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Niedersachsen: Mehrere Stichwahlen nötig

Kommunalwahlen Niedersachsen: Mehrere Stichwahlen nötig

In Niedersachsen haben die Wähler über die Neubesetzung der Kommunalparlamente entschieden. Nun geht es an das Auszählen der Stimmen - ein Endergebnis wird erst Montagfrüh erwartet. Dabei zeichnet sich eine höhere Wahlbeteligung wie beim letzten Mal ab. Bei den Landratswahlen liegt die SPD vorn.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Die Kommunalwahlen in Niedersachsen sind am Sonntag auf ein mindestens so großes Interesse gestoßen wie 2011. Bis zum späten Nachmittag gaben 44,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, das waren exakt so viele wie vor fünf Jahren, teilte die Landeswahlleitung in Hannover mit. Wegen des gestiegenen Interesses für die Briefwahlen in großen Städten erscheint insgesamt eine höhere Wahlbeteiligung als 2011 möglich.

Bei den Direktwahlen zu den sechs Landräten lag die SPD in den meisten Landkreisen vorn. CDU-Chef David McAllister äußerte sich am Abend zuversichtlich zum Gesamtergebnis: "Nach den bisher vorliegenden Zahlen sieht es so aus, als könnten wir stärkste Kraft werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Bei den Landratswahlen in den Landkreisen Leer, Peine und Wittmund gewannen die SPD-Bewerber. Matthias Groote (Landkreis Leer)Franz Einhaus (Peine) und Holger Heymann (Landkreis Wittmund) sicherten sich dort schon im ersten Wahlgang das Amt. Im Landkreis Hildesheim lag der SPD-Politiker Olaf Levonen uneinholbar vorn. Auch in Göttingen hatte der SPD-Kandidat zwar die Nase vorn, es ist aber dennoch eine Stichwahl nötig. In Helmstedt wird es ebenfalls zur Stichwahl kommen.

Auch bei der Oberbürgermeisterwahl in Celle wird es eine Stichwahl geben. Der bisherige Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) kam auf 46,1 Prozent. CDU-Bewerber Jörg Nigge lag mit 45,6 nur knapp dahinter. Sowohl Mende als auch Nigge stellten die Wahlbeteiligung von 56,3 Prozent als positiv heraus. "Ansonsten war es fast vorauszusehen, dass es auf eine Stichwahl hinauslaufen wird", sagte Nigge im NDR-Fernsehen. "Aber wir werden zwei Wochen lang alles geben." Amtsinhaber Mende sagte im Hinblick auf die absolute Mehrheit: "Ich hätte sie natürlich gerne direkt gehabt".

Ein weniger gutes Ergebnis verbucht die SPD in Emden: Mehr als 20 Prozent unter dem Erfolg von 2011 liegt die Partei bei der Ratswahl der kreisfreien Stadt.

In Hameln kam es am Morgen zu einer Panne:  Es waren falsche Stimmzettel ausgegeben worden.

Die Direktwahlen wurden am Sonntagabend zuerst ausgezählt, anschließend die Wahlen zu den neuen Kreistagen und den Kommunalparlamenten aus Stadt- und Gemeindeebene. Traditionell liegt die Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen niedriger als bei Landtags- und Bundestagswahlen. Diesmal schien es jedoch auf eine gleichbleibende oder möglicherweise sogar höhere Beteiligung als bei den vergangenen Kommunalwahlen hinauszulaufen.

Aus vielen Städten und Gemeinden sei ein stark gestiegenes Interesse an der Briefwahl gemeldet worden, sagte Björn Schwiegmann von der Landeswahlleitung. "Wir können keine sichere Prognose abgeben, aber wir rechnen im Vergleich zu 2011 nicht mit einem Sinken der Beteiligung." Damals hatten 52,5 Prozent ihre Stimme abgegeben.

Insgesamt waren am Sonntag rund 6,5 Millionen Bürger aufgerufen, über die Zusammensetzung der Stadt- und Gemeinderäte sowie der Kreistage zu entscheiden. Um die Mandate bewarben sich fast 67 000 Männer und Frauen. 25 Parteien waren zugelassen, aber auch viele lokale Wählergruppen und Einzelbewerber. Das Auszählen der Stimmen wird bis tief in die Nacht dauern, das vorläufige amtliche Endergebnis wird erst am frühen Montagmorgen erwartet. 2011 lag es kurz nach 5 Uhr morgens vor. Vor fünf Jahren siegte die CDU mit 37,0 Prozent, vor den Sozialdemokraten mit 34,9 Prozent. Die Grünen kamen 2011 auf 14,3 Prozent, die FDP auf 3,4, Wählergruppen auf 6,3 Prozent und die Linkspartei auf 2,4 Prozent.

dpa

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