In Niedersachsen soll es trotz des Vorstoßes der designierten Sozialministerin Aygül Özkan weiterhin Kruzifixe in Schulen geben. Dies hätten sowohl Ministerpräsident Christian Wulff als auch Özkan klargestellt, erklärte die CDU-Landtagsfraktion am Montag. Özkans Partei, die CDU, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer distanzierten sich von der Forderung nach einem Kruzifix-Verbot an staatlichen Schulen. Die Opposition lobte Özkans Vorstoß und kritisierte die Reaktionen in der Union.
CDU-Fraktionschef David McAllister erklärte, er habe gemeinsam mit Wulff und Özkan deutlich gemacht, dass das niedersächsische Schulgesetz nicht geändert werde und Kreuze an Schulen erwünscht seien: „Die über das Wochenende entstandenen Irritationen und Missverständnisse sind damit ausgeräumt.“ Die türkischstämmige CDU-Politikerin Özkan, die am Dienstag in Hannover zur Ministerin ernannt werden soll, hatte gesagt, christliche Symbole gehörten nicht an staatliche Schulen, die ein neutraler Ort sein sollten.
Wulff betonte in der „Bunten“: „Meine Landesregierung wünscht sich Kreuze an Schulen und eine Erziehung auf Grundlage christlicher Werte.“ Das stelle auch Özkan „nicht in Frage“. Kreuze aus Schulen zu verbannen, „hat sie nicht gefordert“, wird Wulff zitiert.
Laut „Welt“ entschuldigte sich Özkan vor der CDU-Landtagsfraktion für ihre Forderung. Sie habe das entsprechende Interview voreilig und ohne ausreichende Kenntnisse des Landes Niedersachsen gegeben, schreibt die Zeitung unter Berufung auf einen Teilnehmer der Fraktionssitzung. Zuvor habe sie sich harsche Worte Wulffs anhören müssen.
Böhmer begrüßte im Deutschlandfunk zwar ausdrücklich die Entscheidung zur Berufung Özkans als „richtungsweisend“. In der Kruzifix-Frage sage sie aber „ganz klar, wir stehen in einer jahrhundertealten Tradition, christlichen Tradition hier in Deutschland, und Kreuze in den Schulen sind Ausdruck unserer Tradition und unseres Werteverständnisses“. Der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans sagte, Merkel teile Böhmers Ansicht.
Die CDU wies Özkans Forderung zurück, begrüßte aber trotzdem ihre Berufung. Generalsekretär Hermann Gröhe sprach von einem „Dissens in der Einzelfrage“, der jedoch mit einer „ausgesprochenen Wertschätzung für die Person“ einhergehe. Özkan habe inzwischen sehr deutlich gemacht, dass sie die Praxis, Kreuze in Klassenzimmern öffentlicher Schulen anzubringen, nicht in Zweifel ziehe, betonte Gröhe nach Sitzungen von Bundesvorstand und Präsidium. Damit habe sie „die entscheidende Grundlage dafür gelegt, in einer Regierung, die sich diesem Kurs verpflichtet fühlt, mitzuwirken“.
Die CDU-Nachwuchsorganisation Schüler-Union verlangte dagegen in der „Bild“-Zeitung einen Verzicht auf Özkans Ernennung zur Ministerin. Das Bundesverfassungsgericht hatte 1995 erklärt, die bayerische Schulordnung, die ein Kreuz in jedem Klassenzimmer vorschrieb, sei in diesem Punkt grundgesetzwidrig. Unzulässig seien aber nicht die Kreuze, sondern nur die staatliche Anordnung.
Zustimmung erhielt Özkan von der Opposition. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte nach der Sitzung des Parteipräsidiums: „Wir freuen uns, dass der kulturelle Wandel nun auch in der CDU angekommen zu sein scheint, die Betonung liegt auf scheint.“ Der Grünen-Politiker Memet Kilic sagte unter Verweis auf das Urteil des Verfassungsgerichts: „Frau Özkans Forderung mag für die CDU ein Novum sein, aber für die Bundesrepublik nicht.“ Die migrationspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag, Secim Dagdelen, erklärte: „Die Art und Weise, wie in der eigenen Partei verbal gegen Özkans Vorschlag aufgerüstet wird, lässt Zweifel an der Verfassungstreue der Kruzifix-Befürworter aufkommen.“
ap
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Kommentare
Glauben ist Privatsache! Theodor – 27.04.10
Als ich zur Schule gegangen bin (bis 1980), hingen in vielen Klassenräumen Kruzefixe.Als Atheist habe ich mich von diesen Teilen immer belästigt gefühlt.
