Die Kritik reicht von „richtiges Ziel, falscher Weg“ bis zu „Instrument der Zensur“ – nach dem Streit um Kruzifixe in Schulen hat Sozialministerin Aygül Özkan mit ihrem Vorschlag, Journalisten auf eine „Mediencharta Integration“ zu verpflichten, am Freitag eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Die CDU-Politikerin hatte Chefredakteure und Verlagsleiter für den 16. August zu einem runden Tisch eingeladen. In dem Schreiben hieß es: „Es ist vorgesehen, dass die anwesenden Medienvertreter die sogenannte Mediencharta Integration öffentlichkeitswirksam unterzeichnen.“
Medienrecht fällt eigentlich in den Bereich der Staatskanzlei. Deren Sprecherin erklärte gestern Morgen, man sei mit der Ausarbeitung der Charta nicht direkt befasst gewesen, aber selbstverständlich sei die Pressefreiheit unantastbar.
Mit der Unterzeichnung der Charta sollen die Vertreter der niedersächsischen Medien erklären, „in ihrer Berichterstattung über Sachverhalte und Herausforderungen der Integration zu informieren, eine kultursensible Sprache anzuwenden, die interkulturelle Öffnung zu fördern, die interkulturelle Kompetenz zu verstärken sowie Projekte hierfür zu initiieren und zu begleiten“.
Die SPD sprach gestern von einem „Instrument der Zensur“ und einem „Angriff auf die Pressefreiheit“. Ihre medienpolitische Sprecherin Daniela Behrens sagte: „Das Recht der Medien auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit bezieht sich vor allem auf das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen.“ Freie Medien seien nicht dazu da, Kampagnen für die Landesregierung zu unterstützen.
Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sagte: „Die Sprachregelung für kultursensible Sprache mag gut gemeint gewesen sein, aber die gemeinsame Absichtserklärung zwischen Medien und Ministerium geht gar nicht“. Es sei unzulässig, wenn ein Ministerium versuche, eine Sprachregelung für Journalisten vorzugeben. Die grundgesetzlich garantierte Pressefreiheit lasse solche Eingriffe seitens der Politik nicht zu. Das Projekt solle schleunigst beerdigt werden.
Hans-Henning Adler (Linke) meinte, das Ziel der Charta sei grundsätzlich richtig, der Weg jedoch falsch. Eine Selbstverpflichtung der Presse müsse von den Medien selbst ausgehen. „Regierungen sollten sich hier zurückhalten und allenfalls im Hintergrund applaudieren, wenn so etwas zustande kommt“, sagte Adler.
Nach Ansicht des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) ist eine derartige Charta „völlig überflüssig“. Journalisten seien sich auch ohne Hinweis der Ministerin der Bedeutung des Themas Integration bewusst, sagte DJV-Geschäftsführerin Elisabeth Harries. Grundlage journalistischer Arbeit bleibe der 1973 vom Deutschen Presserat verabschiedete Pressekodex, in dem es unter anderem heißt, die Achtung vor der Wahrheit und die Wahrung der Menschenwürde seien oberste Gebote.
Professor Thomas Leif, Vorsitzender der Journalistenvereinigung „Netzwerk Recherche“, sagte, es sei eine gefährliche Illusion zu glauben, die Medien könnten die Fehler der Politik in Migrationsfragen ausbügeln. „Die Politik muss selbst handeln und kann die verdrängten Hausaufgaben nicht an die Medien weiterreichen. Aufgabe der Medien ist es, diese Aktivitäten kritisch zu begleiten und vor allem die Migranten zu Wort kommen zu lassen.“ Wenn das Beispiel der Mediencharta Schule machte, könnte demnächst jeder Minister seine Wunschvorstellungen an die Medien in einem Beipackzettel formulieren. Mit der Realität hätten diese „bestellten Wahrheiten“ aber nichts mehr zu tun.
