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Schülerzahlen in Niedersachsen sind gesunken

Schulbeginn am Donnerstag Schülerzahlen in Niedersachsen sind gesunken

Nach sechs Wochen Sommerferien beginnt für 928.000 Schüler in Niedersachsen am Donnerstag der Unterricht wieder. Die Schülerzahlen seien weiterhin rückläufig, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums in Hannover.

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Quelle: dpa

Nach sechs Wochen ohne Unterricht heißt es für 928.000 Schüler in Niedersachsen wieder: Ranzen packen und ab in die Schule. Die Sommerferien sind zu Ende, ab Donnerstag beginnt an den allgemeinbildenden Schulen dann wieder der Unterricht.

Die Schülerzahlen in Niedersachsen seien dabei weiterhin rückläufig, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums in Hannover. Im Vergleich zum Vorjahr würden rund 12.000 Kinder weniger die Schulbank drücken. Seit dem „Schülerberg“ 2004 sei ihre Zahl damit weiter zurückgegangen. Damals waren an den allgemeinbildenden Schulen noch 993.000 Jungen und Mädchen angemeldet.

Auf das Gymnasium gehen in diesem Schuljahr 275.350 Schüler, auf die Realschulen verteilen sich 188.700 Schüler. An den Hauptschulen dagegen sind nur 81.650 Schüler angemeldet, fast sechs Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Nur noch 12 Prozent der Schüler, die in diesem Jahr auf eine weiterführende Schule wechseln, hätten sich für die Hauptschule entschieden, sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Schülerzahlen in Hannover.

Die Zahl der Erstklässler in Niedersachsen steigt nach Angaben des Ministeriums dagegen leicht an - trotz eines langfristigen Schülerrückgangs. Mehr als 80.000 Grundschüler würden dieses Jahr mit Schultüte bepackt ihrem ersten Schultag entgegenfiebern. Im Jahr zuvor waren 74.992 Schulanfänger gezählt worden.

Grund für die vorübergehende Steigerung sei eine Änderung im Schulgesetz, mit der das Einschulungsalter schrittweise über drei Jahre hinweg herabgesetzt werde. Im vergangenen Jahr wurden die Kinder in der Regel schulpflichtig, wenn sie bis zum 30. Juni das sechste Lebensjahr vollendet hatten. Ab diesem Schuljahr soll die Altersgrenze bis 31. Juli gelten, für das nächste Jahr dann der 31. August.

Das Kultusministerium rechnet langfristig jedoch mit sinkenden Schülerzahlen an den Grundschulen. Bis 2013 könne die Zahl der ABC-Schützen auf rund 69.000 sinken, teilte die Sprecherin mit.

Althusmann, der am Mittwoch genau 100 Tage im Amt war, zeigte sich für das kommende Schuljahr optimistisch. „Die Unterrichtsversorgung wird aller Voraussicht nach bei mehr als 100 Prozent liegen“, sagte er. Er gehe davon aus, dass es kaum Einbußen bei den Schulstunden geben wird. Verbände und Gewerkschaften befürchten dagegen einen erheblichen Unterrichtsausfall.

dpa

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