Heute ist es so, dass ich weder den muslimischen Gebetsausrufer, noch die sonntäglichen Glocken hören möchte (oder gar von ihnen geweckt werden!).
Beides ist eine schwere Belästigung.
Ich finde, fast jeglicher Art von Glauben ist akzeptierbar. Aber diese Ausübung sollte (leise) in den eigenen vier Wänden stattfinden.
Alles andere ist definitiv missionarisch.
Und, kann sich das niedersächsische Schulgesetz über das Bundesverfassunggerichtsurteil von 1995 zur staatlichen Neutralität, hinwegheben?!
Wohl kaum.
Deutschland duckt?Nein,wir müssen lernen! elfi – 27.04.10
Es geht nicht darum,daß Frau Özkan Moscheen statt Kirchen bauen will,(wie kann so schlecht zuhören ?)Sondern sie möchte den Einfluß von Religionen von Kindern fernhalten,so etwas wie Gleichbehandlung für alle Kinder!Zuhause können sie die Religion ihrer Eltern leben,aber in der Schule hat das draußen zu bleiben!Warum sind alle Religionen wohl so scharf darauf schon Kleinkinder zu indoktrinieren?SIe sollen die zukünftigen Kirchen,Moschee,Synagogen etc.-Besucher werden!Und das geht am besten im Kinderalter, da kann man noch gar nicht überblicken, was das alles bedeutet!
Deshalb auch der Aufschrei der" C " DU.Aber keine Sorge unser Land wird nicht vor die Hunde gehen, ehrlich gesagt ist es wieder an der Zeit, daß jemand 95 neue Thesen an die "Wand"nagelt:Humanismus,Menschenrechte,Teamgeist auch global gesehen,Respekt,Toleranz.........
«Man müsste es dahin bringen, ... Oke Bandixen – 27.04.10
dass sich alle Menschen des Fanatismus und der Intoleranz schämen.» (Friedrich der Große)Wir sollten das so handhaben wie die Franzosen: Religion ist Privatsache; ihre Symbole haben im öffentlichen Raum nichts verloren. Auch Frankreich ist ein Land mit christlicher Tradition. Diese lebendig zu erhalten, ist aber doch wohl Sache der Kirche. Wie kann das anders sein? Die Lateranverträge mit der katholischen Kirche verlieren durch deren dauernde Verleugnung der Lebensrealität ohnehin ihre Grundlage. Wenn es niemanden mehr gibt, den diese Kirche vertritt, sind die Verträge mit ihr obsolet. Und der Zeitpunkt ist doch wohl absehbar: Spätestens in der übernächsten Generation werden die Kirchen auf Sektenniveau abgesunken sein. Der bürgerliche Rechtsstaat hat zwar die Religionsfreiheit zu garantieren, ist aber nicht dazu verpflichtet, eine bestimmte Religion zu privilegieren. Historismus ist dafür jedenfalls ein denkbar schlechtes Argument!
Frau Özkan scheint es hingegen (wieder!) zu akzeptieren. Na, ja: "Das materielle Sein bestimmt (halt) das gesellschaftliche Bewusstsein!" Also, ich fand schon immer, dass Marx allen Theologen überlegen ist!
Falsche Partei ausgesucht für gute Ziele, Frau Özkan Erich W. – 26.04.10
@ ziggy stardust,natürlich hat Frau Özkan nicht nur das Kruzifixverbot, sondern das Kopftuchverbot für Lehrerinnen an Schulen gefordert. Was sollte sie Ihrer Meinung denn noch verbieten wollen, etwa das Kopftuchverbot für alle muslimischen Schülerinnen - oder gar das Kruzifixverbot für Kreuzkettchentragende Katholikenkinder? Das wäre wohl ein wenig übertrieben!
@ Kunze,
Sie scheinen sich um die prügelnden Schüler mehr Sorgen zu machen und fordern Schulverweise für die prügelnden Schüler, aber sie beantworten keineswegs dann die Folgen Ihres Ratschlags. Wohin dann mit prügelnden Kindern? Weg aus Schulen und weg von einigermaßen Bildung? Das wäre ja nicht gerade zielführend, denn Bildung führt ja eher zu weniger Gewalt, wie es tausendfach belegt ist.
