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14:20 25.06.2013
Von Michael B. Berger
Peter Maffay lässt sich zeigen, wie man Lüttje Lage trinkt. Quelle: Michael Thomas
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Berlin

Unter soviel Staatssekretärinnen, Abgeordneten und Ministerinnen sieht man den Altmeister des deutschen Rocks, Peter Maffay, selten. Aber beim Sommerfest der niedersächsischen Landesregierung in Berlin gelten ohnehin andere Gesetze. Das Wetter hatte es wieder mal gut gemeint mit den Niedersachsen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) konnte bei bedecktem Himmel und moderaten Temperaturen etwa 2500 Gäste in den Ministergärten begrüßen – als "Freunde des schönsten deutschen Bundeslandes".

Niedersachsen hat eingeladen: In der Landesvertretung in Berlin treffen sich 2500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Erstmals ist Ministerpräsident Stephan Weil der Gastgeber.

Weil war zum zweiten Mal beim Sommerfest, das einst sein Vorvorgänger Gerhard Schröder eingeführt hat. Der war nicht da, dafür seine Frau Doris Schröder-Köpf. Auch Angela Merkel, die Kanzlerin, war nicht gekommen – die CDU-Bundestagsfraktion tagte. Dafür waren Johanna Wanka, die noch relativ neue Bundesforschungsministerin, und Ursula von der Leyen auf der Veranstaltung, auf der dieses Mal ungewöhnlich viele Sozialdemokraten auftauchten. Kein Wunder, fand Johanne Modder, Fraktionschefin im niedersächsischen Landtag: "Ich war schon neunmal hier, aber unter rot-grüner Ägide ist es doch besonders schön.

"Hier sind wir Niedersachsen"

Dem konnte der Landtagspräsident Bernd Busemann, der einst als Minister hier manches Bierchen zischte, nicht zustimmen. Er ist qua Amt zur Neutralität verpflichtet. "Der Gastgeber ist hier das Land, im Bier ist kein Parteibuch", sagte Busemann. Und der frühere Landesumweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) warnte ohnehin vor zu viel Politik auf dem Fest: "Ob Regierungen wechseln oder nicht, egal, hier sind wir Niedersachsen."

Der Christdemokrat Reinhold Hilbers freute sich, "dass auch die Sozis auf Sponsoren setzen". Nur diesmal stammte das Grillhähnchen aus garantiert qualfreier Zucht. Tatsächlich steuerten private Firmen 130.000 Euro an Spenden zu dem insgesamt 150.000 Euro teuren Fest bei, auf dem sich auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und FDP-Generalsekretär Patrick Döring die Hand gaben.

Starke Leistung

Das Sommerfest ist auch eine kleine Leistungsschau der niedersächsischen Wirtschaft. Hier zeigt nicht nur der VW-Konzern eine Motorikone wie den W 12 Nardo, einen Zwölfzylinder mit 600 PS, sondern auch die Firma Lloyd einen maßgeschneiderten Schuh und die Mediengruppe Madsack ihre neuesten Produkte für den PC oder das iPad. Ministerpräsident Stephan Weil zeigte sich bei einem kleinen Rundgang beeindruckt von der Bandbreite der Produkte. Besonderen Spaß machte ihm der Stand der Stiftung Weltbevölkerung. Sie hatte eine Torwand aufgestellt.

"Doch, doch, das ist ein gutes Gefühl, wie bei einer Party zuhause", sagte Stephan Weil. Noch vor der offiziellen Eröffnung hatte der niedersächsische Ministerpräsident einen Rundgang über das Gelände gemacht, auf dem zahlreiche Sponsoren ihre Zelte aufgebaut hatten, nippte bei Brauereien ein Schlückchen Bier, warf bei der Mediengruppe Madsack einen Blick in die neue Wirtschaftszeitung oder die Tablet-App der HAZ.

Das inoffiziellen Motto der Party lautete "Vielfältig, leicht und fröhlich". Weil mühte sich beim Rundgang an den Ständen mit einem ugandischen Fußball aus Bananenblättern und posierte beim fröhlichen Enten-Angeln für die Fotografen.

Neben rund 130 niedersächsischen Bundestags- und Landtagsabgeordneten waren zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Kultur zu der Party erschienen.

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