Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen "Wurzel des Übels ist der Werkvertrag"
Nachrichten Politik Niedersachsen "Wurzel des Übels ist der Werkvertrag"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 14.03.2016
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Quelle: Sebastian Kahnert
Anzeige
Hannover

Kurz vor der Premiere des Films am Montag (ZDF, 20.15 Uhr) lud Meyer deshalb Bestseller-Autor Wolfgang Schorlau, nach dessen Buch der Film entstanden ist, zu einer Lesung und Diskussion in sein Ministerium. Dabei bescheinigten Kirchen- und Gewerkschaftsvertreter dem Minister, dass trotz aller Bemühungen der rot-grünen Landesregierung der Erfolg überschaubar ist.

„Es hat sich leider nichts Wesentliches geändert“, sagt der örtliche Prälat Peter Kossen, der mit Predigten gegen die Missstände Aufsehen erregt hatte. Immer noch würden Werkvertragsmitarbeiter in Bruchbuden zu horrenden Preisen einquartiert. Der Mindestlohn habe in den Fabriken keine Verbesserung erbracht, sondern werde mit Tricks umgangen. „Der Hintergrund der Geschichte ist Realität“, sagt auch Gewerkschafter Matthias Brümmer über Schorlaus Roman. Die Wurzel des Übels sei der Werkvertrag: Es sei schlicht falsch, dass ein Arbeitsvorgang in zwanzig einzelne Schritte aufgeteilt werde und über jeden Schritt ein Werkvertrag abgeschlossen werden dürfe, so Brümmer.

„Es ist weiterhin viel zu tun“, räumt Meyer ein. Schorlau mahnt zu drastischen Änderungen: „Die Fleischindustrie beschädigt das Bild Niedersachsens in Deutschland.“ Die Recherche für den Thriller sei „das Widerwärtigste, was mir je begegnet ist“, sagt der Autor.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Niedersachsen Ministerin stellt Konzept vor - Land will 900 Schulsozialarbeiter

Um die Schulen in der Inklusion und in der Flüchtlingskrise zu unterstützen, will Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt insgesamt 900 feste Stellen für Schulsozialarbeiter schaffen. Profitieren sollen davon alle Schulformen, bis auf das Gymnasium.

13.03.2016

Die Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich besonders häufig Angriffen ausgesetzt und will nun alle politisch motivierten Straftaten gegen ihre Mitglieder in der "ZESS-Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter" dokumentieren. „Kompletter Unsinn“, kommentiert der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).

12.03.2016

Vier Aktivisten haben am Mittwoch eine Pressekonferenz der Alternative für Deutschland im Alten Rathaus in Hannover gestört. Erst als die Polizei gerufen wurde, um Personalien der drei Männern und einer Frau aufzunehmen, machten sie sich aus dem Staub.

11.03.2016
Anzeige