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Afghanistan-Einsatz

Schünemann kritisiert Käßmann für ihre Aussagen


Im Streit um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr hat Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann für ihre Aussagen kritisiert.
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann

© Michael Thomas

„Die Äußerungen sind weltfremd und bringen wenig. Frau Käßmann blendet wichtige politische Zusammenhänge aus“, sagte der Politiker der „Bild“-Zeitung in Hannover. „Ihre Forderung „Mehr Fantasie für den Frieden“ wird Terroristen nicht von Anschlägen abhalten.“

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hatte in ihrer Neujahrspredigt einen erkennbaren Plan für den Abzug der Soldaten gefordert. In einem Interview zu Weihnachten hatte sie gesagt: „Auch nach den weitesten Maßstäben der Evangelischen Kirche in Deutschland ist dieser Krieg so nicht zu rechtfertigen.“ Dies sei nur möglich, wenn der zivile Aufbau - anders als bisher - klar dominiere.

Schünemann sagte der „Bild“-Zeitung: „Gegen islamistische Extremisten hilft keine Gesinnungsmoral a lá Käßmann, sondern nur entschlossene Sicherheitspolitik.“ Gerade in der jetzigen Bedrohungslage dürfe man den Soldaten nicht in den Rücken fallen.

lni

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  • Zur Kritik an Frau Käßmann Klaus Weber – 11.01.10
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  • Opportunist Schünemann r.body – 11.01.10
    Sehr geehrter Herr Schünemann,
    ich bin froh das ich vor 32Jahren den KRIEGSDIENST verweigert habe, damit ich nicht in die Situation kommen muß für Leute wie Sie meinen Arsch zu riskieren. Meine volle Hochachtung gehört Frau Käßmann, die in der Debatte um den KRIEGSeinsatz in Afganistan, als einzige öffentliche Person Zivilcourage beweist und den Einsatz "unserer" Söldner als falsch anspricht. Diese leidvolle Erfahrung mußte auch schon Rußland feststellen. Frau Käßmann, bleiben Sie Standhaft und treten mit Ihrer Predigt den KRIEGStreibern entgegen, "nicht mehr" aber auch "nicht weniger".
  • Beobachtung Linkspartei Olaf – 09.01.10
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  • Verbrechen sapmi – 07.01.10
    @ anarch und basta damit

    Hm, dass die Bundesrepublik Deutschland Verbrechen begeht wusste ich bislang nicht. Das wäre natürlich weniger schön! Da versagte wohl Karlsruhe, wohin ich eine Kopie Ihres Kommentars schickte, mit der Bitte, der Herr Generalbundesanwalt möge Ermittlungen gegen die Bundesrepublik Deutschland einleiten. Mal sehen, was dabei herauskommen wird.
  • richtig herr sapni anarch – 07.01.10
    in der tat, die kritik an frau käßmann hat ihren ursprung darin, dass sie in ihrem denken nicht sehr in der tradition von thron und altar verankert ist.
    herr huber hatte ein viel stärker ausgeprägtes gewissen, dass die kirche den staat für dessen verbrechen nicht zu kritisieren hat!
    dies lässt frau käßmann vermissen
  • Auch der noch sapmi – 06.01.10
    @ Stier
    Ich wollte mich aus dieser Diskussion eigentlich ausklinken, weil sie ins Leere läuft. Aber wenn da nun Herr Todenhöfer in den Zeugenstand zugunsten von Frau Käßmann berufen wird, so muß ich "sagen", dass wer ihn kennt, darauf verzichtet.
    Unabhängig davon sei auch Ihnen der Hinweis gegeben, dass Sie überhaupt nicht kapieren, weshalb Frau Käßmann angegriffen wird.
  • Nachhilfe für Uwe Schünemann Stier – 06.01.10
    Weltfremd ist jemand, der über ein schlichtes Weltbild verfügt. Uwe Schünemann gehört offenbar dazu. Deshalb empfehle ich ihm, die heutige Ausgabe der FAZ aufzuschlagen. Auf Seite 8 findet er dort einen Kommentar seines Parteikollegen Jürgen Todenhöfer (CDU). „Thesen zu einem sinnlosen Krieg“ heißt die Überschrift. Der Krieg sei nicht zu gewinnen, er habe seine Legitimation verloren, und er sei kontraproduktiv, sind seine Argumente. Und die sind stichhaltig. Schünemanns „Nicht-in-den-Rücken-fallen-Gezeter“ ist indessen ein Armutszeugnis.
  • Entwicklung Bürger – 06.01.10
    Die Offenheit auch Neuem und Unbekanntem gegenüber ist ein wesentlicher Element meiner Arbeit und ein Merkmal meines Werdegangs. Es sollen immer neue Lösungen oder Anregungen entstehen, die Entwicklungen fördern. Neues bringt auch Überschreitungen mit sich, auch die Verletzung akzeptierter Normen. Dabei handelt es sich immer um einen Prozess, der auch immer auf andere Meinungen prallt. Es gibt immer Konfrontationen und Reaktionen. Ich versuche immer den Menschen als zunächst frei zu sehen. Dabei will ich niemals Recht behalten und bin weiterhin lernfähig.
  • ürger Pöbel – 06.01.10
    Also, wenn es noch eines Beweises bedurft hatte, den haben Sie - lieber Herr Bürger - mit Ihrem letzten Beitrag gegeben.