Ministerin Özkan bemühte sich am Nachmittag um Schadensbegrenzung und erklärte, bei der versandten Charta handle es sich nur um einen ersten Entwurf. Nichts liege ihr ferner, als die Unabhängigkeit der Medien zu berühren.
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Kommentare
@Schweizer ctheiss – 25.07.10
Lieber Schweizer,diese Kritik geht mir nun doch entschieden zu weit.
Ich habe – bis auf ganz wenige Ausnahmefälle - kein Problem mit der Berichterstattung der HAZ. Und auch dann respektiere ich die Meinung des Andersdenkenden.
Nicht alles, was sich links vom äußersten rechten Rand befindet, ist rot.
Ich begrüße es grundsätzlich, wenn sich jemand um ein friedliches, auf gegenseitigem Respekt beruhendes Miteinander bemüht. Dabei sollten alle, die in diesem Land leben, bereit sein, ihren Beitrag zu leisten und sich einzubringen.
Frau Özkan hat dabei allerdings bisher keine glückliche Hand bewiesen. Wie mal jemand sagte: "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint".
Ich empfehle ihr ebenfalls einen Blick ins Grundgesetz.
Armes Deutschland! Schweizer – 25.07.10
"Einer der größten Anteilseigner des Blattes ist die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, die Medienholding der SPD. CDU-nahe Kreise behaupten manchmal, dass die Berichterstattung von NP und HAZ nicht politisch unabhängig ist. Eine konkrete Einflussnahme der Partei ist allerdings nicht bekannt geworden." Natürlich nicht, sind ja fast alle Medien in NMiedersachsen rot. Als Schweizer dachte erst, "HAZ" heißt "Homosexuelle Arbeitsgruppe Zürich". Schon interessant, was in Deutschland vor sich geht. Bei uns würde man Özkan schon am ersten Tag feuernGG Artikel 5, Absatz 1 Pressefreiheit Richter169 – 25.07.10
Sehr geehrte Damen und Herren,wie ich das erfahren habe, habe ich gleich an den Artikel über Informationsfreiheit und Pressefreiheit gedacht. Diesen Artikel würde die Ministerin mit der Charta aushebeln. Wieso hat ihr das keiner ihrer Berater gesagt?
Als Politiker/in müsste ich wenigstens die ersten 20 Artikel wissen, auf denen baut sich alles auf. Dann wäre ihr das nicht passiert.
Was für Politiker haben zur Zeit das sagen in unseren Land? Die Frage sei mir bei solchen Sachen erlaubt.
Bis dann
LG von Richter169
Gelöscht! Dann halt anders! Freiwillige Selbstzensur! – 25.07.10
Zitat, HAZ, s.o. "Nach Ansicht des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) ist eine derartige Charta „völlig überflüssig“. Journalisten seien sich auch ohne Hinweis der Ministerin der Bedeutung des Themas Integration bewusst, sagte DJV-Geschäftsführerin Elisabeth Harries." Diese Aussage muss man einmal auf sich wirken lassen! - Tatsächlich! Die Charta ist eigentlich überflüssig! Die allgemeine Berichterstattung beweist es!Vorauseilender Gehorsam! Freiwillige Selbstzensur! – 24.07.10
Die handzahme Berichterstattung zu diesem Thema ist das eine, die Reaktion des DJV das andere! Zitat: >>...„völlig überflüssig“. „Die Inhalte fließen bereits in die tägliche Arbeit der Journalisten ein“, ...„Journalisten sind sich auch ohne Hinweise der Ministerin der Bedeutung des Themas Integration bewusst.“<< Wie bitte??? Das heißt doch nichts anderes als: "Mensch Frau Özkan, was soll das wir machen das doch schon alles ohne Charta?" Man muss Frau Özkan beinahe schon dankbar sein, dass sie der Medienwelt die Maske vom Gesicht gerissen hat! Man hat es ja schon lange vermutet, doch dies war der letzte Beweis! Haben wir denn nichts aus der Geschichte gelernt? Zensur ist Zensur! Ganz gleich ob sie von rechts oder von links kommt! Es gibt darin keinen qualitativen Unterschied!zensur :-) – 24.07.10
was wunderts, ist doch ein SPD-Blatt und der Volkserziehung gewidmet.Zensur? Joseph G. – 24.07.10
Ist schon lustig wie sich die HAZ vorführen lässt!?Multikulti Rechter – 24.07.10
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Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenNewspeak Eric Blair – 24.07.10
Frau Özkans Absichten hinsichtlich Pressefreiheit finde ich doppeltplusungut...Freie Presse ctheiss – 24.07.10
Eine freie Presse, die diesen Namen verdient, lässt sich von nichts und niemandem vorschreiben, über was und in welcher Form sie zu berichten hat.Das sollten Politiker in einer Demokratie ein für alle Mal begriffen haben!
