Navigation:
AboPlus Online-ServiceCenter
Nachrichten Politik Niedersachsen

Computerspiele

Niedersachsen drängt auf strengere Altersfreigabe

Die Anzahl der jugendlichen Computerspielsüchtigen in Deutschland wächst dramatisch an. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN), die am Montag in Hannover vorgestellt wird.

Lesezeichen setzen:
090315-poli-comp1.jpg

Die Suchtgefahr bei Computerspielen steigt.

© David Hecker/ddp

Allein unter deutschen Neuntklässlern gibt es demnach mehr als 14.000 Jugendliche, die computerspielsüchtig sind. 23.000 weitere gelten als stark suchtgefährdet. Nach Informationen dieser Zeitung will die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) den suchtgefährdenden Spielen den Kampf ansagen. Das Ziel: Programme, wie das bei Jugendlichen besonders beliebte Online-Rollenspiel „World of Warcraft“, sollen für diese Altersgruppe verboten werden.

Nach dem Amoklauf in Winnenden in der vergangenen Woche stehen Computerspiele in der Kritik. Tim K., der 16 Menschen tötete, spielte offenbar intensiv das Spiel „Counterstrike“. KFN-Direktor Christian Pfeiffer hält es deshalb für möglich, dass auch Tim K. an der Computersucht litt. „Die Anzeichen würden passen“, sagte er gestern.

Die Folgen der Droge Computerspiel sind dramatisch: Die jungen Computerspielsüchtigen schlafen bedeutend weniger als ihre Mitschüler, sie haben oft keine anderen Hobbys, und sie bauen in der Schule ab. Außerdem steigt das Selbstmordrisiko um ein Vielfaches. Für die bundesweit größte Studie dieser Art, wurden in den vergangenen beiden Jahren bundesweit 15 000 Neuntklässler befragt.

15-Jährige in Deutschland spielen an Schultagen im Durchschnitt 130 Minuten lang am Computer – 40 Minuten mehr als noch 2005. Ob ein Jugendlicher auch süchtig wird, hängt aber entscheidend davon ab, welches Spiel er spielt. Vor allem das Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ (WoW) – freigegeben ab zwölf Jahren und mit 11,5 Millionen Nutzern weltweit das meistverkaufte Spiel in diesem Genre – berge enormes Suchtpotenzial. Knapp jeder fünfte WoW-Spieler ist der Studie zufolge süchtig oder gefährdet. Auch „Guild Wars“ und Ego-Shooter wie „Counterstrike“ weisen ein erhöhtes Suchtrisiko auf.

Niedersachsens Sozialministerin Ross-Luttmann plant, möglichst schnell die Bewertungskriterien zu ändern, nach denen die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) die Altersfreigabe von Computerspielen festlegt. Sie wird hierzu ein Konzept vorlegen, was dann allerdings noch mit den Ländern abgestimmt werden müsste. Suchtgefährdende Spiele könnten dann nur noch für Erwachsene zu kaufen sein. Die USK prüft bisher nur, ob die Darstellungen von Gewalt und Sexualität mit dem Jugendschutz vereinbar sind.

[Dirk Schmaler]

  • Schuld ferner l. 25.03.09
    Computerspiele mit gewaltverherrlichedem oder realistischer Gewaltdarstellungen haben mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Mitschuld an dem Amoklauf. Nicht ohne Grund baut die USA in ihrer Armee die Hemmungen vor Mord mittels einem Computerspiel ab.

    Schuld an der Sucht sind allerdings auch die Eltern. Gab es zum Anfang des Fernsehens die gleichen Diskussionen, so gab es dort auch eine stärkere Einschränkung der meisten Eltern. Das Kind in sein Zimmer hochzuschicken und dort alleine Entscheidungen zu fällen, was es mit seiner Zeit anfängt ist falsch.

    Ich denke Spiele tragen nicht die ganze Last - sind doch aber daran beteiligt. Jeder der dies absolutistisch von sich weist ist meiner Meinung nach weltfremd.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Unverständlich Gamer 17.03.09
    Es ist schon traurig wie sehr die Öffentlichkeit sich darauf versteift, Computerspielen die Schuld für menschliches Versagen zuzuschieben.