    Sie möchten einfach nicht verstehen, dass die Käßmann daneben gelegen hat, als sie in ihrer Funktion als Kirchenfürstin sich in ihrer Wortwahl und ihrem Verhalten nach der Neujahrpredigt gegen die Soldaten gestellt hat.

    Niemand in diesem Forum der HAZ kann etwas für Ihre Frustration - worauf auch immer. Und machen Sie bitte anderen Forenteilnehmer nicht verantwortlich für Ihr scheinbares Versagen als "Friedensforscher".

    Kommen Sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und holen Sie sich, wenn nötig, professionellen Rat.
  • Krieg und Frieden Bürger – 06.01.10
    Seien Sie mündige Bürger und mischen Sie sich ein, gerade auch bei einem so wichtigen Thema wie „Krieg und Frieden.“ Leben Sie wohl! Zusammenfassung: 1.) Aufmerksamkeitsökonomie im Krieg: Es zeigt sich immer mehr, dass unsere Lebenswelt eine medial konstruierte Welt ist- gerade auch im Krieg. Sehr geehrte Frau Bischöfin Käßmann argumentieren Sie mit der Bergpredigt, oder fordern Sie alle Mütter und Väter auf, ihre Söhne und Töchter nicht in diesen sinnlosen Krieg zu schicken. 2.) Krieg: Es gibt den akuten Krieg. Die Wahrnehmungen von Ereignissen im Krieg, die das Überleben von Menschen betreffen, lösen Emotionen aus. Auf diese Weise wird zumindest die Blindheit gegenüber dem Krieg aufgelöst. Üblicherweise sieht man den Grund für kriegerische Handlungen im Versagen der politischen Instanzen oder in der ethisch-moralischen Unfähigkeit des Menschengeschlechts. Krieg entsteht durch Größenwahn, Ideologien und anderen auf symbolbeladenen Werten beruhenden Ursachen. Dass der Krieg inzwischen zu unserer Kultur gehört, kann nicht mehr geleugnet werden und dass der Krieg auch den Kriegertypus hervorbringt der im Auftrag falsch informiert, lügt und tötet, sind Einsichten, die uns zwar nicht gefallen, deren Relevanz wir uns aber anscheinend nicht länger verschließen können. Wenn der Bundeswehrverband den Einsatz jetzt selbst als „Krieg“ bezeichnet, ist das zunächst meiner Meinung nach ein bemerkenswerter Fortschritt. Er führt damit selbst die gesamte Strategie in einen neuen Wahrnehmungszusammenhang ein. Da es sich bisher um Kriegsblindheit handelte, muss der gesamte Einsatz auf den Prüfstand. 3.) Unvollendete Strategie: Es fehlt der Kriegsabschluss, die Regierungsfähigkeit nach dem Krieg, das Zivilisationsergebnis. Und es fehlt die Strategie für die Ausfüllung des entstehenden kulturellen Vakuums nach dem Krieg. Ich persönlich begrüße die Äußerungen von Frau Bischöfin Käßmann. Große Weltzusammenhänge sind oft religiös. Mit großen ideologischen Systemen, haben wir genug unmenschliche historische Erfahrungen gemacht. 4.) Kriegs-Strategie? 142 tote Kinder, Frauen und Männer. Nach dieser Katastrophe ist endgültig deutlich geworden, dass der Einsatz sich in sein Gegenteil verkehrt. Das ist an sich nicht neu, wie überhaupt jedes Handeln intendierte und nicht-intendierte Konsequenzen aufweist. Werden unbeteiligte Menschen getötet, so ist es die Pflicht von zivilisierten Staaten und Demokratien, die Öffentlichkeit aufzuklären und endlich Strategien und Ziele auf den Prüfstand zu stellen. Transparenz dürfen wir erwarten. Weil die internationale Politik (NATO) im 21. Jahrhundert immer noch glaubt, durch Militäreinsätze Probleme lösen zu können. Stammesgesellschaft, Drogenbarone, War-Lords, Koranschulen in Pakistan. Militärisch ist das nicht aufzulösen. Eine neue Strategie muss her. 5.) Zivilisation: Was Sie ansprechen, ist die bisherige achtjährige Militärstrategie. Sind die Talibanführer aufgespürt und „ausgeschaltet“ worden? Oder sind die etwa jetzt in Pakistan oder im Jemen? Die führen doch bekanntlich einen Partisanenkrieg. Wechseln die Standorte etc.. Ist die Stammesgesellschaft in einen zivilisierten Rechtsstaat umgewandelt? Militärisch werden sie das nicht schaffen. 6.) Krieg und Frieden: Für lebendige Demokratien gibt es wohl kein bedeutenderes Thema wie „Krieg und Frieden.