Ach was! jojo22 – 24.07.10
Der wird ihr auch nicht helfen, auch wenn er mit öffentlichen Geldern mehr als gefördert wird.Ab ins INI Klaus – 24.07.10
Vielleicht sollte sich diese Dame mal einen Termin bei Prof. Amir Samii vom International Neuroscience Institute (INI)geben lassen.Ministerin Hans – 24.07.10
Ich stelle mir gerade vor, ein türkischer Minister wäre Nachfolger von Wulff geworden, statt eines Schotten.Nee, unvorstellbar.
Ich hoffe,dass das nie passiert.
Am Beispiel der Ministerin sieht man doch, dass diese Leute, auf Grund ihrer Herkunft, immer noch fremdgesteuert sind.
Ätzorkan Die alte Mauer – 24.07.10
>>Ministerin Özkan bemühte sich am Nachmittag um Schadensbegrenzung und erklärte, bei der versandten Charta handle es sich nur um einen ersten Entwurf. Nichts liege ihr ferner, als die Unabhängigkeit der Medien zu berühren.<<Da war doch was, da war doch was.
Ach ja:
"Keiner hat die Absicht eine Mauer zu bauen".
Demokratie paulchen – 24.07.10
Diese Aussagen zeigen doch deutlich das mangelnde Demokratieverständnis dieser Bevölkerungsgruppe! Danke Herr Bundespräsident, ich wusste schon vorher, dass sie nicht geeignet sind MP zu sein geschweige denn BP, mit der Berufung dieser Ministerin haben sie der Integration einen Bärendienst erwiesen. Treten sie doch gleich mit zurück, Gründe gibt es genug, der einfachste wäre totale Unfähigkeit!Wulffs Hinterlassenschaft Wolfhart – 24.07.10
Wenn MP McAllister alle hier vertretenen Kommentare liest, könnte es für ihn nur zwei Möglichkeiten geben:1. Um die Integrationsbemühungen seiner Ministerien nachhaltig zu unterstützen, fordert es für künftige Schützenfest-Kostümierungen die Einführung des Schotten-Kilts - auch als Zeichen seiner kulturellen Herkunft
oder
2. Er verschafft Frau Özkan eine Denkpause bis zur nächsten Landtagswahl - bevor ein Volksentscheid ihre Abberufung erzwingt.
In jedem Fall hat sein Vorgänger dem neuen Ministerpräsidenten mit Frau Özkan eine schwere Hypothek hinterlassen.
Äatzorkan Akte Islam – 24.07.10
Da hier keine weiterführenden Links durchgehen kann ich lediglich auf die Seite *Akte Islam* hinweisen. Nur Fakten, keine Propaganda.Pressefreiheit S. Landestrost – 24.07.10
Wartet nur; bei der nächsten Wahl wird diese unglaubliche Ministerin ``zensiert`´, aber nicht zu knapp.Zensur Goleminidis – 24.07.10
Was die Regierung aus CDU - FDP in den letzten Jahren sich an Ansehen aufgebaut hat, wird durch diese Ministerin innerhalb kürzester Zeit niedergerissen. Weshalb hat Hr. Wulff dieses trojanische Pferd in die Regierung gebracht ? Wer oder was steckt dahinter ? Es gäbe eine Menge zu recherchieren. Hr. Mc Alister tut mir unglaublich leid.Pleite für Wulff! CDU- Mitglied – 24.07.10
Ich möchte mir ja nichts anmaßen, aber ÖZKAN kostet der CDU im konservativen Milieu mindestens 20-30%Die Leute sind außer Rand und Band.
