Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Röttgen will Risiken bei Erdgasförderung untersuchen lassen
Nachrichten Politik Niedersachsen Röttgen will Risiken bei Erdgasförderung untersuchen lassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 30.07.2011
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Auswirkungen des umstrittenen Fracking-Verfahrens zur Erdgasförderung untersuchen lassen. Quelle: dpa
Anzeige
Düsseldorf

„Meine Position ist, dass - bevor es zu einer wirtschaftlichen Nutzung kommt - absolute Klarheit und Transparenz über die Umwelteinwirkung erreicht sein muss“, erläuterte Röttgen, der auch Chef der nordrhein-westfälischen CDU ist. Auch im Emsland soll per Fracking nach Erdgas gebohrt werden.

Beim Fracking werden Gesteinsschichten durch eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien aufgebrochen, die mit hohem Druck unter die Erde gepresst wird. Durch die so entstehenden Risse soll Erdgas entweichen können. Kritiker sehen die Gefahr, dass giftige Substanzen ins Grundwasser gelangen können.

In NRW hatte sich die politische Front gegen die sogenannte unkonventionelle Erdgasförderung in den vergangenen Tagen parteiübergreifend verhärtet. Unternehmen wittern jedoch ein gutes Geschäft. Bei der Methode wird mit hohem Druck ein Wasser-Sand-Gemisch in den Boden gepresst, auch unter Zusatz von Chemikalien.

Röttgen sagte, Fracking komme nur infrage, sofern „Risiken definitiv ausgeschlossen werden können“. Hier sehe er noch Defizite. „Und in besonders sensiblen Bereichen, wo beispielsweise Trinkwasser aus Grundwasser gewonnen wird, ist aus meiner Sicht Fracking ausgeschlossen“, sagte Röttgen.

Mehrere Unternehmen haben sich in NRW bereits Flächen reserviert, auf denen sie künftig auf die Suche nach Erdgas gehen wollen. Fast die Hälfte Nordrhein-Westfalens ist auf diese Weise vergeben.

Im Emsland soll es bis März 2012 keine Erdgasbohrungen geben. Der Energiekonzern ExxonMobil will nach früheren Angaben zunächst den Bericht des wissenschaftlichen Teams zu den möglichen Risiken der sogenannten Fracking-Technik abwarten. Geklärt werden solle unter anderem, ob durch das Fracking-Verfahren unkontrolliert Risse im Erdreich entstehen können und dadurch Erdgas, kontaminierte Spülflüssigkeit oder radioaktive Elemente ins Grundwasser gelangen können.

frx/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zeltlager waren seine Elementarschule. Für den Zusammenhalt in einer Gesellschaft, für die Übernahme von Pflichten, für das Einstehen für andere. Alles Eigenschaften, die Detlef Ahting als Chef von Verdi in Niedersachsen gebrauchen kann. Seit 100 Tagen ist er im Amt.

Michael B. Berger 28.07.2011

Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann muss weiter um seinen Doktortitel fürchten. Nach einer ersten Überprüfung von Alt­husmanns umstrittener Doktorarbeit hält die Universität Potsdam an dem gegen den CDU-Politiker erhobenen Plagiatsverdacht fest.

27.07.2011

Der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinrich Langspecht ist tot. Der 60-Jährige starb am Dienstagabend plötzlich während des Sommerurlaubs auf der Nordsee-Insel Nordstrand, teilte die CDU am Mittwoch in Hannover mit.

27.07.2011
Anzeige