“ Besonders für uns Deutsche, mit unserer Vergangenheit. Wir Bürger jedoch wollen aus berechtigtem Grund wissen, was passiert da eigentlich in Afghanistan? Ernstfall: Es scheint so zu sein, dass man sich bei diesem Einsatz mit taktischen Ergebnissen, die aus der Destabilisierung von potentiellen Feinden bestehen begnügt. Dabei sollten alle kriegerischen Maßnahmen von Anfang an so durchgeführt werden, dass mit der nichtkämpfenden Bevölkerung im Feindterritorium nach der Beendigung der Kriegshandlungen ein stabiles politisches System hergestellt werden kann. Eine spätere Regierungsbildung muss den einheimischen Verbündeten überlassen werden. Damit entzieht sich die Stabilität während der Nachkriegsverhältnisse. Der strategische Erfolg dieser Kriegsführung kann somit nur in der Ersetzung eines feindlichen, gefährlichen Systems durch ein anderes System liegen, das weniger feindlich und weniger gefährlich ist. Das heißt: An die Stelle von organisierten Schurkenstaaten treten chaotische warlord-Systeme mit Dauerkriegen „of low intensity“. Der strategische Kriegserfolg liegt in einem Zugewinn an Kontrolle durch Herbeiführung von größerer Instabilität. Nach diesem Schema scheint der Afghanistan-Krieg geführt zu werden. 7.) Krieg als Ausnahmeregelung: Krieg ist Ehre, Todesbereitschaft und die Einführung der Ausnahmeregelung. Das auf Gewaltenteilung beruhende Rechtssystem der Zivilisation kann auf den Ernstfall nur reagieren durch die Einführung der Ausnahmeregelung. Ständig auf den Ernstfall eingestellt, kann man dann auch sofort reagieren, um Gewalt anzuwenden. 8.) Gegen Krieg! 70 Prozent der Bevölkerung sind gegen das Kriegführen. Das sind mündige Bürger! Und auch zu Frau Bischöfin Käßmann passt eben nicht das Kriegführen. Eine würdiges Kirchenoberhaupt! Dieser Krieg ist eine unauflösbare Aufgabe und absolut plan- und ziellos. Einiges habe ich an dieser Stelle angerissen. Mögen andere Krieg führen, 70 Prozent der Bevölkerung wollen es nicht, Frau Bischöfin Käßmann nicht und ich auch nicht. 9.) Sehr geehrter Herr Minister Schünemann, das Wort „Weltfremdheit“ (sehr deutsch) bezeichnet einen weltlosen oder weltabgewandten Geist- oder ein Fernsein von der Bühne des Welttheaters auf den Menschen die Helden der Geschichte sind. Heute sprechen wir allerdings von einer „Weltinnenpolitik“. Außenpolitik ist gleichzeitig Innenpolitik. Angesichts der Entwicklungen im „Weltaufenthaltsraum“ Afghanistan, wo der Westen einen Krieg führt „für die Befreiung von Menschen“, und wo vor der gesamten Weltöffentlichkeit Zivilisten getötet werden, züchtet er sich ständig neue Terroristen heran, die inzwischen in sogenannten Koranschulen in Pakistan ausgebildet werden sollen. Der Afghanistan-Krieg hat seine Legitimation verloren, da die Ziele nicht mehr klar sind. Für lebendige Demokratien gibt es wohl kein bedeutenderes Thema wie „Krieg und Frieden.“ Besonders für uns Deutsche, mit unserer Vergangenheit, wir dürfen gegen Krieg sein, ohne Angabe von Gründen. Wir Bürger wollen aus berechtigtem Grund wissen, was passiert da eigentlich in Afghanistan? Eine echte Kriegsdebatte findet in Deutschland nicht statt. 10.) Geistig politische Wende: Ent-Ideologisierung und Pragmatismus scheint selbst bei dem Thema Krieg und Frieden bei einigen von Ihnen nicht zu greifen. Die Luft ist voll von Weltanschauungen, das bringt das Thema für die Bürger aber nicht weiter. Hierzulande wirken sie oft auch so anmaßend, egal aus welcher Ecke, weil sie oft am Ende fast immer einer ganz nichtssagenden Privatsituation gelten. Und dann die selbstgefälligen Meinungskonglomerate ohne Verantwortung- sie taugen angesichts der Verhältnisse oft wenig. Auf der Sachebene argumentieren, das ist es! Das ist im übrigen gute alte europäische Tradition. Europa ist eine Wertegemeinschaft- Frieden das höchste Gut. Für einige scheint Frau Bischöfin Käßmann eine Reizfigur zu sein. Für mich nicht. Ich Unterscheide zwischen der Funktion und der Person. Die Würde der Person ist sowieso unantastbar. 11.) Transparenz: Manchmal habe ich den Eindruck, sie wollen einfach nicht verstehen. Es geht schon lange nicht mehr um Frau Bischöfin Käßmann in der medialen Aufmerksamkeitsökonomie. Sie hat jedoch das Thema Afghanistan sehr clever wieder auf die Tagesordnung in nachrichtenarmer Zeit gebracht. „Agenda setting“ nennen Medienprofis das. Im übrigen bin ich auch kein Parteien, Verbands- oder Kirchenvertreter, ich bin noch nicht einmal in Niedersachsen geboren und aufgewachsen und habe meinen Wehr- und Zivildienst schon vor weit über 30 Jahren abgeleistet. Von daher kann ich mir ein ganz unabhängiges Bild von der Lage machen. Mit Abstand betrachtet scheinen einige immer noch die alte Nibelungentreue zu haben: Treue bis in den eigenen Untergang. Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt? Unsere Soldaten werden mal wieder auf dem sogenannten „Feld der Ehre“ sinnlos geopfert. Wie in jedem Krieg. Krieg hat noch nie Probleme gelöst, immer nur schlimmere gebracht. Das ist für manche einfach nur ein lukratives Geschäft. Das ist das eigentliche Thema.



