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Niedersachsen Durchschnitt in neuer Bildungsstudie

Chancengleichheit Niedersachsen Durchschnitt in neuer Bildungsstudie

Bildung und soziale Herkunft sind eng miteinander verknüpft. Spielt es eine Rolle, welche Staatsangehörigkeit ein Kind hat? Eine Studie zeigt: 43,3 Prozent der niedersächsischen Grundschüler auf ein Gymnasium, bundesweit waren es 44,0 Prozent. 

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. In einer umfassenden Studie zu Bildungschancen hat Niedersachsen in den meisten Kategorien einen Mittelwert erreicht. Nach dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten "Chancenspiegel 2017" wechselten 2014 zum Beispiel 43,3 Prozent der niedersächsischen Grundschüler auf ein Gymnasium, bundesweit waren es 44,0 Prozent. Das Bundesland Bremen erreichte in einigen Kategorien ebenfalls einen Mittelwert, wurde in fünf Bereichen allerdings auch zur oberen Gruppe gezählt, Niedersachsen in zwei. Die Daten beziehen sich jeweils auf das Jahr 2014.

Die Herkunft der Kinder spielt bei den Bildungschancen eine große Rolle. Sowohl in Niedersachsen als auch in Bremen haben ausländische Jugendliche im Vergleich zu ihren deutschen Mitschülern ein deutlich höheres Risiko, die Schule ohne Abschluss zu verlassen.

Der "Chancenspiegel 2017" ist ein gemeinsames Monitoring der Bertelsmann-Stiftung, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Jena. Die Studie untersucht seit 2012 das deutsche Schulsystem auf Bund- und Länderebene. Diesmal wurden schulstatistische Daten aus den Jahren 2002 bis 2014 ausgewertet.

Ein vergleichsweise gutes Ergebnis erreichte Niedersachsen bei der Zahl der Schulabbrecher. Der Anteil der Abgänger ohne Hauptschulabschluss lag bezogen auf die gleichaltrige Bevölkerung bei 4,9 Prozent. Das ist deutlich unter dem Bundeswert von 5,8 Prozent.

Herkunft ist prägend für Chancen

Bei den Schülern mit ausländischem Pass sah es schlechter aus, hier lag der Wert bei 12,3 Prozent (Bundeswert: 12,9 Prozent). Auch in Bremen ist die Herkunft prägend. Während die Abgängerquote bei deutschen Schülern bei 7,3 Prozent lag, waren es bei ausländischen Schülern 12,7 Prozent. Dass der Unterschied nicht so gravierend ist wie in Niedersachsen, lag also nicht an besseren Chancen der Ausländer, sondern an der höheren Prozentzahl der deutschen Schulabbrecher.

Besser als durchschnittlich schnitt Niedersachsen beim Anteil der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ab. Mit einer Quote von 5,7 Prozent lag das Land unter dem Bundeswert von 7,0 Prozent. In Bremen betrug die Förderquote 6,5 Prozent. Bremen erzielte unter anderem beim Thema Inklusion vergleichsweise gute Werte. Dort besuchten 77,1 Prozent aller Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine allgemeine Schule. Niedersachsen lag mit einer Quote von 31,4 Prozent unter dem Bundeswert von 34,1 Prozent.

So viele Schüler wechseln die Schule

Auch beim Schulformwechsel kam das kleinste Bundesland in die obere Gruppe. "Auf einen Schüler, der von einer niedrigeren auf eine höhere Schulart wechselt, kommen 2,1 Schülerinnen und Schüler, die von einer höheren auf eine niedrigere Schulart wechseln", hieß es. Bundesweit lag der Wert bei 1 zu 6. In Niedersachsen betrug das Verhältnis 1 zu 8,8 - damit wurde das Bundesland in dieser Kategorie der unteren Gruppe zugeordnet.

Beim Blick auf verschiedene Leistungsvergleiche der vergangenen Jahre schnitt Bremen dagegen nicht gut ab. Unabhängig vom Testalter der Schüler und der betrachteten Kompetenzen gehöre das Bundesland "durchweg zu den Ländern mit niedrigeren mittleren Testleistungen", heißt es im "Chancenspiegel". Demnach spielt die soziale Herkunft für die Leistung der Schüler in Bremen eine große Rolle. In Niedersachsen hat die soziale Herkunft nicht so einen großen Einfluss auf die Kompetenzen der Schüler.

dpa

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