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Hochschulen

Niedersachsens Studenten rüsten sich für Bildungsproteste


Niedersachsens Studenten rüsten sich für die bundesweiten Bildungsdemonstrationen, die für diesen Dienstag geplant sind. Im Vorfeld des Aktionstages kam es zu weiteren Besetzungen an Universitäten.
Studenten demonstrieren an der Uni Osnabrück.

Studenten demonstrieren an der Uni Osnabrück.

© lni

Auch an der Leuphana Universität Lüneburg besetzten am Montag etwa 100 Studenten einen Hörsaal. Dort sollten zunächst keine Vorlesungen mehr stattfinden, teilte die Studentenvertretung AStA mit. Bereits seit einigen Tagen sind auch Hörsäle und Räume der Unis Osnabrück, Göttingen und Hildesheim besetzt. Die Studenten fordern eine Abschaffung der Studiengebühren, mehr Geld für Bildung und eine Reform der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge, die ihnen aus ihrer Sicht kaum noch Freiräume beim Studium lassen.

Am Dienstag wollen sich tausende Schüler und Studenten an den bundesweiten Bildungsdemos beteiligen. In Hannover findet eine zentrale Kundgebung statt, zu der mehrere tausend Teilnehmer erwartet werden. Neben dem DGB und der Landtagsopposition unterstützen auch einige Universitäts-Präsidenten die Proteste. „Der Präsident hat uns gesagt, dass er das toll findet“, sagte Leila Horstmann von den Besetzern in Hildesheim. Dort hielten sich am Montag etwa 30 Studenten in dem besetzten Hörsaal 1 auf. Seit vergangenem Mittwoch finden dort täglich Veranstaltungen statt, auf denen über das Bildungssystem diskutiert wird.

Auch in Osnabrück unterstützt die Universitäts-Leitung die Aktionen. Mit einer Zwangsräumung wie in einigen anderen deutschen Städten wie Münster und Tübingen ist auch dort nicht zu rechnen. „Seitens der Hochschulleitung wurde uns Kooperation signalisiert“, sagte Philipp Möcklinghoff von den Protestierenden. Bis Ende der Woche werde der Hörsaal weiter besetzt. Aktuell hielten sich tagsüber über 100 Studenten dort auf.

In Göttingen geht der Lehrbetrieb trotz der Besetzung mehrerer Räume seit vergangener Woche normal weiter. SPD, Grüne und Linke begrüßten das Handeln der Studenten und riefen zur Teilnahme an den Demonstrationen am Dienstag auf. „Ich habe volles Verständnis für ihren Protest: Die Lehr- und Lernbedingungen an den Hochschulen sind miserabel“, sagte der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Victor Perli.

Auch nach der Demonstration am Dienstag soll es weitere Aktionen geben. „Bis Ende der Woche gehen unsere Proteste weiter“, sagte Horstmann zu den Aktionen in Hildesheim. An der Leibniz Universität Hannover findet am Mittwoch eine Vollversammlung des AStA statt, bei der über die Besetzung von Hörsälen entschieden werden soll.

lni

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