Da Eigentümer und Pächter des Geländes nichts gegen die Protestaktion einzuwenden haben, lässt die Polizei die Demonstranten gewähren. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Bürger für den Geflügelschlachthof ist“, sagte Bürgermeister Wolfgang Klußmann. „Ich hoffe und glaube auch, dass der Protest friedlich bleiben wird.“
Die Gemeinde hatte trotz Bürgerprotesten Anfang März der Ansiedlung des Großschlachthofs mehrheitlich zugestimmt. Die Emsland Frischgeflügel will auf dem 21 Hektar großen Areal rund 40 Millionen Euro investieren. Die Besetzer fordern den sofortigen Stopp der Baupläne. Sie fürchten, dass die Region zum „Hühnerstall Deutschlands“ verkommt. Im Umkreis um den geplanten Schlachthof sollen rund 400 neue Mastställe entstehen. Die Gemeinde und die Befürworter hoffen auf hunderte neue Arbeitsplätze und einen wirtschaftlichen Impuls in der ländlichen Region. Die Nachfrage nach Hähnchenfleisch legt europaweit zu.
dpa
HAZ.de Anmeldung
Kommentare
Hähnchenmast Antonietta – 16.07.10
Nur fünf Wochen Lebenszeit werden einem Masthähnchen zugestanden. Ein Quadratmeter ist der gesamte Lebensraum für 25 Tiere. Bis zu 8 Prozent, das sind jährlich rund 3 Millionen Tiere, sterben bereits während der Mast. Die Schlachtung bei völlig unzureichender Betäubung im Elektrobad beendet ein elendes Leben voller Qualen.