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Zum Jahresende sind alle Notunterkünfte zu

Niedersachsen Zum Jahresende sind alle Notunterkünfte zu

Nur noch 3025 Flüchtlinge sind derzeit in Niedersachsen in Erstaufnahmelagern untergebracht – vor einem Jahr waren es zehnmal so viele. Deshalb werden die verbliebenen Notunterkünfte zum Jahresende geschlossen. Einige Standorte bleiben jedoch als „Reserve“.

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Unterkunft ohne Flüchtlinge: In Sumte werden keine Flüchtlinge mehr untergebracht.

Quelle: dpa

Hannover. Die Zahl der neu nach Niedersachsen kommenden Flüchtlinge nimmt weiter rapide ab. Nur noch 3025 Menschen sind derzeit nach Angaben des Innenministeriums in den Erstaufnahmelagern des Landes untergebracht – die verbliebenden Notunterkünfte werden bis zum Jahresende geschlossen. Vor einem Jahr, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, waren mit mehr als 30  000 Flüchtlingen zehnmal mehr Menschen in Erstaufnahmelagern und Notunterkünften. Letztere sind inzwischen fast alle geschlossen. „Die Flüchtlingszahlen sind seit Anfang dieses Jahres spürbar zurückgegangen“, sagte eine Sprecherin von Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Weniger Flüchtlinge reisen ein

Die Balkanroute ist versperrt, das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei hat den Weg über die Ägäis nach Europa faktisch geschlossen – das macht sich auch zwischen Emden und Göttingen bemerkbar: Laut Innenministerium wurden bis Ende August nur noch 25 000 neue Flüchtlinge in Niedersachsen registriert. Im vergangenen Oktober kamen jeden einzelnen Tag etwa 1000 Menschen im Land an, an manchen Tagen 1500. Die Erstaufnahmelager platzten aus allen Nähten. Allerorten hatten Hilfsorganisationen seit dem Sommer Notunterkünfte aus dem Boden gestampft.

Ein Jahr später sind diese Notunterkünfte fast alle wieder geschlossen. „Alle Verträge laufen spätestens zu Beginn des nächsten Jahres aus, und die Unterkünfte werden nicht mehr mit Flüchtlingen belegt. Sie befinden sich in einem geordneten Rückbauverfahren“, sagte die Ministeriumssprecherin. Allein das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat im Laufe des Jahres zehn Notunterkünfte dichtgemacht, in denen 20 000 Menschen untergebracht werden konnten. „Sie sind seit dem Frühjahr nach und nach geschlossen worden“, sagte Sprecherin Kerstin Hiller. Zuletzt hielt das DRK nur noch das Lager Bad Fallingbostel Ost geöffnet. Im August waren dort laut Hille noch etwa 1000 Flüchtlinge untergebracht, Mitte September waren es noch rund 300. „Seit Ende September leben dort nun auch keine Flüchtlinge mehr.“

Einige Standorte sollen Reserve sein

Die Johanniter betreiben nach Angaben von Sprecherin Tanja Quedenbaum derzeit noch ganze zwei Erstaufnahmelager: das Ankunftszentrum in Fallingbostel und die Notunterkunft in Aurich. „Für das Ankunftszentrum läuft der Vertrag noch bis ins nächste Jahr. Die Notunterkunft in Aurich wird Ende Dezember geschlossen.“ Dort befänden sich derzeit noch etwa 50 Flüchtlinge, sagt Quedenbaum. Die fünf Erstaufnahmelager der Malteser in der Diözese Hildesheim sind nach Angaben von Sprecher Michael Lukas ebenfalls Geschichte.

Dennoch will das Land nicht vollständig auf Notunterkünfte als Auffangbecken für die fünf festen Erstaufnahmelager verzichten. Einige Standorte ehemaliger Notunterkünfte sollen nach Angaben der Ministeriumssprecherin künftig als „Reserve“ dienen: das Camp Bad Fallingbostel-Ost sowie die Unterkünfte in Ehra-Lessien (Kreis Gifhorn), Cuxhaven/Altenwalde, Celle-Scheuen und Osnabrück. Damit könne das Land in Zukunft sehr kurzfristig auf plötzlich steigende Zugangszahlen reagieren.     

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