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Til Schweigers Flüchtlingsheim vor dem Aus?

Ehemalige Kaserne in Osterode Til Schweigers Flüchtlingsheim vor dem Aus?

Seit Monaten laufen die Verhandlungen um die Kaserne in Osterode am Harz, in der Til Schweiger ein Vorzeige-Flüchtlingsheim errichten will. Gerüchte, wonach sich das Land aus dem Projekt zurückziehen will, werden aber dementiert. Außerdem nimmt Niedersachsen 200 Flüchtlinge aus Bayern auf. 

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Til Schweiger

Quelle: dpa

Hannover. "Es gibt keinen neuen Sachstand", sagte der Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums zu den Verhandlungen. "Wir haben eine Prognose vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über 75.000 Asylanträge in diesem Jahr. Da kann man einen Standort nicht einfach vom Tisch wischen."

Der NDR hatte zuvor berichtet, dass das Land einen Rückzug plane. Zum einen soll das Gebäude stärker mit Schadstoffen wie Asbest und PBC belastet sein, als ursprünglich gedacht - eine Sanierung könnte zuviel Zeit und Geld kosten. Zum anderen soll das Land kein Vertrauen mehr in die Vertragspartner haben. Eigentümer der Kaserne ist die Hamburger Firma "Princess of Finkenwerder", die aus rechtlichen Gründen lange Zeit keinen Kaufvertrag abschließen konnte.

Außerdem möchte das Land, dass die Firma die Kaserne saniert abliefert - wenn das Land die Sanierung machen muss, müssen die Aufträge europaweit ausgeschrieben werden, was zusätzlich Zeit kostet. Doch für die Sanierungen bräuchte die Princess of Finkenwerder Geld, und es gibt Zweifel, ob sie dieses aufbringen kann. Der NDR meldet, dass die Wirtschaftsauskunftei Creditreform die Firma für "nicht gerade als besonders kreditwürdig" einstuft.

Parallel verhandelt das Innenministerium noch mit zwei weiteren Standorten im Kreis Lüchow-Dannenberg und im Kreis Cuxhaven. Auch hier gebe es noch kein Ergebnis zu vermelden, auch wenn das Bundesamt für Migration und Forschung (BAMF) bereits öffentlich nach Mitarbeitern für den Standort Neu Tramm in Lüchow-Dannenberg sucht. "Das machen die offenbar vorsorglich. Aber es gibt noch keine Verträge, wir können nicht sagen, ob und wann der Standort aufgenommen wird", sagte der Ministeriumssprecher.

Derzeit kommen besonders viele Flüchtlinge über Ungarn in Bayern an, die bayerische Staatsregierung hatte deshalb die anderen Bundesländer um Hilfe gebeten. Niedersachsen hat sich daraufhin bereit erklärt, 200 zusätzliche Flüchtlinge aus dem Freistaat in der Erstaufnahmeeinrichtung in Braunschweig aufzunehmen.

Anfang August hatte der Schauspieler Til Schweiger verkündet, er wolle mit Freunden zusammen ein Flüchtlingsheim aufbauen. Das Gebäude dazu solle eben die Kaserne in Osterode sein. "Wir wollen ein Vorzeige-Flüchtlingsheim bauen. Und ich werde eine Stiftung für traumatisierte Kinder gründen," sagte Schweiger der "Bild am Sonntag". Was im Falle einer gescheiterten Sanierung der Kaserne aus Schweigers Plan wird, ist ungewiss.

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