@ Bryant,
wie tolerant die so genannten christlichparteilichen SchreiberInnen hier zum Teil auf ein simples Fordern der längst fälligen Trennung von Religion und Staat reagieren, ist an diversen Kommentaren hier abzulesen.
@ Bryant & K.H.,
Frau Özkan verbietet - so tolerant ist sie - eben nicht nur Kruzifixe im Klassenzimmer, sondern auch Kopftücher beim Lehrpersonal. Keineswegs ist sie generell gegen Kreuzchen- oder KopftuchträgerInnen!!!
Bereits vergangene Woche musste ziemlich HAZtig die Kommentarfunktion gesperrt werden infolge der übermäßig hier vertretenen Meinungen "toleranziger Recht(s)gläubiger", die weder mit unserem Grundgesetz noch mit den HAZ-Veröffentlichungsreglement gar nicht mehr übereinstimmen wollten. Peinlich, hier von "christlicher" oder "westlicher" Toleranz reden zu wollen, Frau Bryant!
Es wird Zeit, die Wulffsche Aktion so zu nehmen, wie sie sich nun mal darstellt:
- Super, endlich mal jemand, der die Trennung von Privatreligion zu staatlichem Bildungsauftrag sauber trennt und dies auch fordert, egal aus welcher Partei sie oder er kommen mag!
- Super, dass Wulff damit ohnehin für viele nicht mehr wählbar sein wird, gut so! Jemand, der so rumeiert, sich nicht mit seinem Personal absprechen kann, hat's nicht anders verdient.
- Gut, dass jetzt die Reaktionären aus ihrer Deckung kommen und zeigen, welche Einstellungen zur Wahl eines solchen CDU-Wackelkandidaten wie Wulff führen. Das war schon immer zu erahnen, aber noch nie so deutlich, dass die christlichen Parteien solch rechtem Gedankengut Unterschlupf bieten.
- Gut, dass nun auch deutlich wird, dass Wulff sein Personal erst prahlerisch vorschiebt und dann im Regen stehen lässt.
Die ganze Aktion hat nur den Christparteien geschadet, Frau Özkan keinesfalls, schade, dass sie sich die falsche Partei ausgesucht hat.
@G.Engelmeyer Dr. Brandt – 26.04.10
Dann sollten wir Ihrer Meinung nach den Lateranvertrag und die Entscheidungen BVG wie Interpretieren?Wulff G.Engelmeyer – 26.04.10
Der Hinweis auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts ist so nicht richtig wiedergegeben worden. Bitte besser informieren.Heute H, morgen... ziggy stardust – 26.04.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.Wulff Rubber Duck – 26.04.10
kann sich sein Kruzifix von mir aus zuhause übers Klo hängen, das ist seine Privatsache. In öffentlichen Gebäuden haben jedoch weder Kruzifixe noch Kopftücher noch sonstige Symbole religiöser Unterdrückung etwas zu suchen. Das steht so im GG und ist vom Verfassungsgericht bestätigt worden. Basta.Wulff Rubber Duck – 26.04.10
kann sich sein Kruzifix von mir aus zuhause übers Klo hängen, das ist seine Privatsache. In öffentlichen Gebäuden haben jedoch weder Kruzifixe noch Kopftücher noch sonstige Symbole religiöser Unterdrückung etwas zu suchen. Das steht so im GG und ist vom Verfassungsgericht bestätigt worden. Basta.Unbegreiflich Arzu – 26.04.10
Ich selbst bin Türkin und begreife nicht, daß die Deutsche keine einheimische Sozialministerin wählen, die eher die Interessen der Deutschen vertreten würde als ein Fremde. In derTürkei jedenfalls würden wir keine deutsche Ministerin haben wollen.@Das Leben des Brian – 26.04.10 Kodderschnauze – 26.04.10
Dieser ganze Auferstehungsquatsch erklärt sich wie folgt: Christus war nie Gottes Sohn und starb auch nicht für der Menschen Sünden. Er wurde an das Kreuz gehängt und fiel ins Koma. In solchen Kreuzigungen war kein Arzt zugegen, der den Tod feststellte. Er wurde zu früh abgehängt. Nach 3 Tagen erwachte Christus und erschien als Leibhaftiger, Na klar, und dann? Da gäbe es noch eine Frage: Welche Symbole hätten die Kirchen bei Tod durch den Galgen, Steinigungen, Guillotine, Gaskammer usw.Deutschland duckt cepa – 26.04.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenmusste das sein frau özkan gastarbeiter – 26.04.10
