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Pension mit 67 beschert Wulff viel Kritik

Ruhestand Pension mit 67 beschert Wulff viel Kritik

Bereits vor der Klausurtagung der niedersächsischen Landesregierung wächst die Kritik an der von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) erwägten Pension mit 67 für Landesbeamte.

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„Ich bin gegen jeden Jugendwahn und ich finde es unsinnig, einem motivierten 65-Jährigen zu sagen: Du darfst nicht mehr“, erklärt Wulff.

Quelle: dpa

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Landtagsfraktion der Linken forderten den Politiker auf, von den Überlegungen abzusehen. Wulff hatte in einem Interview angekündigt, dass das Kabinett auf seiner am Mittwoch in Vienenburg beginnenden Zukunftstagung auch über eine mögliche Pension mit 67 sprechen wolle.
Sämtliche Änderungen sollten aber mit Respekt vor den Betroffenen geschehen. „Ich bin gegen jeden Jugendwahn und ich finde es unsinnig, einem 65-Jährigen, der hochmotiviert ist und zum Beispiel freiwillig länger arbeiten möchte, zu sagen: Du darfst nicht mehr“, erklärte er.

„Die Pension mit 67 ist genauso falsch wie die Rente mit 67“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Hartmut Tölle am Montag laut Mitteilung. Beides seien reine Kürzungsmaßnahmen, denn die Wenigsten schaffen es jetzt schon bis 65 zu arbeiten. In der derzeitigen Arbeitsmarktlage sei eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit zudem das völlig falsche Signal, denn für jüngere Beschäftigte verschlechterten sich ihre Chancen auf einen Berufseinstieg noch mehr. Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes für die Haushaltsprobleme „bluten zu lassen“, sei „der denkbar schlechteste Weg“.

Auch die Linke im Landtag kritisiert die Überlegung von Wulff scharf. „Damit plant die Landesregierung einen Doppelschlag gegen die niedersächsischen Lehrer. Sie will Stellen kürzen und das Pensionsalter anheben“, erklärte der Vorsitzende der Linksfraktion, Manfred Sohn. Die Landesregierung müsse mit ihrer Praxis aufhören, den Landeshaushalt auf Kosten der Beamten zu sanieren. Das durchschnittliche Renteneintrittsalter betrage derzeit etwa 63 Jahre und liege somit schon jetzt unter dem gesetzlichen Rentenalter von 65 Jahren, betonte Sohn.

lni

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