  • @bürger sapmi – 06.01.10
    Nein, Herr Bürger,
    Frau Käßmann verhielt sich nicht intelligent, sondern peinlich. Denn nun trat sie den Rückzug" an ... "war net so gmeint" ... und pilgert zudem gen Berlin:-)
    Was ich nicht verstehe ist, dass sie nicht verstehen wollen/können. Es geht einzig und alleine darum, dass der protestantischen "Oberhirtin" das fehlt, was ihr Vorgänger Huber hatte (aber er wuchs eben im Ländle auf): Fingerspitzengefühl! Basta!
    Übrigens, auch ich bin kein "Niederer Saxe" und auch ich "diente" vor mehr als dreißig Jahren, allerdings nur im grauen Wams. Wehr- und Ersatzdienst han i net gschafft;-)
    Ja, richtig, ich bin Schwabe; doch mit selbigen Gruß verabschiede ich mich natürlich net, sondern mit einem einfachen
    Ade, bleibet se gsond und ganget se a bissle en sich!
  • Transparenz Bürger – 06.01.10
    Manchmal habe ich den Eindruck, sie wollen einfach nicht verstehen. Es geht schon lange nicht mehr um Frau Bischöfin Käßmann in der medialen Aufmerksamkeitsökonomie. Sie hat jedoch das Thema Afghanistan sehr intelligent wieder auf die Tagesordnung in nachrichtenarmer Zeit gebracht. „Agenda setting“ nennen Medienprofis das. Im übrigen bin ich auch kein Parteien, Verbands- oder Kirchenvertreter, ich bin noch nicht einmal in Niedersachsen geboren und aufgewachsen und habe meinen Wehr- und Zivildienstdienst schon vor weit über 30 Jahren abgeleistet. Von daher kann ich mir ein ganz unabhängiges Bild von der Lage machen. Mit Abstand betrachtet scheinen einige immer noch die alte Nibelungentreue zu haben: Treue bis in den eigenen Untergang. Unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt? Unsere Soldaten werden mal wieder auf dem sogenannten „Feld der Ehre“ sinnlos geopfert. Wie in jedem Krieg. Krieg hat noch nie Probleme gelöst, immer nur schlimmere gebracht. Das ist für manche einfach nur ein lukratives Geschäft.Das ist das eigentliche Thema.Kommentare sind ausdrücklich erwünscht.
  • Bürger Pöbel – 06.01.10
    . . .na, geht doch. Zwar noch ein wenig holperich in der Argumentation zu Afhanistan - aber doch auf dem richtigen Weg ! Weiter so Herr Bürger.
  • Toll! sapmi – 06.01.10
    Lieber Herr Bürger,
    dass die Hannoversche Landeskirche auch Geologen beschäftigt ist mir neu;-) Aber man lernt nie aus.
    Übrigens: Frau Bischöfin Käßmann ist "Präsidentin der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen e. V."! Auch das geht nicht zusammen mit ihrem Amt als Bischöfin und Ratsvorsitzender. Denn damit verhält sie sich nicht neutral, sondern stellt sich gegen jene, welche gesetzestreu (!) den Wehrdienst ableisten. Und genau das ist Käßmann's Problem, ihr fehlt die gebotene Sensibilität, welche ihre Ämter zwingend erfodern! Dabei habe ich kein Verständnis dafür, dass sie sich nicht vehement und konsequent gegen die ev. Militärseelsorge stellt, welche sich wie folgt gliedert: "Das Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr (EKA) nimmt als Bundesoberbehörde die zentralen Verwaltungsaufgaben für die über einhundert Evangelischen Militärpfarrämter wahr. Als mittlere Ebene sind ihm fünf Militärdekanate nachgeordnet."
    Wie findet man das?

