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Niedersachsen rüstet im Kampf gegen Cyber-Kriminelle auf

Internetkriminalität Niedersachsen rüstet im Kampf gegen Cyber-Kriminelle auf

Nicht nur die Bundesregierung, auch das Land Niedersachsen rüstet im Kampf gegen Online-Kriminalität auf: 42 neue Fahnder sollen im Netz Verbrechen bekämpfen.

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Die Kriminalität im Internet legt rasant zu

Quelle: dpa

Hannover. Die Attacke ist perfide und mindestens 379 Niedersachsen zählen bereits zu den Opfern: Unbekannte blockieren mit einem besonderen Programm die Computer von Menschen, die sich Porno-Seiten angeguckt haben, und verlangen mit einer gefälschten Polizeimitteilung Geld. Im Kampf gegen Cyber-Kriminelle wie diese Erpresser kündigte Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Donnerstag einen Ausbau der Internet-Fahndung der niedersächsischen Polizei an. 42 zusätzliche Experten sollen in den sechs Polizeiinspektionen sowie in der Zentralstelle für Internetkriminalität des Landeskriminalamtes eingesetzt werden.

Die Kriminalität im Internet legt rasant zu, wie Schünemann sagte. Deswegen müsse die Polizei mit dem technischen Fortschritt organisierter Banden Schritt halten. Im Visier der Ganoven sind längst nicht nur die Online-Konten von Bankkunden. Auch schlaue Handys und Computer im Taschenformat werden ausgespäht und manipuliert. Und auch in herkömmlichen Computern zahlloser Menschen nisten sich die Kriminellen ein - zunächst meist vollkommen unbemerkt von den Benutzern. Selbst Angriffe auf die Netzwerke staatlicher Einrichtungen schließt Schünemann nicht aus, Versuche dazu wurden in Niedersachsen aber noch nicht festgestellt.

Obwohl die Polizei im Kampf gegen Internet-Kriminelle aufrüstet, rät Schünemann vor allem zur Prävention. Sicherheitsvorkehrungen wie aktuelle Virensoftware helfe bereits viel. Trotz steigender Betrugszahlen wollte Schünemann keine Warnung vor der Nutzung des Online-Banking aussprechen. Vielmehr sollten Nutzer wachsam sein, dass sie sich tatsächlich auf der Seite ihrer Bank befinden und nicht auf einer Kopie von Kriminellen.

dpa/frx

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