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Agrar

Umweltbundesamt prüft Verschmutzungsrechte für Landwirte


Das Umweltbundesamt (UBA) will Bauern stärker für den Klimaschutz in die Pflicht nehmen. „Die Landwirtschaft muss das Thema endlich für sich ernst nehmen", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.
13 Prozent der Klimagase werden durch die Landwirtschaft verursacht - besonders durch intensive Tierhaltung.

13 Prozent der Klimagase werden durch die Landwirtschaft verursacht - besonders durch intensive Tierhaltung.

© ddp

Dies sagte Flasbarth der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Sonnabendausgabe). Das Umweltbundesamt prüfe gerade, „ob und wie ein Handel mit Verschmutzungsrechten auch unter Landwirten möglich wäre“. Laut Flasbarth werden in Deutschland 13 Prozent der Klimagase direkt und indirekt durch die Landwirtschaft verursacht. Besonders in der intensiven Tierhaltung mit den hohen Anteilen an Methangasemissionen, die weitaus klimaschädlicher seien als Kohlendioxid, wären starke Anreize für Investitionen zum Abfangen solcher Gase notwendig, sagte Flasbarth.

Im Kampf gegen den Klimawandel regte Flasbarth zudem einen geringeren Fleischkonsum an: „Der hohe Anteil an fleischlicher Ernährung in den Industriestaaten bei gleichzeitigem Anstieg dieser Essgewohnheiten in Schwellen- oder Entwicklungsländern könnte zu einer Hypothek weltweit für den Klimaschutz werden“, sagte er der Zeitung.

Der UBA-Präsident setzt sich zudem dafür ein, dass die Mauteinnahmen neben den Kosten für Straßen oder Brücken „auch endlich Schäden an der Umwelt oder durch Unfälle abdecken“. Bislang zahle dafür die Allgemeinheit, „nicht der Straßennutzer“. Flasbarth betonte: „Viel billiger - derzeit aber weniger wahrscheinlich - wäre als Alternative zur Einrichtung eines Mautsystems die Erhöhung der Mineralölsteuer.“

ddp

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