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Landwirte verbrauchen weniger Antibiotika

Agrarminister zieht erste Bilanz Landwirte verbrauchen weniger Antibiotika

Seit einem Jahr müssen Landwirte angeben, wie viel Antibiotika sie bei der Mast verbrauchen. Nun zeigen sich erste Erfolge: Der Verbrauch geht deutlich zurück. Allerdings nur bei den schwachen Mitteln – bei den starken Reserve-Antibiotika steigt die Menge sogar.

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Niedersachsens Landwirte verwenden weniger Antibiotika in der Tiermast

Quelle: dpa (Archiv)

Hannover. Vor allem bei Schweinen und Masthühnern ging der Verbrauch zurück. Gemessen wird der Verbrauch in Behandlungstagen. Die sind in Niedersachsen bei Mastschweinen über 30 Kilo Gesamtgewicht um 35 Prozent zurückgegangen. Bei Masthühnern ist ein Rückgang von 19 Prozent zu verzeichnen, bei Puten um 17 Prozent. Weniger positiv ist die Entwicklung bei den Mastferkeln unter 30 Kilo: Hier ging die Zahl der Behandlungstage um 31 Prozent nach oben. Insgesamt sei „die Senkung sehr gut“, bilanziert Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Das im Koalitionsvertrag festgelegte Ziel, innerhalb von fünf Jahren den Verbrauch von Antibiotika in der Landwirtschaft um 50 Prozent zu senken, sei erreichbar.

Über tausend Tonnen Antibiotika werden in jedem Jahr in der Landwirtschaft verbraucht, das allermeiste davon in niedersächsischen Ställen. Weil zu hoher Antibiotika-Verbrauch als eine Ursache für multiresistente Keime gilt, hat die Bundesregierung eine Antibiotika-Reduzierungsstrategie verordnet: Alle müssen den Verbrauch melden. Das Viertel mit dem höchsten Verbrauch muss erklären, wie es in Zukunft mit weniger auskommen will. Das wird überprüft, der Staat kann auch Auflagen und sogar Stallschließungen verhängen.

Die Strategie gehe auf, meint Meyer, muss aber auch ein Problem einräumen: Während der Verbrauch normaler Antibiotika deutlich sinkt, nimmt der Verbrauch von härteren Reserve-Antibiotika kontinuierlich zu. Bereits von 2011 bis 2013 stieg der Verbrauch bundesweit um 50 Prozent von 8,2 auf 12,3 Tonnen. Das mache ihm Sorge, sagt Meyer, doch unter dem Strich sei er mit der Entwicklung zufrieden: „Ich glaube, dass es ein großer Erfolg ist.“ Er geht davon aus, dass die Reduzierung im Wesentlichen durch Verzicht erlangt worden sei – und das habe man erreichen wollen.

von Heiko Randermann

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