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Einstellungsoffensive soll Lehrermangel bekämpfen

1300 neue Stellen in Niedersachsen Einstellungsoffensive soll Lehrermangel bekämpfen

1300 Lehrer sollen in Niedersachsen zum zweiten Schulhalbjahr eingestellt werden. Mit der Einstellungsoffensive soll verhindert werden, dass zum neuen Schuljahr einer hohen Zahl an Einstellungsmöglichkeiten zu wenige Bewerber gegenüberstehen.

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Will mehr Lehrer für Niedersachsen gewinnen: Frauke Heiligenstadt.

Quelle: dpa (Archiv)

Hannover. Vor dem Hintergrund des bundesweiten Lehrermangels setzt Niedersachsen auf eine Einstellungsoffensive zum kommenden Schulhalbjahr. „Wir werden zum 1. Februar noch mal eine sehr große Zahl einstellen, damit wir nicht zum neuen Schuljahr mit einer noch höheren Zahl von Einstellungsmöglichkeiten einer geringeren Bewerberzahl gegenüberstehen“, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) vor dem Beginn der Kultusministerkonferenz in Bremen. Kürzlich hatte das Ministerium bekanntgegeben, dass Niedersachsen zum zweiten Schulhalbjahr 1300 Lehrerstellen ausschreibt.  

Auch in anderen Bundesländern herrscht derzeit Pädagogenmangel - eine Ursache ist der Flüchtlingszuzug. Allein niedersächsische Schulen haben in den vergangenen 15 Monaten rund 36.000 Flüchtlingskinder aufgenommen - das entspricht einem halben Ausbildungsjahrgang. Es sei angesichts dieser Entwicklung nicht mehr so leicht, mit länderübergreifenden Bewerbungen Personal zu gewinnen, sagte Heiligenstadt. Die Voraussetzungen für Niedersachsen seien aber gut: „Wir haben sehr attraktive Rahmenbedingungen. Allein die Tatsache, dass wir unsere Lehrkräfte verbeamten, unterscheidet uns von einigen Bundesländern.“ So gebe es weiterhin Bewerbungen aus Nachbarländern. 

Auch der 17-Punkte-Aktionsplan, den das Kultusministerium im Sommer aufgelegt hatte, entfaltet laut Heiligenstadt seine Wirkung. Der Plan erleichtert Quereinsteigern den Wechsel in den Lehrerberuf. Diese Möglichkeiten sollten auch zum kommenden Schulhalbjahr erhalten bleiben, sagte die Ministerin. Es bleibe zwar die Maßgabe, dass zunächst ausgebildete Lehrkräfte eingestellt werden sollen, bevor die Quereinsteiger zum Zuge kommen. „Wir haben aber auch Standorte, auf die sich keine ausgebildeten Lehrkräfte bewerben. Dort werden wir Quereinsteiger beschäftigen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen.“ 

Bei ihrer zweitägigen Konferenz in Bremen werden sich die Kultusminister der Länder schwerpunktmäßig mit der Bildung und Ausbildung junger Flüchtlinge befassen.

dpa

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