Zum Lachen Der Hofnarr – 24.07.10
Die HAZ zensiert schon meinen X-Beitrag zu diesem Thema. Das macht mir allmählich Spass!!!Pressefreiheit??? journalistin – 24.07.10
"Gewünschte Sprachverwendung" - bei Goebbels hieß das einst "Sprachregelungen". Sie wurden bei monatlichen Treffen mit Redaktionsleitern der großen Zeitungen in Berlin ausgegeben!Aber die HAZ wird wahrscheinlich auch diesen Beitrag zensieren. Würde mich wundern.
Gegenstimme zu Kommentar asd – 24.07.10
Fest steht: Ausländer begehen mehr Straftaten als Deutsche und zwar pro Kopf wesentlich mehr!Im statistischen Vergleich zeigt sich, dass der Anteil der Ausländer, die einer Straftat verdächtigt werden (Tatverdächtige), deutlich höher ist, als es entsprechend ihrem Anteil an der Wohnbevölkerung zu erwarten wäre.
Z. B.
Mord- und Totschlag: 5.889 Fälle davon 1457 von Ausländern (also keine "Deutschen" mit Migrationshintergrund !) macht 24, 7% bei einem offiziellen Bevölkerungsanteil von 8,1%
(Wohlgemerkt Ausländer sind nicht gleich Migranten)
Ich zitiere aus einem Vortrag:
„Die Täter stammen […] von wenigen Ausnahmen abgesehen aus sozial randständigen Familien, insbesondere solchen mit bildungsfernem Hintergrund. […] Die ethnischen Deutschen [stammen] regelmäßig aus Familienverhältnissen, welche üblicherweise als kriminalitätsfördernd beschrieben werden. Alkoholmißbrauch, fehlende Zuwendung für die Kinder, Gewalt innerhalb der Familie etc. bestimmen das Bild und damit die Kindheit und Jugend der dort aufgewachsenen Täter. Hiervon unterscheiden sich die Familienverhältnisse der orientalischstämmigen Täter meist deutlich. Hier findet man vorwiegend Familien vor, die sich selbst keineswegs als irgendwie auffällig empfinden oder gar beschreiben würden, sondern die sich mehr oder minder nahtlos in die übrigen Migrantenfamilien ihres Wohngebietes einordnen und die – gemessen an den eigenen Maßstäben – meist auch über halbwegs intakte familiäre Strukturen verfügen. Übereinstimmendes Merkmal zwischen den verschiedenen orientalischen Ethnien dürfte die Gewaltanwendung des männlichen Familienoberhauptes gegenüber seiner Familie sein. Körperliche Züchtigungen, auch heftige Schläge, sind, wie die jungen Migranten immer wieder berichten, gängige Erziehungspraxis. Dem devianten Verhalten ihrer Söhne stehen diese Familien teils unwissend, teils verharmlosend, aber auch hilflos gegenüber. Die heimatliche Tradition verbietet es geradezu, Hilfen von außerhalb, noch dazu eine solche des fremden Staates, zuzulassen oder gar zu erbitten. Bei [einigen] türkischkurdisch-libanesischen Großfamilien muss zudem davon ausgegangen werden, dass dort keineswegs selten eine konsequente Erziehung zur professionellen Kriminalitätsausübung stattfindet.“
Und mit denen sollen wir auf einer Stufe stehen????