    Wieviele Jugendliche spielen mehrere Stunden in der Woche PC Games ala Counterstrike oder World of Warcraft?
    Nahezu jeder...und wieviele laufen Amok? Genau, ein verschwindend geringer Teil.
    Und warum? Weil in praktisch all diesen Fällen massives Mobbing oder sonstwas stattgefunden hat.
    Und jetzt hätt ich gern von diesen ach so tollen Spezialisten und Menschenkennern erklärt bekommen was genau das mit Computerspielen zu tun hat?
    Genau nichts, denn wenn ich ständig nur gemobbt werden würde, sowieso schon psychisch labil bin und keine Freunde habe mit denen ich reden kann, dann würd ich auch irgendwann mal sagen so jetzt reichts.
    Ob ich jetzt aber Computerspiele zocke oder nicht würde da genau keinen einfluss drauf haben weil Freunde haben kann man auch wenn man spielt, oft sogar mehr als so manch "normalo" der in seinem leben noch kein PC Game gesehn hat weil man durch Onlinespiele oft auch nen Haufen Real Life Freunde findet.
    Ebenso kann man Arbeiten gehn, ne Freundin haben und schlicht ein geregeltes Leben führen.

    Ich selbst habe fast 10 Jahre lang Conterstrike gespielt, spiele sogar jetzt noch ab und an wenn ich Bock drauf hab, spiele auch World of Warcraft recht erfolgreich wenn man so sagen will denn was ist schon Erfolg in nem PC Game...^^

    Ich hab trotz dieser, laut der öffentlichen Meinung zum Amoklauf führenden Tätigkeiten, einen guten Job, ein schickes Auto, ein Haus, nen ganzen Haufen Freunde/Bekannte und bin ein sehr ausgeglichener Mensch, so wie sehr sehr viele, andere Gamer auch.

    Was ich nicht bestreite ist, das solche Games nen gewissen Suchtfaktor beinhalten, da muss man einfach selber so weit sein zu sagen, jetzt is genug.
    Bei Jugendlichen is das sicher schwieriger da sie meist keine Verpflichtungen haben denen sie nachgehen müssen, da wären dann halt die Eltern gefragt.
    Mit vielleicht 15 Jahren denkt man sich noch nicht viel dabei aber wenn ich mit 20 noch nicht erkennen kann das ich zu viel spiele, dann hab ich sowieso ein gröberes Problem.
    Ne Freundin wirkt in so nem Fall oft Wunder, denn die würd ich 1000 mal lieber durch die Federn scheuchen als irgendwelche künstlichen Pixel über den Bildschirm^^
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Pauschalisierungen sind Gift für den Verstand Spectator 17.03.09
    Nicht den Zorn der Spielercommunity, eher den Zorn rational und freiheitsliebender Menschen ziehen sie hier auf sich.

    Oder glauben sie im Ernst, dass alle der weltweit hundertmillionen Spieler, die an den verschiedensten Online Rollenspiele teilehmen, in einer verwahrlosten Bude hausen und keinen Kontakt zur Ausenwelt mehr pflegen?

    Was genau sollen sie verpassen? Etwa die Dinge, die ihren, wahrscheinlich eher altmodischen gerichteten, Werten entsprechen und anscheinend das einzig Richtige darstellen?

    Ist ihnen vielleicht schon einmal in den Sinn gekommen, das der große Anreiz dieser Online Spiele die soziale Interaktion darstellt? Dass sie im Grunde mit einem Vereinsleben gleichzusetzen sind? Das dies eine neue Form menschlicher Interaktion darstellt und keine "Sucht"? Dass die wenigsten der huntertmillionen Onlinespieler verwahrloste Taugenichtse sein können, da ansonsten die gesamte westliche und asiatische Welt bereits jetzt zusammengebrochen sein müsste?