    Beste Grüße
    sapmi
  • Geistig politische Wende Bürger – 06.01.10
    Zunächst einmal vielen Dank an ctheis für Ihren Beitrag.
    Ent-Ideologisierung und Pragmatismus scheint selbst bei dem Thema Krieg und Frieden bei einigen Anderen nicht zu greifen. Die Luft ist voll von Weltanschauungen, das bringt das Thema für die Bürger aber nicht weiter. Hierzulande wirken sie oft auch so anmaßend, egal aus welcher Ecke, weil sie oft am Ende fast immer einer ganz nichtssagenden Privatsituation gelten. Und dann die selbstgefälligen Meinungskonglomerate ohne Verantwortung- sie taugen angesichts der Verhältnisse oft wenig. Auf der Sachebene argumentieren, das ist es! Das ist im übrigen gute alte europäische Tradition. Europa ist eine Wertegemeinschaft- Frieden das höchste Gut. Für einige scheint Frau Bischöfin Käßmann eine Reizfigur zu sein. Für mich nicht. Ich Unterscheide zwischen der Funktion und der Person. Die Würde der Person ist sowieso unantastbar.
  • Kritik Europäer – 06.01.10
    Liebe(r) ctheiss, selbstverständlich soll Kritik nicht nur erlaubt, sondern auch gefordert werden. Aber bitte sachliche Kritik - und nicht weil man für den Afghanistaneinastz ist, dieses mit USA - Hörigkeit gleichsetzen.
    Glauben Sie denn wirklich, wir hätten in Europa über Jahre den Frieden erhalten, wenn der NATO-Doppelbeschluss nicht umgesetzt worden wäre ? Auch damals waren viele Menschen (wahrscheinlich auch Herr Bürger) gegen den Doppelbeschluss. Im Nachhinein hat er sich unbestritten als richtig erwiesen.
    Es geht der Käßmann nicht darum Leid und Elend durch diese Religionsfaschisten entgegenzutreten, es geht ihr einzig und allein darum, ihre linken Ánsichten zu äußern und die Bundeswehr verächtlich zu machen.
    Nein, sie sollte - gerade wegen ihrer unsachlichen Äußerungen - zurücktreten.
  • Kritik muss erlaubt sein ctheiss – 06.01.10
    Nach acht Jahren Gewalt, hunderten von toten Zivilisten und daraus resultierender weiterer Radikalisierung bisher harmloser Zeitgenossen muss es doch erlaubt sein, über neue Wege nachzudenken.

