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Weil befürchtet zwei Millionen Flüchtlinge

Flüchtlingskrise Weil befürchtet zwei Millionen Flüchtlinge

Mit deutlichen Worten hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erneut die Sicherung der europäischen Außengrenzen gefordert. Wenn nichts passiere, werde Deutschland in diesem Jahr über zwei Millionen neue Flüchtlinge aufnehmen müssen - und Niedersachsen damit über 200.000.

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

Quelle: Holger Hollemann

Hannover. "Seit dem 1. Januar sind 8350 Flüchtlinge nach Niedersachsen gekommen", sagte Weil im Landtag. Das entspreche 440 Personen pro Tag. Würde man das auf das ganze Jahr hochrechnen, würden in diesem Jahr 160.000 Menschen in Niedersachsen aufgenommen werden müssen - 60 Prozent mehr als 2015. "Aber wir wissen, dass das unrealistisch ist. Wir müssen in den warmen Jahreszeiten mit deutlich mehr Menschen rechnen", so Weil. "Wenn nichts passiert, werden in diesem Jahr deutlich mehr als zwei Millionen Flüchtlinge kommen."

Niedersachsen muss immer knapp zehn Prozent des gesamten Flüchtlingsaufkommen aufnehmen und auf die Kommunen verteilen. Das wären dann über 200.000 und damit doppelt so viele wie die 2015 angekommenen gut 100.000 Menschen.

Weil forderte erneut vom Bund, sich für eine europäische Lösung, eine Sicherung der Außengrenzen und eine Bekämpfung der Fluchtursachen einzusetzen. Das sei nicht Aufgabe des Landes, sonndern der Bundeskanzlerin. CDU und FDP im Landtag hielten dagegen, dass Weil mit dieser Forderung Allgemeinplätze formuliert habe, aber nicht sage, wie das erreicht werden solle. Außerdem habe der Ministerpräsident keinen Plan B, um sich auf ein Scheitern dieser hehren Ziele vorzubereiten.

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