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SPD Salzgitter

Rücktritt nach Ermittlung um Kinderpornos

Von Gabriele Schulte

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat von Salzgitter, gegen den wegen Kinderpornografie ermittelt wird, ist von seinen Ämtern zurückgetreten.

Der 37 Jahre alte Daniel Hiemer habe sich wegen der „extremen psychischen Belastung“ zu diesem Schritt entschlossen, teilte am Donnerstag der örtliche Fraktionsgeschäftsführer Michael Loos in Salzgitter mit. Neben seinem Posten in der Fraktion legte Daniel Hiemer seinen Sitz sowohl im Beirat des Unterbezirks wie auch im Ortsvorstand nieder.

Irene Silinger, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, sagte gestern auf Anfrage, dass gegen den 37-Jährigen weiter ermittelt wird. Die Auswertung der Dateien von zwei Computern werde wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Auf einem privaten Computer des Politikers hatten die Ermittler im September kinder- und tierpornografische Dateien entdeckt.

Ein Bekannter, dem der Ratspolitiker einen ausrangierten Computer überlassen hatte, soll den Fund verdächtiger Dateien gemeldet haben. Daraufhin durchsuchte die Polizei die Wohnung des kinderlosen 37-Jährigen in Salzgitter. Die Ermittler beschlagnahmten zunächst drei Computer, musste einen aber zurückgeben, weil er der ebenfalls dort lebenden Ehefrau gehört.

Der Diplom-Verwaltungswirt Hiemer galt bisher als aufstrebende und beliebte Nachwuchskraft der Partei in der einstigen SPD-Hochburg. Der 37-Jährige war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Er hat einen Rechtsanwalt damit beauftragt, zunächst die Ermittlungsakten durchzusehen.

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