    Herr Kretschmer spielte Tischtennis, lassen sie sich das mal durch den Kopf gehen! >.>'
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Warum immer verbieten? Interessierter Leser 16.03.09
    Warum rufen dioe Politiker immer verbieten? Ist das ihre einzige Lösung für alles? Verbieten, getreu nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn? Ein ziemliches Armutszeugnis meiner Meinung nach. Als ich noch zur Schule ging, haben mir meine Eltern klar gemacht, dass Schule dem Vergnügen vorgeht. Daher musste ich immer meine Hausaufgaben machen, bevor ich spielen gehen durfte (dazu gehörten auch Videospiele). Solche klaren Sitten und Richtlinien in der Erziehung fehlen heute. Aber es gibt ja eine Alternative "Verbieten"? Der Staat macht es ja für mich, ich muss ja nicht auf meine Kinder aufpassen. Ist ja typisch. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • sucht computerspiele honigfee 16.03.09
    computerspiele wie world of warcraft gehören verboten. auch wenn ich jetzt den zorn der spielercomunity auf mich ziehe, aber ihr merkt doch schon gar nicht mehr, wie lange ihr vor den pcs sitzt, wie aggressiv ihr eure mitmenschen anblafft, wenn man euch was fragt und ihr merkt gar nicht mehr, was ihr verpaßt! ein spiel, dass einen gekündigten account frei hält und jeder zeit kann man ihn wieder aktivieren. nächtelang in vermüllten zimmmern auf dieses verdammte spiel glotzen und dem rest der welt, den menschen, die euch lieben, verloren gehen.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Thema verfehlt, setzten 6! FG 16.03.09
    Es ist intressant, das ein derartiges Debakel mal wieder aufflammt, obwohl es schon längst diskutiert und abhakt sein sollte. Durch derartige Artikel wird ganz Klar vom eigentlichen Thema abgelenkt.

    Wo kommen die Probleme her, die den Jungen dahin getrieben haben, ein derartige Tat zu begehen?

    Sicher ist, dass nicht es vom Spielen am PC kommen kann. Vermutlich hat dieser nur nicht mehr ausgereicht, um den Stress, den gesellschaftlichen Druck und das fehlverhalten seiner Schulkameraden auszugleichen.

    Die Gründe für diese Tat liegen wahrscheinlich nicht darin, sich einzig ein Rachgelüst oder ähnlichem hinzugeben. Meiner Meinung nach, war es im Grunde das, was keiner zu diskutieren im Stande ist: Die Gesellschaft geht vor Leistungsdruck und steigendem Egoismus bzw. eienr egozentrischen Denkweise zugrunde.

    Wenn die wir was ändern möchten, sollten wir uns alle selber Fragen, was wir tun können, um die Gesellschaft besser zu machen. Es würde schon reichen einige Handlungsweisen zu überdenken, offener und vertrauensvoller zu werden. Dies ist kein "habt Euch alle Lieb" Apell, sondern Zielt auf das ab, was jeder irgendwann mal kennengelernt hat, die kleine hänselei in der Schule, bis hin zur Ausgrenzung, weil man typischer Weise, nicht die neuste Mode trägt.

    Von unseren Volkvertretern sollte hier nicht unbedingt erwartet werden, dass sie Abhilfe (vor allem schnell) schaffen können. Sie verteten uns und tuen das, was viele von uns erwarten, eine schnelle Lösung bieten, die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nichts bringt.

    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Realität reckless68 16.03.09
    Wer im wirklichen Leben Abenteuer erlebt und Freunde hat, braucht beides nicht in der virtuellen Welt suchen. Solange in diesem Land Kinder mit ihrem natürlichen Drang zu auch mal lautstarker Betätigung als Lärm und Störquelle wargenommen und weggeklagt werden ist dies ebenso ein Faktor wie Eltern, die nicht mehr wissen, was ihre Kinder am PC machen, "nette" Mitschüler und falsch behandelte Depressionen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • @808 C.P. 16.03.09
    Niemand gibt den "Killerspielen" irgendeine Alleinschuld, da sollte man schon genauer lesen. Leider spielen solche Computerspiele bei Amokläufen immer eine traurige Nebenrolle, ich schätze, dass hat einen Grund. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Killerspiele? 808 16.03.09
    Wieso wird nicht mal darüber diskutiert, weswegen der Junge behandelt worden ist oder welche Medikamente (Stichwort Nebenwirkungen) er genommen/bekommen hat (siehe auch http://boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15752/).

    Immer wird den sog. "Killerspielen" die Schuld gegeben, weil scheinbar keine anderen Gründe für die Tat ermittelt werden können.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Suchtgefahr besteht, ja. Soziale Ausgrenzung findet statt, ja. Aber *warum*? Arnd Jaekel 16.03.09
    Ich will gar nicht darüber spekulieren, inwieweit diese Studie
    repräsentativ und tragfähig ist. Eines macht mir - wie bei so vielen
    Veröffentlichungen des KFN/Dr. Pfeiffer - erhebliche Bauchschmerzen:
    Diese Studie zeigt nur, was offensichtlich ist.