    Hardliner wie Schünemann hatten mit ihrem rigiden Kurs bisher wenig Erfolg - im Gegenteil. Je mehr Gewalt angewendet wird, desto mehr Vergeltungsanschläge gibt es auch.
    Es ging ursprünglich nur um Rache für den 11. September, daran hat sich in vielen Köpfen nichts geändert - der Zweck heiligt die Mittel. Die USA schrecken hier auch vor politschen Morden nicht zurück.

    Wir Deutschen haben ein etwas anderes Menschenbild und sollten unseren Beitrag als Bündnispartner in anderen Aufgaben suchen, um unserer Verantwortung nachzukommen, bspw. in der Ausbildung von Polizisten.

    Aber es ist ja einfacher, kritiklos so weiterzumachen wie bisher - die Führungsmacht USA wird uns schon sagen, was wir zu denken haben.
  • Herr Bürger Europäer – 06.01.10
    Lieber Herr Bürger, Sie schreiben ja schon wieder so geschwollen.
    Nehmen Sie sich den Kommentar von PÖBEL zu Herzen und Sie werden schnell erkennen, worum es der Käßmann geht.
    Sie will nichts anderes, als die Soldaten verächtlich darzustellen. Die Käßmann sollte wirklich zurücktreten - damit würde sie sich, ihrer Kirche und allen gläubigen Christen einen großen Gefallen erweisen.
  • Pöbelei sapmi – 06.01.10
    Lieber Herr Bürger, lieber Mitchrist!
    Ich lese da:
    "das Wort „Weltfremdheit“ (sehr deutsch) bezeichnet einen weltlosen oder weltabgewandten Geist- oder ein Fernsein von der Bühne des Welttheaters auf den Menschen die Helden der Geschichte sind." Das ist ja nun ein sehr schwulstiger (und auch fehlerbehafteter) Satz und auch nicht unbedingt "sehr deutsch", Herr Bürger. Ich erwähne dieses nur, weil Sie gegen Schünemann, den ich nicht mögen muß, so richtig persönlich werden, weil Sie ihn "anpöbeln"!
    Und noch etwas: Sie nennen Menschen, welche ihre eigene Meinung zu, in diesem Falle Frau Käßmann, haben "Pöbel". Ich dachte Sie seien Christ und ein Verfechter des Artikels 5 GG? Gehen Sie zuerst mal "in sich", und vermeiden Sie, bei allem, das Ihnen gegen den Strich geht, "außer sich" zu geraten. Wie sagte unser Herr: Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig" (Matt. 11, 29)! Nehmen Sie sich dieses große Wort doch zu Herzen.

