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13:35 07.07.2011
Niedersachsen will Antibiotika bei Massentierhaltung besser kontrollieren. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Unter dem Deckmantel des Datenschutzes würden weiter keine nach Regionen aufgeschlüsselten Daten dazu erhoben, kritisieren die Agrarministerien beider Länder, berichtete der Sender NDR Info am Donnerstag.

Gegen eine Ausnahmeregelung des Bundesagrarministeriums bei Geflügel hielten sie sich daher eine Bundesratsinitiative offen. Zu viele Antibiotika können dazu führen, dass sie bei einer Krankheit nicht mehr wirken. „Gerade mit Blick auf das gestiegene Vorkommen von multiresistenten Keimen ist es sinnvoll, umfangreich Daten über die Antibiotika-Vergabe zu sammeln und auszuwerten“, sagte Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann (CDU).

Aus Sicht der Grünen im niedersächsischen Landtag ist dies ein “überfälliger erster Schritt“. Es bleibe jedoch ein Skandal, dass die niedersächsische Landesregierung im vergangenen Jahr im Bundesrat mit dafür gesorgt habe, dass die Daten des Medikamenteneinsatzes für Geflügel nicht erfasst werden, sagte Fraktionsvize Christian Meyer in Hannover.

Seit 1. Januar 2011 werden in einer zentralen Datenbank zwar der regionalisierte Antibiotika-Verbrauch bei Kühen und Schweinen erfasst, nicht aber bei Hühnern und Puten. Die Grünen forderten die Landesregierung auf, nicht nur die Daten zu erfassen, sondern als Konsequenz auch die Kontrollen in den Tierfabriken selbst zu verstärken. „Der Gesundheits- und Verbraucherschutz hat hier Vorrang vor den Profiterwartungen der Mastindustrie“, sagte Meyer.

dpa

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