Ich als Türkischstämmiger gastarbeiter muss mir morgen auf der Arbeit die negativen äusserungen von meinen deutschen arbeits kollegen wieder mal anhören.fr.özkan sie sind noch nicht integriert hier obwohl sie hier geboren sind.Sie müssten doch eigentlich wissen wie die Deutschen auf sowas reagieren und welche negativen disskussion sie ausgelöst haben.Nach der äusserung würde ich sie nicht mal riechen lassen an den posten als Ministerinvielen dank für den Stress fr.özkan
Always look on the bright side of life Das Leben des Brian – 26.04.10
Auch wenn ich evangelischer "Kulturchrist" bin, hat es mich doch sehr irritiert, dass die CDU Kreuze/Kruzifixe in staatlichen Schulen erwünschen. Das kann ich absolut nicht verstehen. Das Fach Werte und Normen ist das einzige, was passen würde. Religionsunterricht können die Messiaskonzerne und sonstigen nachweltorientierten Teufelaustreiber in ihren Hochburgen erteilen.Weg mit den Kreuzen Bias – 26.04.10
Die Schulen werden von meinen Steuergeldern bezahlt und ich bin nicht religös. Ich habe auch kein christliches Fundament, sondern ein westliches. Also bitte raus mit religösen Zeichen aus von mir bezahlten öffentlichen Einrichtungen.Religion ist Privatsache ... Chris – 26.04.10
... und mir ist egal ob meine Nachbarn den Käse im Kühlschrank anbeten, am Sonntag in die Kirche gehen oder sonst was machen, nur möchte ich von denen nicht gestört werden und möchte nicht von deren Lobdudelei genervt werden, wenn sie ihre "Religion" ausüben.Auch wenn wir ein christlich geprägtes Land sind, sollte Neutralität in öffentlichen Gebäuden Gang und Gebe sein. Erst recht in der Schule. Dort sollen Kinder etwas lernen. Dazu gehört auch Toleranz.
Habe in der Schule deswegen Werte und Normen (WuN) anstatt Religion gewählt, weil ich Atheist bin und Religionen meiner Meinung nach eher das Gegenteil erreicht haben, siehe Menschenrechtsverletzungen durch Kreuzzüge und ähnliche Dinge.
Von Freiheit zu sprechen, liegt mir da fern. Eher sehe ich bei vielen das Brett vorm Kopf und Sturheit.
Trojanisches Pferd N. Kunze – 26.04.10
Kaum ist Fr. Özkan im Amt, regt sie ein Kruzifixverbot an. Gibt es nichts Wichtigeres ??Z. B. ein PRÜGELVERBOT an niedersächsischen Schulen. Jeder Schüler der einen anderen schlägt,prügelt, mißhandelt, beklaut etc. sollte sofort abgemahnt werden; beim 2. Mal dann von der Schuler sofort verwiesen werden. Auch sollte man Lehrer die durch zu lange Pausen bewußt den Unterricht verkürzen, eine Standpauke halten.
Kruzifix, Kopftuch, Buddha etc. sollten an Schulen nicht verboten sein.
Trojanisches Pferd L. Kunze – 26.04.10
Das Fr. Özkan gleich als erste Äußerung nach ihrer Berufung als Ministerin, quasi ein Kruzifixverbot an den Schulen fordert, ist meiner Meinung nach ziemlich krass.Warum fordert sie nicht ein Prügelverbot an den nds. Schulen. Jeder Schüler, der einen anderen prügelt, beklaut etc., sollte von der Schule verwiesen werden!!!!!
Kruzifixe und Kopftücher sollten erlaubt sein.
Nur Gewalt, Drogen, Mobbing gehören nicht an Schulen. Bin mal gespannt wie sich das weiterentwickelt.
@ KH ... – 26.04.10
Sie haben offenbar nicht einmal begriffen worum es geht, wenn sie von orientalischen touch sprechen.Es geht nicht darum nicht-christliche Religionszeichen zu etablieren, sondern jegliche Religionszeichen aus öffentlichen Schulen fern zu halten.