    Ihr Bruder im Herrn, hoffe ich doch.
  • raushalten Schnauze-voll – 06.01.10
    Frau Käßmann sollte sich nicht zu Sachen äußern, von welchen Sie nichts versteht. Es gibt sicherlich genug unterbezahlte Mitarbeiter in der EKD. Da kann Sie sich ja austoben. Das sich hier wieder linke
    Gesinnungsgenossen gegen IM Schünemann wenden war mir klar. Er hält sich in der Asylpolitik klar an die Gesetze, welche von irgendwelchen Kirchenleuten mit z. B. Kirchenasyl wieder aufgeweicht werden. Für diese Scheinasylanten müßte die Kirche auch die Folgekosten tragen...
  • @Bürger Pöbel – 06.01.10
    Warum nur Herr Bürger, verfallen Sie bei dieser Afghanistan - und nicht Kriegsdebatte immer wieder in so hochtrabende und ach so wissende Wortkombinationen.
    Die Käßmann soll zurücktreten oder in Masar, Kunduz oder Kabul mit den Taliban über einen Frieden für die afghanischen Frauen, Kinder und alten Menschen sprechen. Die Käßmann wird schnell merken, was die Taliban unter Frieden verstehen.
    Aber wie wird sich die Käßmann entscheiden ?
    Und nun höre ich schon die Gutmenschen, die meinen, wir müssen uns zurückziehen, weilwir dort nichts verloren haben. NEIN, wir habe die Menschen vor diesen Religionsfaschisten zu schützen ! Wir können uns nicht immer in unsere gute Stube zurückziehen und den "Dreck" anderen Nationen aufbürden. Vielleicht denken Sie auch daran einmal !
  • Sehr geehrter Herr Minister Schünemann, Bürger – 06.01.10
    das Wort „Weltfremdheit“ (sehr deutsch) bezeichnet einen weltlosen oder weltabgewandten Geist- oder ein Fernsein von der Bühne des Welttheaters auf den Menschen die Helden der Geschichte sind. Heute sprechen wir allerdings von einer „Weltinnenpolitik“. Außenpolitik ist gleichzeitig Innenpolitik. Angesichts der Entwicklungen im „Weltaufenthaltsraum“ Afghanistan, wo der Westen einen Krieg führt „für die Befreiung von Menschen“, und wo vor der gesamten Weltöffentlichkeit Zivilisten getötet werden, züchtet er sich ständig neue Terroristen heran, die inzwischen in sogenannten Koranschulen in Pakistan ausgebildet werden sollen. Der Afghanistan-Krieg hat seine Legitimation verloren, da die Ziele nicht mehr klar sind. Für lebendige Demokratien gibt es wohl kein bedeutenderes Thema wie „Krieg und Frieden.“ Besonders für uns Deutsche, mit unserer Vergangenheit, wir dürfen gegen Krieg sein, ohne Angabe von Gründen. Wir Bürger wollen aus berechtigtem Grund wissen, was passiert da eigentlich in Afghanistan? Eine echte Kriegsdebatte findet in Deutschland nicht statt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Bürger des Landes
  • Gang nach Berlin sapmi – 06.01.10
    Ich weiß gar nicht, weshalb die Befürworter von Käßmann's Predigt in Dresden sich so sehr für sie ins Zeug werfen? Wo sie doch zurück rudert, indem sie
    a) erklärte, dass es ja so nicht gemeint war (immer dieses "umtönen") und
    b) nun dem Herrn Verteidigungsminister ihre Aufwartung macht.
    Wie war es damals, vor genau 933 Jahren? Nicht Gregor VII. "besuchte" Heinrich IV., nö, umgekehrt war es.
    Schauen wir mal, was wir nach dem Gang nach Berlin vernehmen werden?
  • Wikipedia .. audio001 – 06.01.10
    lohnt sich zur Person Uwe Schünemann!- Als Mitglied (ist er es noch?) im Stiftungsrat des Evangelischen Krankenhaus Holzminden, hätte er Frau Käßmann ja mal anrufen können,- oder!?
  • Bodenhaftung und Realitätsverlust Ragin – 06.01.10
    Es ist eine Unverschämtheit Frau Kässmann jetzt an die Wand zu stellen.

