19°/ 12° stark bewölkt

Navigation:
SPD-Kandidat Dirk-Ulrich Mende siegt bei Oberbürgermeisterwahl
Mehr aus Niedersachsen

Celle SPD-Kandidat Dirk-Ulrich Mende siegt bei Oberbürgermeisterwahl

Schon der erste Wahlgang hat am Sonntag die Entscheidung über den künftigen Oberbürgermeister von Celle gebracht. Der SPD-Kandidat Dirk-Ulrich Mende siegte überraschend und mit deutlichem Vorsprung.

Voriger Artikel
Wulff verdonnert Lehrer zur Mehrarbeit
Nächster Artikel
GEW Niedersachsen fordert Umdenken

Wahlsieger: Dirk-Ulrich Mende (rechts). Deutlich unterlegen: Susanne Schmitt

Quelle: Cellesche Zeitung

Er kam auf 50,8 Prozent der Stimmen. Seine Kontrahentin Susanne Schmitt (CDU), die zurzeit die Verwaltung führt, erreichte nur 35,3 Prozent. Damit erlitten die Christdemokraten in ihrer traditionellen Hochburg eine herbe Schlappe. Die Wahlbeteiligung erreichte lediglich bei 41,5 Prozent gelegen und war damit fast sieben Prozentpunkte niedriger als bei der Oberbürgermeisterwahl 2001.

Das Resultat der gestrigen Wahl war aus mehreren Gründen mit Spannung erwartet worden. In der CDU, die seit Jahrzehnten die Stadtpolitik dominiert, hatte es Sorge um das Abschneiden ihrer Kandidatin Schmitt gegeben. Ihr Vorgänger Martin Biermann, der auch Landesschatzmeister der Christdemokraten ist, hatte zum Jahresende sein Amt aufgegeben. Zuvor war die Celler CDU durch größere Streitigkeiten aufgefallen, die sich vor allem um die Stadtentwicklung rankten: Die Frage, wie groß ein neues Einkaufscenter in der Innenstadt sein soll, spaltet die Partei – wie auch die Kaufmannschaft in Celle. Dieses Thema war im Wahlkampf beherrschend. SPD-Kandidat Mende und die beiden weiteren Bewerber, der Unabhängige Peter Fehlhaber und der Linke Ulf Swinartzki, bezeichneten den CDU-internen Streit über das Einkaufszentrum als Beleg für einen „Celler Filz“ und hofften bei der Wahl auf einen Anti-CDU-Effekt – den hat es nun offenbar tatsächlich gegeben.

Die Sozialdemokraten hatten vor Tagen neue Hoffnung geschöpft, weil sich ihr Kandidat Dirk-Ulrich Mende in einer von der „Celleschen Zeitung“ veranstalteten Podiumsdiskussion gut geschlagen hatte – und die Mehrheit der Besucher, die an einer Umfrage teilnahmen, für ihn votierten. Der künftige Oberbürgermeister Mende ist 51 Jahre alt, arbeitet seit vielen Jahren als Ministerialrat im Innenministerium in#Hannover und hat kommunalpolitische Erfahrung. In seiner Heimatstadt Kassel wirkt er im Magistrat mit. „Ich freue mich sehr, dass es gleich im ersten Wahlgang geklappt hat“, sagte Mende am Sonntagabend.
Garrelt Duin, Parteichef der SPD in Niedersachsen, gratulierte zum „überwältigender Wahlsieg“, dieser sei auch eine Antwort auf den „Schlingerkurs der CDU“.

Die unterlegene promovierte Juristin Schmitt stammt aus Nordwürttemberg, kam vor zwölf Jahren nach Celle und arbeitete zunächst als Anwältin. Später wechselte sie in die Stadtverwaltung. Als „Erste Stadträtin“ vertritt sie derzeit den Oberbürgermeister.

Ursprünglich hatten die Celler geplant, einen Nachfolger Biermann parallel zur Europawahl im Juni zu wählen. Dann zogen CDU und FDP#den Termin vor. Die SPD mutmaßte, sie wollten so den in Celle fremden SPD-Bewerber am Bekanntwerden hindern.

Der unabhängige Bewerber Fehlhaber verzeichnete dem vorläufigen Endergebnis zu Folge einen Achtungserfolg, er erhielt 12,3 Prozent der Stimmen. Für den Bewerber der Linken stimmten nur 1,6 Prozent.

von Gabriele Schulte und Klaus Wallbaum

Voriger Artikel Voriger Artikel
Nächster Artikel Nächster Artikel
  • OB Wahl in Celle Lothar Kaminski – 27.02.09
    2009-02-25

    Gegendarstellung
    Gem. § 11 Niedersächsisches Pressegesetz

    HAZ Artikel vom 23.02.2009 zur Oberbürgermeisterwahl in Celle am 22.02.2009

    SPD Kandidat Dirk Ulrich Mende siegte bei der Oberbürgermeisterwahl

    In dem Artikel über die Oberbürgermeisterwahl in Celle schreiben sie, dass der Bewerber Ulf Swiniartzki für die Partei Die Linke kandidiert hat.

    Dieses ist nicht richtig.

    Die Linke in Celle hat keinen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl aufgestellt und sich so-mit auch nicht an der Wahl beteiligt.

    Der Bewerber Ulf Swiniartzki ist für das Bündnis Soziale Gerechtigkeit (BSG) angetreten. Das BSG ist eine eigenständige Gruppierung.

    Das Wahlergebnis 1,6 % ist das Ergebnis des BSG.
    Hätte sich die Partei Die Linke in Celle an der Wahl beteiligt wäre Dirk Ulrich Mende nicht im ers-ten Wahlgang gewählt worden.
    Wir bitten sie daher dieses in Ihrer Zeitung richtig zu stellen.
    Die Linke
    Kreisverband Celle
    Lothar Kaminski
    Pressesprecher
  • Wallbaum ist Jüttners Hofberichterstatter Axel P. – 26.02.09
    Also, man kann dem Herrn Wallbaum wirklich vieles vorwerfen, das meiste auch völlig zu recht. Aber dass er Jüttners Hofberichterstatter sei - das ist genau so absurd, als würde man von Herrn Schünemann behaupte, er wäre Vorsitzender des niedersächsischen Flüchtlingsrates.
  • Qceller harrybo – 25.02.09
    Ich fürchte, das werden die Celler noch bitter bereuen. Wenn die Celler SPD erst mal so loslegt wie in Hannover SPD und Grüne, dann hat Celle ein gutes Stück Lebensqualität verloren.
  • celle celler – 24.02.09
    Die Celler CDU hatte abgewirtschaftet.Ihre Kandidatin Schmidt gehörte zum System Biermann.Dafür hat es die Quittung gegeben.Selbst CDU-Mitglieder und -Wähler
    haben ihr Kreuz verweigert.Manchmal ist die Wahrheit einfach zu erklären.
  • SPD-Berichterstattung harrybo – 23.02.09
    Klaus Wallbaum glänzt hier ein weiteres Mal als Jüttners Hofberichtserstatter.
  • Komisch Willi B. – 23.02.09
    Sonst war Celle immer eher ein braun-schwarzes Nest...
Anzeige
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

So sieht das Kabinett der Großen Koalition aus

Welcher Posten wird von welchem Minister besetzt? Und aus welcher Partei kommt er? Ein Blick auf die Ministerstühle.

Anzeige