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Grundwasser mit Pestiziden belastet

Studie des Umweltministeriums Grundwasser mit Pestiziden belastet

In weiten Teilen Niedersachsens sind Pestizide im Grundwasser nachweisbar - das hat eine aktuelle Studie des Umweltministeriums ergeben. Eine Gefahr für den Verbraucher bestehe nicht, sagt Minister Stefan Wenzel, betont aber auch: "Pflanzenschutzmittel gehören nicht ins Grundwasser."

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Der jahrzehntelange Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft hat seine Spuren im Grundwasser hinterlassen.

Quelle: Patrick Pleul

Hannover. Er sehe "akuten Handlungsbedarf", sagte der Minister am Dienstagvormittag. Dass die Verbraucher sich keine Gedanken um ihre Gesundheit zu machen brauchten, liege vor allem an den Wasserversorgern, die die Qualität und die Grenzwerte des Trinkwassers fortlaufend überprüfen würden. "Dennoch: Pflanzenschutzmittel gehören nicht ins Grundwasser - auch nicht in Spuren", sagte Wenzel. Er wolle sich dafür einsetzen, dass die Anwendung der Mittel eingeschränkt werde. Dafür solle das Bundesamt für Verbraucherschutz überprüfen, ob die Standards für die Zulassung von Pestiziden noch zeitgemäß ist.

Erarbeitet wurde die Studie vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Der am Dienstag veröffentlichte "Themenbericht Pflanzenschutzmittel" hat Daten aus 1200 Messstellen in ganz Niedersachsen ausgewertet. Demnach wurde zwischen den Jahren 2008 und 2013 an 135 Messstellen - das entspricht 11,3 Prozent - Pflanzenschutzmittelwirkstoffe nachgewiesen. Restpartikel und Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln wurden sogar an 498 Messstellen (41,5 Prozent) gefunden.

Laut Studie ergaben sich die meisten Funde in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die meisten nachgewiesenen Wirkstoffe sind noch in Gebrauch, es wurden aber auch vereinzelt Spuren von Pestiziden nachgewiesen, die bereits seit Jahren verboten sind. „Nun wird es darauf ankommen, im Dialog mit den Anwendern, den Pflanzenschutzberatern und den zuständigen Wasserbehörden die Ursachen für die Befunde zu klären, damit Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können“, sagte Hubertus Schültken vom NLWKN.

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