    Es ist doch nie ernsthaft bestritten worden, dass Computerspiele
    süchtig machen können. Damit gehören Computerspiele in die gleiche
    Kategorie wie Zigaretten, Alkohol, Glücksspiel und viele andere
    Dinge. Alles Dinge, die nicht verboten sind, aber auf dafür
    empfängliche Menschen zur Sucht führen können. Auch Lesen, Internet
    und reale Rollenspiele können zu Suchtverhalten führen. Das sind
    keine neuen Erkenntnisse.

    Wer süchtig ist, grenzt sich selbst aus und wird in letzter
    Konsequenz auch von Anderen ausgegrenzt. Das ist Teil des
    Suchtverhaltens und wirkt sich je nach gesellschaftlicher Bedeutung
    und konkreter Ausübung der Sucht mehr oder minder stark auf die
    Akzeptanz aus. Während Raucher und Alkoholsüchtige ihre Sucht in
    Gesellschaft befriedigen können, ziehen sich Internet- und
    (Computer-) Spielsüchtige dahin zurück, wo sie ihrer Sucht nachgehen
    können. Das ist beinahe schon triviales Grundwissen.

    Daraus entwickelt Herr Dr. Pfeiffer eine Studie, die nach Kriterien,
    die ich nicht nachvollziehen kann, eine Statistik erstellt. Diese
    Studie wird aber nicht einfach der Allgemeinheit als Ergebnis
    präsentiert, sondern direkt an die niedersächsische Landesregierung
    übermittelt, die daraus eine Behandlung von Computerspielen wie
    Drogen ableitet. Die Schlagzeile der heutigen HAZ lautet
    entsprechend: "Niedersachsen will Computerspiele als Drogen
    verbieten"

    Ich wüsste nur zu gerne, warum dieser, nach erstem Überfliegen textgleiche Artikel, anders
    überschrieben wurde.

    So ehrenwert die Motive für eine solche Studie auch sein mögen, die
    Art und Weise, in der Dr. Pfeiffers Studien einerseits offenbar immer
    seinen persönlichen Auffassungen entsprechen und andererseits immer
    wieder den politischen Befürwortern seiner Auffassung und Ziele
    bekannt sind, noch bevor sie in einschlägigen Veröffentlichungen
    auftauchen, erweckt bei mir erhebliche Zweifel an ihrer Neutralität.
    Ich kann mich an keine Veröffentlichung erinnern, die nicht von
    vornherein mit politischen Forderungen in Verbindung stand.

    Das ist ein zentraler Kritikpunkt. Der andere liegt in der
    konsequenten Missachtung der Frage des sozialen Hintergrundes, der zu
    den angeprangerten Verhaltensweisen erst geführt hat. In der heutigen
    Gesellschaft sind erhebliche Veränderungen zu den Strukturen vor 25
    Jahren, der letzten Generation sozusagen, zu beobachten. Damit ziele
    ich nicht auf das Fehlen vergleichbarer Suchtfaktoren ab, also dass
    Internet und darauf aufbauende Computerspiele noch nicht verfügbar
    waren. Extreme Nutzung von Computerspielen gab es auch schon damals
    sehr wohl.

    Die Veränderungen liegen in der Familie und den finanziellen
    Erfordernissen, zu denen eine Familie heutzutage führt, aber auch im
    heutigen Bildungssystem. Doppelverdiener sind längst zur Regel
    geworden, Alleinerziehende bilden eine immer größere Gruppe und
    Arbeitslosigkeit stellt einen stetig wachsenden Risikofaktor in der
    Lebensplanung heutiger Jugendlicher dar. Es fehlen also gerade im
    täglichen Leben vieler Kinder und Jugendlicher die Regelmäßigkeiten,
    die einer Sucht oftmals entgegenstehen. Darüber hinaus, entfallen
    auch oft Rückhalt durch Lehrer und befreundete Mitschüler, weil sich
    Schule immer weiter in Richtung Massenabfertigung bewegt. Hier fehlen
    Lehrer, Psychologen, Mittel für AGs und sonstige Angebote, die einen
    Gegenpol und eine Alternative zu Alkohol und Computersucht darstellen
    könnten.

