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Quadriga-Querelen keine Belastung für deutsch-russisches Treffen

„Petersburger Dialog“ Quadriga-Querelen keine Belastung für deutsch-russisches Treffen

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland soll in den kommenden Tagen in Niedersachsen vorangetrieben werden. Den Auftakt macht der „Petersburger Dialog“ - auf höchster Ebene wird dann bei den 13. deutsch-russischen Regierungskonsultationen verhandelt.

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Der russische Vizeregierungschef Viktor Subkow.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Um eine Vertiefung der deutsch-russischen Beziehungen geht es seit Sonntag beim „Petersburger Dialog“ in Wolfsburg und Hannover. Bis Dienstag wollen Vertreter aus Kirchen, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik über die Zusammenarbeit der beiden Länder beraten. Zu Beginn der Gespräche beteuerten beide Seiten, dass sich die Absage der Verleihung des Quadriga-Preises an Ex-Kremlchef Wladimir Putin nicht belastend auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland auswirke.

„Die Entscheidung des Kuratoriums wird überhaupt keinen Einfluss auf den deutsch-russischen Dialog und die zwischenstaatlichen Beziehungen haben“, sagte der russische Vizeregierungschef Viktor Subkow bei der Eröffnung des Dialogs in Wolfsburg. Auch der Leiter der deutschen Delegation, Lothar de Maizière, befürchtet eigenen Angaben zufolge keine negativen Auswirkungen. Er sei froh, dass die Entscheidung auf russischer Seite nicht als Belastung empfunden werde. Als Überraschungsgast kam Michail Gorbatschow, ehemaliger sowjetischer Präsident, zum Auftakt nach Wolfsburg.

Putin sollte mit dem Quadriga-Preis für seine Verdienste um die deutsch-russischen Beziehungen geehrt werden. Doch wegen massiver Kritik hatte der Verein Werkstatt Deutschland davon Abstand genommen. Kritiker werfen Putin mangelnde Beachtung der Menschenrechte vor.

Das Treffen steht unter dem Motto „Bürger, Gesellschaft und Staat - Partner im Modernisierungsprozess“. An drei Tagen sollen Vertreter aus Kirchen, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Politik über die Zusammenarbeit beider Länder beraten. „Wir werden schwierige Themen behandeln“, sagte de Maizière. „Vor allem in der Wirtschaft wollen wir gemeinsam noch besser voran kommen“, meinte Subkow.

Zum ersten Mal tagt der Peterburger Dialog in Niedersachsen: Ministerpräsident David McAllister (CDU) betonte aus diesem Anlass die „zahlreichen Brücken zwischen Niedersachsen und Russland“. Unter anderem habe Niedersachsen Partnerschaften zu zwei russischen Provinzen und rund 300 niedersächsische Unternehmen seien in Russland tätig.

Am Abschlussplenum am Dienstag wollen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Präsident Dmitri Medwedew teilnehmen. Sie kommen ab Montag bei den 13. deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Hannover zusammen. Neun Bundesminister treffen sich dabei mit ihren russischen Amtskollegen. Am Ende sollen ein Dutzend Vereinbarungen unterzeichnet werden - auch von Unternehmen, die deutsch-russische Geschäfte besiegeln wollen.

dpa

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