    Da spricht endlich mal eine Person der Öffentlichkeit mal aus was die Mehrheit der deutschen Bevölkerung seelisch und emotional bewegt - vor allem die Wahrheit - und dann gibt´s obendrein noch eine Schelte von den Politpopanzen.

    Verkehrte Welt und ein weiteres Indiz dafür, wie weit sich heute die Volksvertreter von den Belangen des Volkes entfernt haben.

    Einem genügen die Volksvetreter schon lange nicht mehr, dem Verlangen des Volkes zu entsprechen.

    Wenn nicht sogar eine Verschwörung gegen den Willen des Volkes in bezug auf Afghanistan offensichtlich ist.
  • weltfremder Schünemann JS – 06.01.10
    Weltfremd - ja lebensfremd ist hier wohl nur einer: Herr Schünemann.
    Es ist (im übrigen) nicht Aufgabe der Kirche politische Zusammenhänge zu berücksichtigen.
  • Welche Logik [...] Pöbel – 06.01.10
    Na, dieser Kommentar hat doch auch wieder die Qualität eines Herrn Bürger 2010 !
    Orientieren Sie sch doch einfach nur an den Aussagen unseres Innenministers und versuch Sie nicht Vergleiche von der Käßmann mit den Äußerungen eines Mixa`s herzustellen.
    Herr Schünemann hat recht, wenn er sagt, dass die Käßmann nicht weiß, von was sie eigentlich redet.
    Übrigenes, auf eine Militärseelsorge, die die Käßmann immer anführt, können die Soldaten unter diesen Voraussetzungen auch verzichten. Aber die Käßmann betreut ja auch, wie sie ganz besonders betont, die Angehörigen gefallener Soldaten. Perfider geht es nun wirklich nicht mehr.
    Bei Politikern a la Käßmann wäre schon ein Aufschrei nach Rücktritt laut geworden - warum eigentlich nicht bei der Käßmann ?
  • @Volker Rockel Skipper – 06.01.10
    Nun, Schünemann hat noch ein Hühnchen mit Frau Käßmann zu rupfen. Wir sollten nicht vergessen, dass er 2005 eine iranische Asylbewerberin, die zum Christentum übergetreten war und der deshalb im Iran unweigerlich die Todesstrafe gedroht hätte, unbedingt dorthin abschieben wollte. Mit anderen zusammen war Margot Käßmann damals maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Niedersächsische Landtag Schünemann stoppte.
    Mehr Schünemann-Infos? Einfach mal bei wikipedia nachlesen. Je weiter man dort kommt, desto übler kann es einem werden.
  • Welcher Logik folgt eigentlich diese Kritik aus der zweiten Reihe? Volker Rockel – 06.01.10
    Walter Mixa, Bischof von Augsburg und katholischer Militärbischof, äußerte sich unlängst wie folgt:
    "So wie die Situation sich jetzt zeigt, kann man nicht mehr von einem Stabilisierungseinsatz sprechen. Die Verantwortlichen müssen jetzt die Frage klären, oder der Einsatz in Afghanistan noch zu rechtfertigen sei"

    Margot Käßmann, Landesbischöfin von Hannover, erklärte: "Wir brauchen eine klare Perspektive über Dauer und Ziele des Einsatzes. Das sind wir unseren Soldaten und Soldatinnen und ihren Angehörigen schuldig".


    Ohne Zweifel ist die Kritik beider absolut berechtigt!


    Stellt sich die Frage wieso Herr Schünemann Frau Käßmann kritisiert und Herrn Mixa nicht!?

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