Ministerin Hans – 24.07.10
Wenn die eines Tages auch noch das Ausländer Wahlrecht einführen, sind wir im eigenen Land im Eimer.Migranten ? – 24.07.10
Ich finde auch, obwohl ich noch nie Probleme hatte, dass die HAZ Vorfälle mit Migranten unnötiger weise totschweigt oder sie zumindest auf eine minimal Information reduziert.Kommentare werden schon beim leisesten Anflug von Kritik in Richtung Migranten gelöscht.
Die HAZ scheint mit aller Gewalt verhindern zu wollen ein konservatives Image zu haben.
Dass mit so einer Linie oder der irrwitzigen Forderung einer fehlgeleiteten Ministerin, eine Parallelgesellschaft ohne Kritik noch gefördert wird, sollte doch jedem klar sein.
Kampf im Klassenzimmer babamama – 24.07.10
Wer den Film nicht gesehen hat kann ihn finden bei rss-video.netIch hoffe dieser Tipp gilt nicht als Link und kann veröffentlicht werden
Video Link babamama – 24.07.10
Den entsprechenden Link kann man finden unter rss-video.netIch hoffe, dieser Ratschlag gilt nicht als Link und kann veröffentlicht werden.
@Jörg Allner Migrant – 24.07.10
Ich gebe ja zu was Fr. Özkan da von sich gegeben hat ist ungeheuerlich, allerdings genauso wie hier der Eindruck entstehen soll, dass Straftaten überwiegend von Ausländern begangengen werden. Wer hat denn D. Brunner totgeschlagen bzw. dazu gebracht dass er stirbt ? Und die ganzen Rocker ? Sind das alles Albaner, Türken etc. oder wie ? Machen Sie lieber die Augen auf Herr Allner...Bravo Christian Wulff Jörg Allner – 24.07.10
Die Saat unseres Ex-Ministerpräsidenten ist aufgegangen. Wer Minister quasi aus dem kleinasiatischen Kulturkreis importiert, bekommt was er bestellt hat: eine Denkweise, die schwerlich mit Demokratie in unserem Sinne in Einklang zu bringen ist. Die Vorstellung, man könne der Presse auferlegen, wie sie zu berichten hat, ist in der Tat weit her geholt, am Bosporus jedoch gängige Praxis.Den Madsack-Zeitungen bräuchte die Ministerin übrigens keine Richtlinien vorgeben, weil diese in vorauseilendem Gehorsam bereits alle Vorgaben umgesetzt haben, sprich eine einseitige Berichterstattung praktizieren, inkl. dem Verschweigen der ethnischen Hintergründe bei den zahlreichen Straftaten, die alle Tage vorfallen, plus der aktiven Zensur aller Lesermeinungen. Wie man die HAZ kennt, wird dieser Kommentarteil deshalb sehr wahrscheinlich binnen kürzester Zeit geschlossen. Der Publizist Ralph Giordano hat sich dazu übrigens unzweideutig geäußert. Das wäre einmal ein Interviewpartner für die HAZ, die sich ja doch nicht traut ...
Özkans Mediencharta Guido – 24.07.10
Offensichtlich sind Niedersachsens Medienvertreter Liebhaber von getürktem Ziegenkäse.Kein Aufschrei des Entsetzens vernehmbar.
Misswahlen bei Wulff Wattwurm68 – 24.07.10
Es wird langsam deutlich, dass Herr Wulff bei der Auswahl von Frauen auch politisch kein besonders glückliches Händchen hatte. Frau Heister-Neumann zeigte als Kultusministerin kein Geschick, sein Coup mit der ersten Migrantin im Kabinett erweist sich wiederholt als schwer daneben. Hoffentlich geht sein Nachfolger geschickter vor. Zutrauen würde ich es ihm.Mulitkuturelles Ländespiel Wolfhart – 24.07.10
Wenn einige top-bezahlte Profis aus verschiedenen Kulturkreisen Fußball für eine gemeinsame Sache (d.h. den persönlichen Marktwert ins Unendliche zu puschen)unter einer gemeinsamen Flagge spielen, ist dies noch kein überzeugender Beweis von gelungener Integration.Damit wird nur an der Oberfläche verkleistert, was im Bodensatz der Gesellschaft nicht funktioniert; siehe aktueller ARD-Beitrag "Kampf im Klassenzimmer".
