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Eine Maschinenpistole für jeden Streifenwagen

Neue Ausrüstung für Polizei Eine Maschinenpistole für jeden Streifenwagen

Um auf einen Terroranschlag wie etwa in Paris besser vorbereitet zu sein, stellt die Polizei in Niedersachsen ihr Sicherheitskonzept um. Unter anderem werden alle Streifenwagen im Land mit schweren Schutzwesten für die Polizisten und Maschinenpistolen ausgestattet.

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Die Polizisten im Land sollen besser geschützt werden. 

Quelle: dpa

Hannover. Damit reagiert das Innenministerium auf eine entsprechende Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), wie jetzt aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion im Landtag hervorgeht.

Bei den Anschlägen von Paris im November 2015 hatten Attentäter mit ­Kalaschnikows auf Gäste in Cafés und Besucher eines Konzerts geschossen, 130 Menschen starben. Die Gewerkschaft der Polizei in Niedersachsen hatte daraufhin kritisiert, dass die Beamten hierzulande auf ein solches Szenario nicht vorbereitet seien.

So habe jeder der rund 18.000 Polizisten im Land nur eine Schutzweste der Klasse eins. Diese sei nur in der Lage, Pistolenkugeln abzufangen. Nun hat das Innenministerium die Anschaffung von 2500 Schutzwesten der Klasse vier – sogenannten Plattenträgern – in Auftrag gegeben. Diese Schutzwesten sind auch in der Lage, Gewehrmunition aufzuhalten. Weil sie aber mit ungefähr zehn Kilogramm Gewicht recht schwer sind und die Bewegungsfreiheit einschränken, sollen sie nicht an die Beamten ausgegeben, sondern Bestandteil der Ausstattung in Streifenwagen werden. Jeder Wagen bekommt dafür zwei Westen; insgesamt gibt das Land dafür 1,5 Millionen Euro aus. Zur Ausstattung der rund 1100 Streifenwagen in Niedersachsen gehört ab sofort auch wieder eine Maschinenpistole. Dafür werden nach und nach in alle 1100 Streifenwagen Waffenkästen eingebaut. Außerdem wird die Aus- und Fortbildung der Polizei erweitert: Die Beamten bekommen Schusswaffentraining und lernen, sich in Extremsituationen richtig zu verhalten.

„Das ist der richtige Schritt“, lobte Dietmar Schilff, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Niedersachsen, die verbesserte Ausrüstung. „Jetzt kommt es darauf an, auch die Aus- und Fortbildung weiterzuentwickeln“, sagte Schilff.

Unter anderem müsse den Kollegen deutlich gemacht werden, dass man sich bei einem Angriff nicht allein auf die schwere Schutzweste verlassen dürfe. Stattdessen könne es überlebenswichtig sein, bei einem Angriff schnell in Deckung zu gehen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen müssen wissen, was sie in einer solchen Situation tun müssen“, sagte Schilff.

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