Dies ist ein Gebot der Neutralität des Staates in Glaubensdingen. DAs hat das BVG in seinem Kruzifixurteil auch verstanden.
Oh Gott auchich – 26.04.10
"Wulff betonte in der „Bunten“: „Meine Landesregierung wünscht sich Kreuze an Schulen und eine Erziehung auf Grundlage christlicher Werte.“"Ich dachte,diese Relikte seien zumindestens in Niedersachsen Verganenheit. Wie bringe ich das nun meinen Kindern bei?
Und was sind christliche Werte? Ich bevorzuge humanistische (menschliche) Werte. Werte ohne Missbrauch und Segnung von Waffen!!!
unglaublich! Fab – 26.04.10
Ich verfolge in verschiedenen Onlinemedien die Kommentare zu Frau Özkans Vorschlag der Verbannung religiöser Symbole aus deutschen Schulen. Viele Menschen sind sich einig eine Türkin dürfe eine solche Forderung nicht stellen, "uns Deutschen" nicht das Recht auf Kruzifixe in Klassenzimmern nehmen. Hätte ein "echter" deutscher Politiker diese Forderung formuliert, gäbe es sicher Zustimmung. Übrigens ist Aygül Özkan deutsche Staatsbürgerin. Sie ist 1971 in Hamburg geboren. So mancher Nazi trägt seine Glatze unter der Frisur und ist sich dessen wahrscheinlich nicht einmal bewusst!Religiöse Zeichen raus aus öff.Gebäuden !!!! nursie – 26.04.10
Frau Özkan hat völlig recht!GAR KEINE Religionszeichen gehören in eine öff.Schule/Gebäude!Zum einen wählen Kinder nicht "ihre" Religion aus,sondern sie übernehmen sie von ihren Eltern,per Zufall.Sie selbst-jedenfalls i.d.Grundschule- stecken noch nicht ihre Mitschüler in bestimmte Religionsschubladen und grenzen aus!Sie spielen mit jedem,den sie mögen.Erst später durch den Einfluß der Erwachsenen fangen sie an Unterschiede zu machen.Zum anderen hat sich auch unsere Gesellschaft gewandelt,als das nieders.Schulgesetz geschrieben wurde, waren noch über 99% der Menschen in christlichen Kirchen. Jetzt sind über 35% in gar keiner Kirche mehr.Tendenz steigend.Um eine Gesellschaft in der Zukunft teamfähig zu machen, bedarf es nicht lauter seperater "Glaubensgrüppchen", sondern das Vermitteln von Gemeinsamkeiten:Humanismus,Menschenrechte, Teamgeist etc. Privat kann ja jeder in unserem Land seine
persönliche Religion leben!
Heil Herzog Widukind Stamm Stier – 26.04.10
Die erdverwachsenen Christdemokraten mögen’s halt stockkonservativ. Stramme Lieder singen geht vor Entrümpelung des überholten Weltbilds.Wulff und seine neue Ministerin Lill-Karin Bryant – 26.04.10
Als ob Kruzifixe in Schulen ein Problem sind denn wenn ich bedenke wie viele Kinder in Schulen versagen weil sie kein oder nur wenig Deutsch sprechen dann finde ich die Forderung wegen des Kreuzes ziemlich lachhaft. Aber wenn Wulff denkt dass eine tuerkisch-staemmige Frau ihm bei der naechsten Wahl Stimmen bringen wird dann muss er aufpassen dass sie ihre Forderung dass Kopftuecher in Schulen verboten werden unterlaesst.Denn die Tuerken werden sich ihre religioesen Symbole nicht so einfach nehmen wie die Deutschen,wir sind so tolerant und haben Bedenken dass Muslime sich gekraenkt fuehlen koennten. Da ist die Frau Oezkan aus einem ganz anderen Holz geschnitzt, aber ich denke bei ihren Glaubensbruedern wird sie auf Granit beissen. Denn die kennen weder Toleranz noch Spass wenn es sich um Islam handelt@Nee. Sam Lion Liberal – 26.04.10
Ich habe den von der HAZ zu Recht gelöschten Kommentar noch lesen können. Da für mich kein Plädoyer für Toleranz zu erkennen. Es war das krasse Gegenteil.Nee. Sam Lion @ HAZ.de-Redaktion – 26.04.10
Ich plädiere für Toleranz, die nicht jede Religion bereit ist zu gewähren ("Kruzifix-Verbot"), und für die Verteidigung dieses Wertes, und Sie löschen meinen Kommentar.Diese Meinungsäußerung mag ja Ihren Nutzungsbedingungen nicht entsprechen, habe allerdings den auf mich zutreffenden Passus nicht finden können. Die Diskreminierung christlicher Symbole und der christlichen Religion insgesamt durch die Ministerin in spe jedoch findet in dieser online-Ausgabe der HAZ reichlich nachrichtliche Wiederholung. Was soll man dazu sagen. Nur gut, dass ich das HAZ-Abo vor Jahren abbestellt habe.