Wenn nun noch politische Vorgaben für einen gleichgeschalteten Verhaltenskodex der Medien zu dem brisanten Thema "Integration" gemacht werden, dann wird mehr als deutlich, dass der beschrittene und künftige Weg zur Integration im Nirwana endet.
CHARTA H.F.K.LINDNER – 24.07.10
Wehret den Anfängen.........!Politik heute Geert-Martin – 24.07.10
"Sehr gute Analyse" bezog sich auf den Beitrage von audio 100Politik heute Geert-Martin – 24.07.10
Sehr gute Analyse.Politik heute geht von der Zielsetzung aus möglichst viele Wählerstimmen zu bekommen.
Nach diesem Ziel werden die Inhalte gesetzt, aufgegeben oder verlagert. "Projekt 18" der FDP ist ein Beispiel dafür, dass die Wählerstimmen im Vordergrund stehen.
Es sollte aber so sein, dass die Parteien vor der Wahl überlegen (oder auch noch früher): Was wollen wir? Was ist wichtig für unser Land?
Das Ziel sollte im Vordergrund stehen. Danach sollten die Parteien versuchen die Bürger für diese Ziele zu gewinnen.
Und warum ist es nicht so? Ich befürchte, weil die Parteien sich sagen:
So kommen wir aber nicht weiter. Wir müssen dem Volke nach dem Maul reden um dann später etwas bewegen zu können.
Das war im Grunde auch früher schon so, aber heute ist es zum Grundsatz von Politik geworden.
Ätzorkan babapapa – 24.07.10
Wer den Film "Kampf im Klassenzimmer" noch nicht gesehen hat.[… Link von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
Ätzorkan babamama – 24.07.10
Die "Ministerin" muss sich wohl bei einem gewissen Herrn Erdogan für ihre weitere politische Karriere profilieren.In die Wüste und am besten ihren Protégé, diesen Schmidtchen Scleicher Typ gleich mit.
Nach meiner persönlichen Meinung ist das ein Beispiel dafür,.. . audio001 – 24.07.10
dass es eben nicht nur ausreicht jemanden zum/zur MinisterIn zu machen, sondern man sich im Vorfeld auch der Frage seriös widmen muss, welche umfängliche Befähigung ein derartiges Amt erfordert (hat schon einmal jemand ein „Anforderungprofil“ für MinisterInnen gesehen?) und inwieweit der Kandidat/die Kandidatin in seinen/ihren Talenten und Fähigkeiten den Ansprüchen des Amtes genügen kann!Auf die Idee zu kommen, den Medien „eine Sprachregelung für kultursensible Sprache“
auferlegen zu wollen - Freiwilligkeit hin oder her - zeigt auf, dass entweder die übernommene Aufgabe inhaltlich noch nicht ausreichend verstanden wurde oder dem Kontext des politischen Handelns, zu Grundgesetz oder der Verfassung des Landes, nicht ausreichend Beachtung geschenkt wurde!
Nun unterstelle ich bei Frau Özkan noch nicht einmal bösen Willen! Ich denke, dass die Absicht sogar eine löbliche war und getrieben von dem Willen einen Beitrag zur Integration zu leisten!- Nur dieses Vorgehen war schlichtweg politisch unprofessionell und im Sinne des Gewollten kontraproduktiv!
Letztendlich beschreibt diese Handlungsweise aber auch ein grundsätzliches Problem deutscher Politik: Das politische Handeln folgt nicht mehr einem klar formulierten Ziel (das dann noch im Sinne der Interessen der Bürger des Landes belastbar ist!); das politische Vorgehen folgt zunehmend auch keiner nachvollziehbaren Strategie mehr, die Bürgern noch vermittelbar wäre; noch finden sich, abgeleitet aus der Strategie, schlüssige Maßnahmen wieder!