    Das sind meines Erachtens viel wichtigere Aspekte, weil diese sich
    mit den Ursachen für zunehmende Realitätsflucht in Computerwelten
    oder Alkoholexzesse auseinandersetzt. Ich sehe in diesem
    Suchtverhalten vieler Kinder und Jugendlicher nicht die Auswirkung
    von Computerspielen und mangelnden Kontrollen beim Alkoholverkauf,
    sondern das Ergebnis einer Aushöhlung der sozialen Strukturen in
    Familie und Bildung. Diese Studie befasst sich nur mit dem Resultat
    von Versäumnissen, anstatt sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen.
    Das ist der größte Mangel dieser Studie.

    Selbst wenn man die Studie selbst als neutral und repräsentativ
    betrachtet, vermisse ich jegliche Neutralität des Verfassers.

    Arnd
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • GFK Warum.... 16.03.09
    ... wird über die Waffen der Sportschützen nicht genauso diskutiert wie über die "Killerspiele" ? Die HAZ wird mir immer unsympatischer. Man liest nur noch über böse ÜSTRA und böse Computerspiele. Sowas von einseitig. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • GFK Warum.... 16.03.09
    ... wird über die Waffen der Sportschützen nicht genauso diskutiert wie über die "Killerspiele" ? Die HAZ wird mir immer unsympatischer. Man liest nur noch über böse ÜSTRA und böse Computerspiele. Sowas von einseitig. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Mobbing an Schüler Mru 16.03.09
    Der junge ist, wie bereits von seinen Mitschülern zugegeben, übelst gemobbt worden. Wieso wird darüber nicht gesprochen. Es wird übelst auf PC-Spiele rumgehackt, weil er Counterstrike auf seinem PC hatte, wass eh die meisten Jungs seines Alters auf der Festplatte haben.
    Wenn Jugendliche nicht in der Schule so übelst in der Schule gemobbt werden würden, würde dies mehr bewirken als jedes Waffen- oder Spieleverbot. Aber darüber liest man wieder eimal GAR NICHTS. Warum eigenntlich?
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Unglaublich .... P.H. 16.03.09
    Da kann ich D.R. nur zustimmen. Counterstrike ist je nach Version bereits erst ab 18 Jahren zu kaufen und dennoch spielen es viele Jugendliche unter diesem Alter. Verbote werden daran auch nichts ändern. Soll exzessives Spielen verhindert werden, müssen die Eltern in die Pflicht genommen werden. Allerdings müssten diese sich mit der Materie auseinandersetzen.

    Das schlimmste ist, dass das ganze nun wieder mit dem Amoklauf in Verbindung gebracht wird. Nahezulegen, dass ein Computerspiel für diese Tat verantwortlich ist, wird der Sache einfach nicht gerecht. So werden die Probleme, unter denen diese Jugendlichen offenbar leiden einfach unter den Tisch gekehrt.
    Mal abgesehen davon, dass gar nicht geklärt ist, dass Tim K. „intensiv” Counterstrike gespielt hat. Aber wahrscheinlich hat er es gespielt, genau wie 90% der männlichen Jugendlichen in diesem Alter.

    Alle diese Amokläufe sind in einer Schule passiert, vielleicht sollte man Schulen verbieten?

    Aber wirklich klasse, wie jedes Mal der Pfeiffer wieder aus seinem Loch kriecht und die Diskussion auf völlig irrelevante Themen lenkt. Die übrigen Medien, die Gesellschaft oder ein verkorkstes Schulsystem können sicher nicht Schuld sein, es müssen „Killerspiele” sein.

    An anderes Stelle wurde geschrieben:
    „Wie laut muss man als Jugendlicher eigentlich sein, um gehört zu werden?
    Noch lauter als eine Beretta?”

