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Bildungsmonitor der Bundesländer

Niedersachsens Bildungssystem ist nur Mittelmaß


Beim Bildungsmonitor der Bundesländer landet Niedersachsen auf dem achten Platz – und erreicht damit in Sachen Bildung nur Mittelmaß. Bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren ist Niedersachsen gar Schlusslicht.
Foto: Das Bildungssystem in Niedersachsen erhält im deutschlandweiten Vergleich die Note „befriedigend“.

Das Bildungssystem in Niedersachsen erhält im deutschlandweiten Vergleich die Note „befriedigend“.

© dpa

Hannover. Das Bildungssystem in Niedersachsen bekommt vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) befriedigende Noten. Beim aktuellen Bildungsmonitor der Bundesländer landet Niedersachsen auf Rang 8 der 16 Länder. Fortschritte habe Niedersachsen auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit gemacht, heißt es in der am Dienstag vorgestellten Studie. Bremen kommt auf Position 6, auch hier werden mehr Bildungsgerechtigkeit als früher sowie eine gesunkene Abbrecherquote an den Schulen registriert. An der Spitze des Bildungsvergleichs stehen Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Rheinland-Pfalz.

Die zum achten Mal vorgelegte Länderrangliste stützt sich hauptsächlich auf Daten aus 2009, da jüngere Statistiken zur Auswertung meist noch nicht vorlagen. Untersucht wurden mehr als 100 Indikatoren wie Bildungsausgaben pro Schüler, Ganztagsangebote, Ergebnisse von Schulleistungstests sowie Schulabbrecherquoten. Außer Schulen wurden auch Kindergärten, die Berufsbildung und Universitäten in den Monitor einbezogen. Dabei verbuchen Bremen und Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahr zwar einen leichten Punktezuwachs. Da andere Länder aber noch größere Fortschritte gemacht haben, sackt Bremen im Ranking um einen und Niedersachsen um zwei Plätze ab.

Gute Noten für Internationalisierung der Universitäten

Nur auf Platz 14 landet Niedersachsen beim Lehrer-Schüler-Verhältnis, ein Lehrer muss hier relativ viele Schüler unterrichten. Schlusslicht ist Niedersachsen bei der Betreuung von unter dreijährigen Kindern, Ausbaubedarf gibt es auch bei Krippen und Ganztagsgrundschulen. Gute Noten gibt es indes für die Internationalisierung der Universitäten und ihre Anpassung an europäische Standards. Bei der Überprüfung der Bildungsstandards schnitt Niedersachsen durchschnittlich ab: 9,7 Prozent der Schüler verfehlten die Mindestanforderungen beim Leseverständnis im Deutschen.

Bremen indes belegt bei der Schulqualität und der Bildungsarmut den letzten Platz unter den 16 Ländern. Auf dem ersten Rang jedoch landen Bremens Hochschulen, deren Absolventenzahlen kräftig steigen und an denen auch überdurchschnittlich viele junge Leute mathematische und naturwissenschaftliche Fächer studieren.

jhe/dpa

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