Bislang dürfen Jugendliche bereits ab 14 Jahren mit scharfen Waffen schießen. Einig mit den Sportschützenverbänden sei er sich auch, „die gelbe Waffenbesitzkarte zu streichen. Denn sie beschränkt bisher nicht die Anzahl der zu erwerbenden Waffen“, sagte Schünemann. Zudem solle es verdachtsunabhängige Kontrollen bei Waffenbesitzern geben: „Künftig sollte es ein Straftatbestand sein, wenn man die Waffe nicht im Tresor unterbringt.“ Bisher ist das eine Ordnungswidrigkeit. Auch sogenannte Paintball-Spiele, bei denen mit Farbmunition auf Mitspieler geschossen wird, will Schünemann verbieten.
Unter dem Eindruck des Amoklaufs wollen die Länder einem Medienbericht zufolge außerdem den illegalen Waffenbesitz besser in den Griff bekommen. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete, bereiten die Innenministerien eine Amnestie für diejenigen Personen vor, die ihre illegalen Waffen innerhalb einer Frist freiwillig bei der Polizei oder den Waffenbehörden abgeben. Voraussetzung für die Amnestie soll sein, dass die Waffen zuvor nicht für eine Straftat verwendet wurden.
Unter anderen hatte der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) eine solche Amnestie vorgeschlagen. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll nun nach Angaben des „Spiegel“ bis Mitte Mai über die Umsetzung beraten. Die Politik reagiert damit auf den Umstand, dass Hunderte Bürger ererbte oder seit Jahren unbenutzte Sportwaffen, Ziersäbel und Ähnliches nicht mehr zu Hause aufbewahren wollten und in den vergangenen Wochen freiwillig abgaben. Allein im Rems-Murr-Kreis, in dem Winnenden liegt, wurden 370 Waffen abgeliefert.
ddp
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Kommentare
Paintball Verbot... Kalée – 03.05.09
Das mit dem Paintballverbot sehe ich genau so, ist absolut unnötig und reine Panikmache! Da sollten sich am besten mal 5 Politiker zum Paintballspielen zusammen finden, dann würden sie sehr schnell merken dass es auf jeden Fall ne ganze Menge mit Teamfähigkeit und Sport zu tn hat. Sicher, es wird mit Schusswaffen auf menschen geschosse, aber siehe z.B. Fechten, da wird z.B. auch mit Stichwaffen auf Menschen eingestochen und das ist immerhin olympische Diszplin. Da fehlt mir persönlich ein wenig die Verhältnismäßigkeit im Urteil der Politik. Gleiches gilt z.B. auch für Boxen, der Herr Politiker redet ständig von Gewaltverherrlichung, aber gibt selber nen paar Hundert Euro aus um zu zusehen wie Herr Klitschko (oder andere) ihrem Gegner im Ring auf gut Deutsch die Fresse einschlagen. Ist sowas nicht auch gewaltverherrlichend??? Und sollte man dann im Gegenzug den Herrn Politiker gleich als sadisten abstempeln weil er sich gerne so eine "Schlägereien" im Ring ansieht? Das ist alles sehr subjektiv betrachtet. Das wäre genauso eine vorschnelle Verurteilung der Sache wie die Aussage dass alle Paintballspieler gewaltliebende Spinner seien. So eine Meinung/Aussage sollte ein gebildeter Vertreter des Volk eigentlich nicht vertreten und auch mal ein wenig über den Tellerrand hinaus schauen. Schönen Sonntag wünsch ich. ;-)Paintball verbieten lassen ? Sanktorius – 29.04.09
Ich frag mich wo das enden soll.In einigen jahren werden wir dann Kinder anzeigen müssen weil diese auf dem Hinterhof Räuber und Gendarm spielen.
Wobei...
Sollte da ein Junge sein der immer den Räuber spielen will; Augen auf.
Könnte ein potentieller Amokläufer sein.
Herr Schünemann Mr Paint – 24.04.09
Also Herr Schünemann so wie ich das sehe würde ich ihnen mal empfehlen einen kalte Dusche zu nehmen.Denn wenn Sie mal Paintball gespielt hätten würde sie darüber anders reden. Eins ist klar keine Waffen in Kinderhände.
Innenminister Schünemann Herr Kritisch – 24.04.09
Hier wird eine Hexenjagd betrieben, wie im Mittelater. Die Ursachen für die unterschiedlichen Amokläufe liegen nicht an den sogenannten Killerspielen, der Ausbildung bei Schützenvereinen oder durch aktives Paintballspielen. Es gibt zum Thema Paintball einige Gutachten, die Herr Schünemann sich einmal unter das Kopfkissen legen sollte. Die Taten von Einzeltätern auf eine gesamte Bevölkerungsgruppe zu projezieren ist viel zu einfach. Es ist für die Politik immer das Leichteste die Schuld für Probleme und Gewalttaten in andere Richtungen zu lenken. Die Politik sucht haüfig nach Feindbildern um den mündigen Bürger zu "entmündigen" und von sich selbst abzulenken. Ob es die Kriminalisierung von Fußballfans ist, die Kriminalisierung von islamistischen Gruppierungen und seit neuestem die Banker. Es werden immer mehr Feinbilder erstellt und Bürger ins Visier genommen. Doch die Politiker sollten sich auch fragen, welchen Teil sie zu dieser Miserre beigetragen haben und in Zukunft beitragen werden.Was soll das? FGR – 22.04.09
Ich finde die Pläne des Ministers sinnlos. Zum einen ist bereits jetzt Jugendlichen nicht das Schießen mit großkalibrigen Waffen gestattet. Zum anderen wird mit den auf gelben WBKs eintragbaren Waffen (Einzellader-/Repetierlangwaffen und Einzelladerpistolen) bisher kaum (ist überhaupt ein Fall bekannt?) Mißbrauch getrieben.Hmmm... Burgula Buglul – 19.04.09
... Jugendlichen das Schießen verbieten, Waffenbesitzer (brauchen wir die überhaupt?) kontrollieren, Paintball verbieten, einschlägige Computerspiele verbieten ... Wo fanden die Amokläufe doch gleich statt? Im Schützenhaus? Bei Waffenmüllers im Schlafzimmer? Im Wald beim Farbeschießen? Auf Lan-Partys? Ach ne, in Schulen. Was gedenkt man denn hier zu tun, Herr Schünemann?Sehr richtig... Henning – 19.04.09
Keine Waffen in Kinderhände, auch nicht in Schützenvereinen oder anderswo!Waffen in Tresoren strafbewhren zu wollen, zeugt von Realitätsfremde, das klappt schon als Ordnungswidrigkeit nicht.
Paintballspielen sollte nicht verboten werden - die Jungs kommen nicht auf die Idee, mit ihren Farbkanonen einen Amoklauf zu veranstalten.