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Land will Ex-Lehrer nicht zentral anwerben

Schule für Flüchtlinge Land will Ex-Lehrer nicht zentral anwerben

Raus aus dem Ruhestand: Die Behörden brauchen bei der Betreuung der Flüchtlingskinder Unterstützung und entdecken das Potenzial pensionierter Lehrer. Niedersachsens Regierung begrüßt deren freiwilliges Engagement, will sie aber nicht zentral anwerben.

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Pensionierte Lehrer helfen Flüchtlingen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Angesichts der wachsenden Zahl schulpflichtiger Flüchtlingskinder wird der Ruf nach einem Engagement pensionierter Pädagogen für den Deutschunterricht lauter. Eine zentrale Steuerung für deren Anwerbung lehnt die niedersächsische Landesregierung bisher aber ab. "Wir werden pensionierte Lehrer nicht anschreiben", sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Mittwoch in Hannover. Den Bedarf an derartigen Pädagogen könnten die Schulen vor Ort besser einschätzen: "Unsere Schulen haben die bisherige Herausforderung sehr gut gemeistert, vor allem in der Sprachförderung".

Daran solle nun angeknüpft werden. Bei der Landesschulbehörde stehe dafür im aktuellen Haushaltsjahr ein Budget von 100 000 Euro bereit. "Damit können bei einem durchschnittlichen Stundensatz für nebenberufliche Lehrkräfte von um die 25 Euro mindestens 3 500 Stunden zusätzlicher Sprachförderunterricht angeboten werden", teilte das Ministerium mit. Es handele sich um ein ergänzendes Angebot im Rahmen der schulischen Sprachförderung. Pensionierte Lehrer haben auch die Möglichkeit, sich ehrenamtlich in der Schule zu engagieren."Dies geschieht bereits an zahlreichen Schulen", so die Sprecherin.

Hintergrund: Rund 30 bis 40 Prozent der in diesem Jahr erwarteten Flüchtlinge sind nach behördlichen Schätzungen schulpflichtige Kinder. Mehrere Institutionen machen sich daher für ein Engagement von pensionierten Deutschlehrern stark.

Das niedersächsische Kultusministerium, das auf der Basis der jeweiligen Statistiken und Prognosen des Bundes- und Landesinnenministerium plant, verweist aber auf die sich oft kurzfristig immer wieder verändernde Flüchtlingssituation. Diese erschwere die Planungen und mache die Lage unüberschaubar.

dpa

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