Kruifixe in Schulen zupy – 26.04.10
Ansich sind die Religionen Kulturbedroher ersten Ranges. Wieviel Unheil haben sie über die Menschen gebracht!Zum letzten Absatz "Übrigens:" von Sam Lion: Sorry, das ist doch total daneben. Irgendwie scheint da im Demokratieverständnis etwas durcheinander geraten zu sein.
Gelungener Einstand KH – 26.04.10
immerhin bekommen wir deutlichst vorgeführt, was uns an orientalischem Touch in unserem Land erwartet, wenn unsere türkischen Zuwanderer hier das Zepter schwingen. So gesehen empfinde ichgroße Dankbarkeit für die Anmaßungen der Frau O.Bitte mehr davon. Da bin ich aber auch nicht bange. Das wird schon seine Fortsetzung finden.
@Kultur-Bedrohung ersten Ranges Kreuze abhängen – 26.04.10
Das Christentum des 21. Jahrhundert ist aufgeklärt und tolerant? Wenn ich mir Ratzinger ansehe, kann ich nur sagen: Der tut alles, um das zu widerlegen. Damit liegt er aber auch im Trend des Vatikans, der noch in keiner Epoche solche Eigenschaften aufwies.Kultur-Bedrohung ersten Ranges. Sam Lion – 26.04.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenWulff und eine Türkin als "Minister" Aufpasser – 26.04.10
Dem Leser "Hameln" sei Dank für seine Prognose - und seine Zustimmung: So wird es kommen - und das ist gut so!oh oh David – 26.04.10
Das geht ja gut los. Mal gucken, was noch so als Überraschung kommt.Peinlich, peinlich! Bürger – 26.04.10
Da wollte sich eine Landespartei konsequent modernisieren, und wird dann auch von Berlin wieder zurückgepfiffen. Das muss ja für engagierte Personen in der Partei frustrierend sein. Ach ja, wir haben es erst einmal mit den Griechenlandhilfen zu tun, da passt das Thema nicht. Kommunikationsgau nennt man das.Folteropfer gehören nicht in Schulen Lattengustl – 26.04.10
CDU-PR-Gag, der wohl für einige der CSU/CDU-Parteiangehörigen, -Politiker und -Wähler gar nicht mehr so witzig zu sein scheint. Insofern geht Wulffs Gag eher nach hinten los, was teilweise wiederum den Rest zum Lachen anregt.Trennung von Kirche und Staat längst fällig, also raus mit diesen "Folteropfer"-Darstellungen aus unseren Schulen und Kindergärten.
Wulf eben Andreas – 26.04.10
Ich lach' mich weg: Da hat die gute Frau Özkan doch tatsächlich geglaubt, dass sie mehr als ein PR-Gag von Herrn Wulf ist. Hat sie denn vorher mit ihm keine Gespräche geführt? Jedenfalls ist das ein Zeichen großer Naivität bei Frau Özkan. Sie sollte dieses Debakel nun dadurch retten, dass sie sich nicht als Ministerin zur Verfügung stellt. Vielleicht würde das auch unseren Upgrader Wulf mal zum Nachdenken bringen. Aber seien wir ehrlich: DIESE Wahrscheinlichkeit ist leider doch zu gering.Landesregierung Hameln – 26.04.10
Herr Wulf will mit der neuen Ministerin die nächsten Landtagswahlen verlieren. Das ist ein gute Entscheidung.Dumm gelaufen whoknows – 26.04.10
Jetzt wollte Wuff voran gehen und eine Frau mit Migrationshintergrund berufen, schon stellt die einfach ihren eigenen Kopf an und macht sich Gedanken.Die Gefallen der CDU aber gar nicht und schon wird die CDU entlarvt was sie eigentlich will, nämlich nicht Integration sondern bloss einen PR Gag.