    P.S. Als Autor eines solchen Artikels sollte man vielleicht mal den Konjunktiv nutzen, außer man ist selbst so verblendet und glaubt so einer Studie uneingeschränkt.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Computerspiele D. R. 16.03.09
    Wer so einen undifferenzierten Artikel über Computerspiele und deren Suchtpotenzial schreibt, hat die Bezeichnung "Journalist" nicht verdient. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, auch die Verantwortung der Eltern, zudem ist nicht jeder Mensch gleichermaßen suchtgefährdet. Wir haben in Deutschland eine strenge und übertriben harte Alterskontrolle für Computerspiele und auch Filme (die für erwachsene Menschen schon fast an Zensur grenzt) - würde diese befolgt und besser überwacht, dann gäbe es weniger Probleme.

    Also bitte alle Faktoren berücksichtigen. Verbote sind überflüssig, die derzeitigen Gesetze sind voll ausreichend. Hier übrigens ein besserer Artikel zu diesem Thema: http://www.zeit.de/online/2009/12/killerspiele-verbot-winnenden-waffen
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Bewertungskriterien für Eltern ändern Joey 16.03.09
    wer sein Kind so lange vor dem Rechner spielen lässt hat versagt. Erziehung ist nicht immer der Weg des geringsten Widerstandes. Da ändert auch kein Gesetzt was dran. Wieder blinder Aktionismus der Politiker. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben

Anzeige

Dossier

Ein Schaufellader lädt Atomfässer in der Asse ab.

Niedersachsens Atommülllager

Wohin mit dem Atommüll? Die Geschichte der Schachtanlage Asse und die des Salzstocks Gorleben zeigen, dass die optimale Lösung noch nicht gefunden wurde.

mehr
 

Nachrichten aus Hannover

Streik im öffentlichen Dienst

10.000 demonstrieren für höhere Löhne in Hannover

„Viele wissen nicht, wie sie ihren Job bis 67 bewältigen sollen“: Protestierende Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes auf dem Opernplatz.

Nach Polizeischätzungen haben am Montag rund 10.000 Teilnehmer (die nach ver.di-Angaben 15.000 sind) auf dem Opernplatz in Hannover für höhere Löhne demonstriert. Als roten Faden durch seine Rede bei der Kundgebung hat sich ver.di-Chef Frank Bsirske FDP-Chef Guido Westerwelle und, folgerichtig, „reiche Hotelkettenbesitzer“ ausgesucht.

mehr

KommentareKommentar 6



Studium & Beruf

Studium und Beruf

Die Zukunft im Griff

Welche Unternehmen sind die besten Arbeitgeber? Lesen Sie hier Wissenswertes zu Ausbildung, Studium und Karriere.

mehr
 

HAZ-Radio

haz.radio.de

HAZ-Blogs


Aus den Blogs

Bild des Tages

Nichts geht mehr: Der Streik im öffentlichen Dienst löst vielerorts in Hannover ein Verkehrschaos aus (Bild: Brühlstraße).

zur Galerie

Dossier

Dossier: Schulpolitik Niedersachsen

Schulpolitik in Niedersachsen

Was tut sich in der niedersächsischen Schullandschaft? – Dieses Dossier filtert die wichtigsten Ereignisse und liefert Hintergründe und Analysen.

mehr
 

Umfrage des Tages

Tarifstreit Öffentlicher Dienst

Ein 24-stündiger Warnstreik hat Hannover hart getroffen. Haben Sie Verständnis für dieses Vorgehen?

E-Shop

E-Shop

Knabenchor Hannover und Mädchenchor Hannover singen die "Carmina Burana".
weiter zum Artikel

Entdecken Sie die neuen Hannoverschen Filmschätze! In seltenen Aufnahmen dokumentieren sie das Sportgeschehen aus sieben Jahrzehnten auf vier DVDs. Faszinierende Bilder – nicht nur für Fans.
weiter zum Artikel

Einmalige Bilder aus Hannover von den 20er bis zu den 80er Jahren gedreht und gesammelt von Hannoverschen Hobbyfilmern.
weiter zum Artikel

Sicher ins Netz, sorgloses Online-Banking. Dieses Programmpaket bietet den optimalen Rundum-Schutz.
weiter zum Artikel

Die HAZ-Redakteure Bernd Haase und Thorsten Fuchs zeigen Ihnen auf 15 Radtouren die schönsten Strecken und Plätze der Region Hannover - und der Nachbarstädte.
weiter zum Artikel

Frech und farbenfroh! Dieser Bildband zeicht die schönsten Werke der "Emma"- Zeichnerin.
weiter zum Artikel