Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Röttgen will Risiken bei Erdgasförderung untersuchen lassen

Umstrittenes Fracking Röttgen will Risiken bei Erdgasförderung untersuchen lassen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Auswirkungen des umstrittenen Fracking-Verfahrens zur Erdgasförderung untersuchen lassen. Er werde eine „umfangreiche Studie“ in Auftrag geben, um vor allem die Folgen für das Trinkwasser besser einschätzen zu können, sagte er den „Westfälischen Nachrichten“.

Voriger Artikel
Detlef Ahting ist 100 Tage Verdi-Chef in Niedersachsen
Nächster Artikel
Niedersachsen droht Riesenlücke bei Fachkräften

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Auswirkungen des umstrittenen Fracking-Verfahrens zur Erdgasförderung untersuchen lassen.

Quelle: dpa

Düsseldorf. „Meine Position ist, dass - bevor es zu einer wirtschaftlichen Nutzung kommt - absolute Klarheit und Transparenz über die Umwelteinwirkung erreicht sein muss“, erläuterte Röttgen, der auch Chef der nordrhein-westfälischen CDU ist. Auch im Emsland soll per Fracking nach Erdgas gebohrt werden.

Beim Fracking werden Gesteinsschichten durch eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien aufgebrochen, die mit hohem Druck unter die Erde gepresst wird. Durch die so entstehenden Risse soll Erdgas entweichen können. Kritiker sehen die Gefahr, dass giftige Substanzen ins Grundwasser gelangen können.

In NRW hatte sich die politische Front gegen die sogenannte unkonventionelle Erdgasförderung in den vergangenen Tagen parteiübergreifend verhärtet. Unternehmen wittern jedoch ein gutes Geschäft. Bei der Methode wird mit hohem Druck ein Wasser-Sand-Gemisch in den Boden gepresst, auch unter Zusatz von Chemikalien.

Röttgen sagte, Fracking komme nur infrage, sofern „Risiken definitiv ausgeschlossen werden können“. Hier sehe er noch Defizite. „Und in besonders sensiblen Bereichen, wo beispielsweise Trinkwasser aus Grundwasser gewonnen wird, ist aus meiner Sicht Fracking ausgeschlossen“, sagte Röttgen.

Mehrere Unternehmen haben sich in NRW bereits Flächen reserviert, auf denen sie künftig auf die Suche nach Erdgas gehen wollen. Fast die Hälfte Nordrhein-Westfalens ist auf diese Weise vergeben.

Im Emsland soll es bis März 2012 keine Erdgasbohrungen geben. Der Energiekonzern ExxonMobil will nach früheren Angaben zunächst den Bericht des wissenschaftlichen Teams zu den möglichen Risiken der sogenannten Fracking-Technik abwarten. Geklärt werden solle unter anderem, ob durch das Fracking-Verfahren unkontrolliert Risse im Erdreich entstehen können und dadurch Erdgas, kontaminierte Spülflüssigkeit oder radioaktive Elemente ins Grundwasser gelangen können.

frx/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Bundeswirtschaftministerium

Es ist ein heißes Eisen, das nun mit strengen Vorgaben geregelt werden soll: Die Bundesregierung will keinen Fracking-Boom wie in den USA. Zu stark sind die Proteste von Wasserversorgern bis Bierbrauern.

mehr
Mehr aus Niedersachsen
Kleiner Parteitag der CDU in Niedersachsen

Nach der SPD hat nun auch die CDU in Niedersachsen den Koalitionsvertrag angenommen. Bei einem kleinen Parteitag haben die Christdemokraten in Hannover darüber entschieden. Damit ist der Weg für eine Große Koalition in Niedersachsen frei.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr