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Regierungschef auf Sommerreise gestartet

Jeversen, Wolfsburg und Braunschweig Regierungschef auf Sommerreise gestartet

Bewegung ist das Thema der diesjährigen Sommerreise von Ministerpräsident Stephan Weil. In Burgwedel besuchte er das Logistikzentrum von Rossmann. In Jeversen testete er Reifen im Contidrom.

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Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)sitzt bei seinem Besuch auf der Teststrecke Contidrom des Automobilzulieferers Continental in Wietze (Niedersachsen) im Rahmen seiner Sommerreise in einem Bus, der durch eine Steilkurve fährt.

Quelle: dpa

Hannover . Die Aufgabe klingt leicht, aber der Ministerpräsident ist skeptisch. Mit einer schwarzen Limousine soll Stephan Weil auf der Continental-Teststrecke Contidrom in der Südheide zügig auf eine Kinderpuppe auf der Straße zufahren, ohne auf die Bremse zu treten – das soll das automatische Bremssystem übernehmen. Im ersten Versuch scheitert Weil („Ich habe dem System nicht getraut und doch selber gebremst“), im zweiten klappt es dann. Kann er nicht gut loslassen? Eigentlich, sinniert Weil nach der Fahrt, habe er kein Problem damit, Aufgaben zu delegieren. „Aber ich behalte gerne den Überblick.“

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht am 08.08.2016 während dem Auftakt seiner Sommerreise vor der niedersächsischen Staatskanzlei in Hannover mit Journalisten.

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Einen Überblick über das Thema Mobilität will sich Weil verschaffen. Drei Tage lang reist der Regierungschef durch den Osten Niedersachsens und besucht Firmen und Forschungseinrichtungen. Mobilität ist ein Zukunftsthema, das für die Landesregierung allerdings auch Probleme birgt: Die Bewältigung der Dieselaffäre macht Volkswagen zu schaffen, zudem muss der Konzern sich neu ausrichten. In ländlichen Regionen wird um den öffentlichen Nahverkehr gekämpft. Außerdem sorgt der geplante Bau zweier Autobahnen für Streit in der rot-grünen Koalition. Doch auf Weils Sommerreise geht es um die Chancen – Schattenseiten spielen eher am Rande eine Rolle.

So steht etwa beim Besuch des Contidroms in Jeversen der Spaß im Vordergrund. Mit dem Reisebus lässt sich Weil samt seiner Delegation über den Hochgeschwindigkeits-Parcours fahren. Als der Bus mit Tempo 90 in die Steilkurve geht und sich gefährlich nach links neigt, wird so manchem Fahrgast ein wenig mulmig. Weil aber blättert seelenruhig in Akten.

Dann aber darf der Ministerpräsident noch selbst ans Steuer. Auf einer nassen Fahrbahn durfte Weil den Unterschied zwischen einem Conti-Reifen und einem asiatischen Importreifen erfahren. „Ein Unterschied wie Tag und Nacht“, lobt der Regierungschef anschließend das niedersächsische Produkt. Mit dem asiatischen Reifen hatte er Probleme, weil der Wagen „immer wieder nach links ausbrach“ und in den Kurven korrigiert werden musste.
Ein Gefühl, das Weil in seiner Koalition beim Thema Autobahnen kennen dürfte. Die Grünen legen sich insbesondere beim Bau der A 20 entlang der Nordseeküste und der A 39 durch die Lüneburger Heide quer. Weil befürwortet den Bau und erhielt dafür bei der Sommerreise von Dirk Roßmann Unterstützung: Der Bau dieser Autobahnen sei „schon sinnvoll“, sagt der Drogerieunternehmer, dessen Unternehmen von einer ausgeklügelten Logistik lebt. „Ich bin der Meinung, dass man diese beiden Projekte, die man angefangen hat, jetzt auch durchzieht. Aber ich finde nicht, dass man ganz Deutschland zubetonieren sollte.“

Auch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geht es um moderne Mobilitätskonzepte. Die Bundesanstalt betreibt in Braunschweig einen Testbereich für automatisiertes Fahren. Niedersachsen will unterstützende und automatisierte Fahrsysteme zudem auf den Autobahnen zwischen Hannover, Braunschweig und Hildesheim erproben – auch dafür liefert das DLR die Expertise. Und auch ein Besuch bei Volkswagen darf im Laufe der Reise nicht fehlen.

„Niedersachsen ist Mobilitätsland“, sagt Weil – und wenn es nach ihm ginge, würde das auch so bleiben.

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