Offensichtlich wird seitens der Politik zunehmend "nach Tagesform" ziel- und konzeptionlos agiert, das Fremdbild zum eigenen Handeln verdrängt (und damit jeder möglicher selbstkritischen Reflektion entzogen;- man kann es auch Beratungsresistenz nennen) und der Souverän nur noch als Wahrnehmungsorgan politischen Handelns gesehen und als der „Souverän“ in diesem Lande völlig ausgeblendet!!
Übrig bleibt eine Politik (wenn man das überhaupt noch so bezeichnen kann?) die nicht mehr dem Bürger geschuldet ist, sondern dem politischen Machterhalt irgendwelcher Parteieliten!- Und in diesem Szenario spielt offensichtlich die zweifelsfreie politische Befähigung für die Übernahme eines politischen Amtes nicht mehr unbedingt die entscheidende Rolle?
„Gute Politiker, machen „Gute Politik“!- Im Moment fällt es schwer zu erkennen, dass dem Anspruch des Bürgers nach „guter Politik“ immer ausreichend abgeholfen wird...
Fundsachen Kurt M. Ulti – 24.07.10
Sehr geehrte Frau Özkan,beim Studium der aktuellen Ausgaben meiner Lieblingszeitungen Coupé(Seite 23), Blitz-Illu(S.44) und Der Landser(S.1,ff) sind mir Formulierungen aufgefallen, die keineswegs als kultursensibel zu betrachten sind.
Ich bin sehr empört!
Sehen Sie Möglichkeiten den Verkauf dieser Druckerzeugnisse zumindest im Raum Niedersachsen einzuschränken und die Exemplare zu beschlagnahmen?
MfG
Kurt
"Und er kam zu dem Ergebnis, ... Oke Bandixen – 24.07.10
... nur ein Traum war das Erlebnis. Denn, so schloss er messerscharf: dass nicht sein kann, was nicht sein darf." (Christian Morgenstern)Die Konsequenzen einer verfehlten bzw. niemals ernsthaft betriebenen Integrationspolitik können nicht einfach an die Presse delegiert werden. Wir brauchen keine beschönigende Berichterstattung, die vernebeln soll, was jeder längst mit Händen greifen kann. Nämlich, dass es massive Probleme gibt. Wir brauchen eine ehrliche Bestandsaufnahme - und klare Richtlinien für die Zukunft. Dieses Land ist auf Zuwanderung angewiesen, das stimmt. Deutschland ist also ein "Einwanderungsland". Ich bin auch keineswegs dagegen. Aber dann sollten wir uns auch so verhalten wie die klassischen Einwanderungsländer, die selbst und dabei sehr resolut entscheiden, wer in ihre Gesellschaften "einwandern" darf. Das können eben nicht nur Mühsehlige und Beladene sein. Potentielle Zuwanderer sollten möglichst auch produktiv zur Entwicklung der Einwanderungsgesellschaft beitragen; sie sollen helfen, unsere Probleme zu lösen und nicht zusätzliche verursachen. Das - und nichts anderes - ist das maßgebliche Kriterium für die klassischen Einwanderungsländer (USA, Kanada, Australien Neuseeland). Was ist daran falsch? In Kanada zahlt man 30 Dollar Strafe, wenn man eine Cola-Dose in den Rinnstein wirft, und keiner tut es folglich. In Berlin hinterlassen unsere fremdländischen Mitbürgerinnen und und Mitbürger an jedem Feiertag rund 15 Tonnen Müll in den Grünanlagen der Stadt (so der 'Tagesspiegel'), weil keiner ihnen gefahrlos klar machen kann, dass es auch Mülltonnen gibt. Mit einer folkloristischen Berichterstattung kommen wir da nicht weiter. Es gibt massive Probleme. Und die wird man auch weiterhin aussprechen dürfen, oder?