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Niedersachsen Splitterflug im Harz ist Einzelfall
Nachrichten Politik Niedersachsen Splitterflug im Harz ist Einzelfall
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08:08 21.06.2011
Auf dem ehemaligen Munitionslagergelände wurden auch Panzerfäuste gefunden. Quelle: dpa
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Weitere Bombensplitter landeten 1,5 Kilometer entfernt in Bad Harzburg-Altfeld wenige Meter von einem Bauernhof entfernt auf einer Wiese.

Die Entschärfer seien davon völlig überrascht gewesen, sagte eine Sprecherin des bei der Zentralen Polizeidirektion in Hannover angesiedelten Dienstes am Montag. Es sei eine „absolute Ausnahme“, dass beim Sprengen von Bomben Teile so weit fliegen würden, erklärte sie. In Sachsen-Anhalt durchschlug das Metallteil das Ziegeldach eines Wohngebäudes und demolierte eine Betondecke. Verletzt wurde niemand.

Am Mittwoch wollen die Behörden nun darüber beraten, ob die bisherige 1000-Meter-Sicherheitszone bei Sprengungen von Weltkriegsbomben im Schimmerwald ausgeweitet werden soll.

Im Bereich der ehemaligen Munitionsfabrik bei Bad Harzburg werden seit mehreren Wochen Altlasten beseitigt. Im Schimmerwald stand während des Zweiten Weltkriegs eine Luftwaffen-Munitionsanstalt. Deutsche Soldaten hatten die Anlage im April 1945 gesprengt, weil die dort gelagerte Kriegsmunition nicht den Alliierten in die Hände fallen sollte. Wegen der gefährlichen Hinterlassenschaften beschäftigt der Schimmerwald die Behörden bereits seit Jahrzehnten.

Am Donnerstagabend waren eine 125 und zwei jeweils 1000 Kilogramm schwere Bomben gesprengt worden. Von welcher Bombe der nach Stapelberg geflogene Splitter stammt, ist noch unklar. Nach dem Zwischenfall wurde die geplante Sprengung einer weiteren Bombe gestoppt.

dpa

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