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Streit bei der AfD Niedersachsen eskaliert

Hampel-Kritiker tritt zurück Streit bei der AfD Niedersachsen eskaliert

Der parteiinterne Streit bei der Alternative für Deutschland (AfD) eskaliert weiter. Am Wochenende ist der ostfriesische Kreisvorsitzende Holger Pieters von allen Parteiämtern zurückgetreten und verzichtete auf weitere Kandidaturen. Er hatte den Landesvorsitzenden Armin Paul Hampel kritisiert. 

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Armin-Paul Hampel, der Landesvorsitzende in Niedersachsen der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Quelle: Sebastian Gollnow

Hannover. Pieters hatte in der vorigen Woche erklärt, den Landesvorsitzenden Armin Paul Hampel bei den Vorstandswahlen in diesem Jahr ablösen zu wollen. Pieters kommt damit einem Amtsenthebungsverfahren zuvor, das Hampel gegen ihn einleiten wollte. Pieters hatte Hampel vorgeworfen, am rechtsradikalen Rand Stimmen zu fischen und dafür etwa einen Vortrag vor dem Verein Arbeitskreis für deutsche Politik gehalten zu haben. Der Kreis hatte in der Vergangenheit auch NPD-Größen als Redner eingeladen. Hampel hatte entgegnet, er habe über den Verein nur kurz im Internet recherchiert und sei dabei auf nichts Verdächtiges gestoßen. Darüber hinaus sei der Vorwurf, er fische am rechten Rand, absurd und durch keine seiner Äußerungen zu belegen.

Doch der Streit in der Partei geht weit über den Konflikt zwischen den beiden hinaus. In einem Schreiben an alle Parteimitglieder haben jetzt die Vorstände von 14 der 30 Kreisverbände Hampel scharf kritisiert. Der Landesvorsitzende halte unliebsame Informationen an Mitglieder zurück, „dies entspricht im Wesentlichen einer Zensur“, schreiben sie. Sie werfen Hampel und seinen Mitstreitern zudem vor, die Einigkeit der Partei aufs Spiel zu setzen. „Wir sind keine Feinde. Es gibt keine politischen Differenzen in Niedersachsen, es gibt eine Führungskrise, genauer eine Hampel-Krise“, heißt es in dem Schreiben.

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