der 90er Jahre seien noch mehr gekommen. Nach Abzug derjenigen, die Niedersachsen vergangenes Jahr Richtung Ausland verlassen haben, bleibt ein sogenannter Wanderungssaldo von rund 105 000 Menschen. Das waren doppelt so viele wie noch im Jahr davor.

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Innenminister Pistorius
Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) stellt am 24.04.2014 während einer Pressekonferenz in Hannover (Niedersachsen) die Empfehlungen einer Expertenkommission für die Reform des Verfassungsschutzes in Niedersachsen vor. Foto: Holger Hollemann/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ist trotz aktueller Leerstände in den Unterkünften auf 100.000 Flüchtlinge in diesem Jahr vorbereitet. Auch wenn gerade weniger Flüchtlinge kommen, will Pistorius keine Aufnahmekapazitäten abbauen.

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